Tropfschlauch oder Perlschlauch bei Ihrer Hecke

Tropfschlauch bei Thuja Smaragd Hecke

Das Verlegen eines Perlschlauchs, Tropschlauches oder anderen automatischen Bewässerungssystems scheint die Lösung zu sein, um Ihre Hecke auf einfache Weise schön und grün zu halten. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass man mit einem automatischen Bewässerungssystem oder einem Tropfschlauch versehenen Hecken oftmals bald nach Anpflanzung oder aber auf längere Sicht allerlei Probleme bekommt. Dies kann auf eine unsachgemäße Verwendung des Perlschlauchs oder Tropfschlauches zurückzuführen sein. Es kann aber auch daran liegen, dass Ihre Hecke (die Heckenpflanzenart) eigentlich nicht für eine Bewässerung per Tropfschlauch geeignet ist, dies gilt unserer Meinung nach sogar für die meisten Sorten. Wenn Ihre Hecke sich sehr wohl dafür geeignet, ist es trotzdem wichtig, den Tropfschlauch auf geeignete Weise einzusetzen. In diesem Artikel erfahren Sie, ob die Verwendung eines Tropfschlauches-Perlschlauchs für Ihre Heckenart ratsam ist und warum die Antwort ja oder nein lautet. Und wenn ja, wie setzt man den Perlschlauch oder Tropfschlauch richtig ein.

Nach dem Anpflanzen sollte man nicht mittels Tropfschlauch gießen

Im ersten halben Jahr nach dem Anpflanzen sollte die Hecke von Hand gegossen werden. Am besten per Hand mit dem Gartenschlauch bei vollständig geöffneten Wasserhahn. Wie viel und wie oft man giessen sollte, können Sie hier in unserer Bewässerungsanleitung nachlesen. Ganz grundsätzlich sollte jeder Pflanze in kurzer Zeit viel Wasser gegeben werden, damit der Boden in tieferen Erdschichten schnell feucht wird. Dann muss die Erde erneut ein wenig austrocknen (d.h. die Pflanze ist zur Wurzelbildung gezwungen, um Wasser zu finden, was tiefer im Boden langsamer austrocknet), und dann, kurz bevor es zu schwer wird für die Pflanze, muss sie erneut auf die gleiche Weise gegossen werden. Auf diese Weise werden Ihre Pflanzen innerhalb weniger Monate stark genug, den Sommer zu überstehen. Übrigens gilt diese Art der Bewässerung nur für Neuanpflanzungen im Frühjahr.

Wenn Sie Ihre Hecke im Herbst pflanzen, müssen Sie sie nach dem Anpflanzen bis etwa Februar nur ab und zu mal gießen, vor allem, wenn es lange Zeit trocken ist und vorzugsweise kurz bevor der Winterfrost einsetzt (zum Zeitpunkt des Anpflanzens selbst sollte sie natürlich richtig gut eingewässert werden). Die Pflanzen gehen nämlich ab der Herbst in eine Ruhepause und nehmen dann wenig Wasser auf. Zu viel giesen führt dann schnell zu Wurzelfäule. Im Frühjahr hat man dann die Probleme, weil sie anscheinend keine Wurzeln mehr hat, die sie gerade dann dringend braucht. In den ersten drei bis vier Monaten nach dem Anpflanzen empfehlen wir ohnehin bei keiner Heckenpflanzenart die Verwendung eines Perlschlauchs oder Tropfschlauches. Denn gerade in dieser Zeit braucht sie kurze, aber kräftige Wassergaben.

Was heißt kräftig gießen? Mit Wasser geben bzw. Giesen, meinen wir immer unsere ‘2 x 35 Sekunden-Regel’: Den Wasserschlauch in der Hand und bei voll aufgedrehtem Wasserhahn die Hecke nach rechts ablaufen und jede Pflanze 35 Sekunden lang Wasser geben, vorzugsweise auf der anderen Seite der Hecke zurücklaufen und jeder Pflanze weitere 35 Sekunden lang Wasser geben. Unserer Meinung nach gibt es keinen besseren Weg, um Heckenpflanzen zu bewässern. Bei sehr großen, über 3 Meter hohen Bäumen sollte man dies 2 x 50 Sekunden machen, oder man legt den Schlauch einfach auf den Boden und ändert gelegentlich dessen Position. An einem Hang ist es ohnehin notwendig, eine Gießwand um Ihre Hecke herum anzulegen, damit das Wasser nicht einfach nur abläuft.

Die optimale Bewässerungshäufigkeit variiert im Laufe des Jahres stark

Jetzt lassen wir die Anpflanzphase hinter uns. Die meisten Heckenpflanzenarten müssen nicht in regelmäßigen Abständen (d.h. mehrmals pro Zeiteinheit) gegossen werden, wenn sie erst einmal gut angegangen sind (das ist aber die Voraussetzung). Tatsächlich ist ein zu häufiges Wasser geben nicht gut für die meisten Heckenpflanzenarten. Darüber hinaus variiert die optimale Häufigkeit im Laufe des Jahres sehr. Dies gilt nicht für Thujas, siehe übernächster Absatz.

Bekannte Heckenpflanzenarten wie Eibe, Kirschlorbeer, Buche und Liguster können Trockenheit sehr gut vertragen und brauchen diese trockeneren Phasen sogar auch. Dabei handelt es sich in der Regel um Pflanzen, bei denen das Wasser geben hauptsächlich zur Unterstützung bestimmter Wachstums- und Blütezeiten sowie bei extremen Witterungsbedingungen gemacht wird. D.h. man muss aufgrund dieser wechselnden optimalen Häufigkeit trotz eines automatischen Bewässerungssystems immer noch recht aktiv eingreifen. Man kann das Bewässerungssystem bei diesen Pflanzenarten nicht für ein ganzes Jahr bzw. nicht einmal für ein paar Monate automatisieren, wenn man es richtig machen will.

Um zu veranschaulichen, wie sehr die optimale Bewässerungshäufigkeit im Laufe des Jahres variiert, greife ich nun eine Reihe von Wachstumsphasen oder Jahreszeiten heraus. Dabei erläutere ich, wie oft in der jeweiligen Phase gegossen werden sollte. 

Kurz vor austreiben: Während oder noch besser kurz bevor die Pflanzen zum Frühjahrsbeginn austreiben, ist es immer gut, ein- oder zweimal Wasser zu geben (immer unsere ‘2 x 30 Sekunden-Regel’ hantieren). Vor allem dann, wenn es während oder kurz nach dem Winter lange Zeit trocken war. Danach können sie es wieder eine Weile aushalten.

April und Mai: Ab etwa April/Mai (je nach Pflanzenart), während der Blüte und des Wachstums von neuen Trieben sowie etwas später zu Beginn der Fruchtbildung, ist wiederum eine beträchtliche Wassermenge erwünscht. Dadurch wird die Bildung von gelben Blättern und gelben Nadeln in Ihrer Hecke begrenzt.

Nach dem Austreiben: In der Zeit danach, wenn die Pflanzen komplett ausgetrieben haben (bei vielen Arten ist dies ab Anfang Juni der Fall), ist es bei normalen Wetterbedingungen besonders wichtig, dass sich die Pflanzen selbst nach Kräften um die Suche nach Wasser bemühen. Auf diese Weise bilden sie tiefe und starke Wurzeln, die die Pflanze gegen Dürre und Krankheiten resistent machen. Wenn jede Woche Wasser aus einem Tropfschlauch oder Perlschlauch tröpfelt, werden sie diese tiefen Wurzeln nicht bilden. Und schon gar nicht, wenn man den Tropfschlauch nur kurz laufen lässt, sodass nur die oberste Erdschicht feucht wird (das ist ganz und gar nachteilig!). Außerdem schwemmt man mit jeder überflüssigen Bewässerung unnötig viele Nährstoffe aus der Erde heraus. 

Im Herbst: Im Herbst, wenn die Verdunstung der Pflanzen stark abgenommen hat, brauchen sie nur noch selten zusätzliches Wasser. Bei normalen Wetterbedingungen den ganzen Herbst über kein einziges Mal. Es ist sicherlich eine gute Idee, kurz vor Einbruch des Winters einmal so richtig gut Wasser zu geben. Aber wenn Sie dies vergessen sollten, wird dies selten zu Problemen führen. In sehr trockenen Wintern kann es sinnvoll sein, einmal im Monat zu gießen (auch wenn ich das selbst immer vergesse).

Diesen Absatz zusammengefasst: Die meisten Heckenpflanzenarten wie Eibe, Kirschlorbeer, Buche und Liguster benötigen kein Wasser in regelmäßigen Abständen. Im Gegenteil, die optimale Gießhäufigkeit variiert im Jahresverlauf sehr stark und ist zudem wetterabhängig. Die Frage ist, ob der Tropfschlauch dann noch einen großen Mehrwert darstellt. Darüber hinaus bedeutet das häufige Gießen mit einem Tropfschlauch, dass Sie auch häufiger düngen müssen. Lesen Sie dazu alles im entsprechenden Abschnitt weiter unten. Wenn Sie dennoch einen Tropfschlauch für Ihre Eiben- oder Buchenhecke verwenden wollen, lassen Sie ihn nicht zu oft, aber wenn, dann richtig lange laufen (z.B. eine halbe Nacht oder die ganze Nacht).

Verwendung eines Tropfschlauches-Perlschlauchs bei Thujen

Auch in diesem Abschnitt gehe ich auf die Phase nachdem die Pflanze angegangen ist (mindestens ein halbes Jahr nach dem Anpflanzen) ein. Die bekannten Lebensbäume Thuja Smaragd und Thuja Brabant benötigen viel häufiger Wasser als die oben genannten Arten. Darüber hinaus ist die optimale Häufigkeit im Laufe des Jahres viel gleichmäßiger. Dies liegt daran, dass diese Pflanzen aus feuchteren Gebieten stammen (es sind daher nicht gerade die am meisten dürreresistenten Arten). Die Wurzeln der Thujas sind oberflächlich und können daher nicht gut gegen Dürrezeiten. Sie werden nie wirklich tiefe Pfalwurzeln bilden.

Wenn Thujas für längere Perioden hintereinander kein Wasser bekommen (dies gilt auch für erwachsene Thujas von 4 Metern Höhe…), kommt es irgendwann zu Problemen. Wenn man dies feststellt, ist es leider oft schon zu spät, den Bäumen wieder auf die Beine zu helfen.

Vielleicht haben Sie bereits bemerkt, dass ich nicht der größte Fan von automatischen Bewässerungssystemen für Heckenpflanzen bin. Bei Thujas denke ich jedoch, dass es durchaus sinnvoll sein könnte. Vor allem, weil die optimale Bewässerungshäufigkeit in der Zeit von März bis September ziemlich konstant ist. Regen erreicht das Erdreich unter den dichtbewachsenen Thujas kaum, sodass die meisten Regenschauer nicht einmal von Nutzen sind für die Pflanzen. Übrigens sollte man immer zwei Tropfschläuche-Perlschläuche verwenden und niemals nur einen, sonst läuft es unter Umständen doch noch schief. Darauf werde ich in einem der folgenden Absätze näher eingehen.

Tropfschlauch bei Thuja Smaragd Hecke

Thuja Smaragd Hecke mit Tropfschlauch.

Wie oft und wie viel Wasser geben Sie Ihren Thujas mittels Tropfschlauch?

Von Anfang März bis Ende September würde ich den Tropfschlauch alle zwei Wochen einmal laufen lassen. Nur in extrem regenreichen Zeiten sollte man auf das Bewässern verzichten.

Wie viel Wasser sollte man geben? Die Literzahl, die der Tropfschlauch gemäß Hersteller pro Stunde abgibt, kann man meines Erachtens außer Acht lassen. Das sagt mir nicht viel. Die Wirkung ist je nach Standort und Bodenart unterschiedlich und und ob Rindenmulch verwendet wird oder nicht macht auch aus. Sie sollten selbst austesten, wie lange Sie ihn laufen lassen müssen. Wenn Sie ein Unkrautvlies und z.B. eine dicke Kiesschicht am Fuß der Thujas verwenden wollen, sollten Sie erst die Bewässerungsmenge testen, bevor Sie die Kiesschicht anbringen!

Oft erweist sich alle zwei Wochen, eine ganze Nacht laufen lassen, als guter Ausgangspunkt. Ich würde damit beginnen, den Tropfschlauch mindestens ein paar Stunden am Stück laufen zu lassen, eine kürzere Zeit wird wahrscheinlich nichts bringen. Einen Tag später sollte man mit einer Schaufel prüfen, ob der Boden an beiden Seiten der Hecke bis zu einer Tiefe von ca. 25/30 cm gut feucht geworden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, muss der Tropfschlauch länger laufen, vielleicht sogar die ganze Nacht lang. Steht alles voller Wasser, dann sollte es natürlich kürzer sein.

Bei sandigen Böden schadet es wahrscheinlich sowieso nicht, die Bewässerung die ganze Nacht laufen zu lassen. Aber ich würde es immer mindestens einmal testen. Im ungünstigen Fall befindet sich etwas tiefer in der Erde eine dichte Tonschicht, und man flutet ganz unwissentlich die tiefer im Erdreich gelegenen Wurzeln. Das ist Gift für die Pflanze.

Bei einer zweiwöchentlichen Bewässerung kann man davon ausgehen, dass der Boden durch Ausschwemmung (was übrigens unabhängig vom Tropfschlauch geschieht) irgendwann sehr nährstoffarm werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, den Pflanzen regelmäßig mit humusreichen Dünger zu düngen zuzusetzen. 

Von Oktober bis Februar würde ich alle 4 Wochen einmal Wasser geben, es sei denn, es ist ein sehr nasser Winter.

Häufiger düngen, wenn Sie mit dem Tropfschlauch Nährstoffe ausspülen

Wenn Sie einen Tropfschlauch verwenden und ihn regelmäßig in Betrieb nehmen, spülen Sie ungewollt auch Nährstoffe aus dem Boden aus. Sie spülen den Boden regelrecht rein. Wenn das der Fall ist, empfiehlt es sich, öfter als einmal pro Jahr zu düngen. In einer solchen Situation kommt Heckenkraft erst richtig zur Geltung. Das ganze Prinzip von Heckenkraft dreht sich nämlich bereits darum, häufiger, dafür aber weniger stark konzentriert zu düngen. Außerdem wirkt Heckenkraft mit seinem hohen Anteil organischer Stoffe der Ausspülung von Nährstoffen deutlich entgegen. Steigen Sie in den Heckenkraft-Jahresplan ein und gleichen Sie damit die Ausspülung von Nährstoffen durch den Tropfschlauch wieder aus.

Wie ist es mit Ihrer Heckenpflanzenart?

In diesem Artikel habe ich bisher über Eibe, Liguster, Buche, Kirschlorbeer und Thujas (Lebensbäume) gesprochen. Vielleicht habe ich Ihre Heckenpflanzenarten noch nicht erwähnt. Ob Ihre Heckenpflanzenart hinsichtlich des Wasserbedarfs eher den Thujas oder eher den trockenheitsresistenten Arten entspricht, können Sie natürlich gerne im nachfolgenden Kommentarfeld nachfragen (ich reagiere immer, auch wenn es manchmal eine Weile dauern kann).

Falsche Verwendung des Perlschlauchs oder Tropfschlauches

Es ist sehr schlecht, jede Nacht 10 oder 20 Minuten lang einen Tropfschlauch laufen zu lassen. Damit hält man die Hecke für eine Weile am Leben, aber in Wirklichkeit ist es genauso schlimm, als würde man sie gar nicht gießen.
Die Heckenpflanzen saugen dieses bisschen Wasser auf, bevor das Wasser tiefer in das Erdreich eindringen kann. Dies führt zu einer sehr dünnen Deckschicht mit einer Vielzahl von Wurzeln, tiefer ins Erdreich bilden sich keine Wurzeln. Zwei Wochen lang kein Wasser (z.B. während eines Urlaubs), reicht dann für irreparable Schäden. Wenn der Tropfschlauch läuft, sollte dieser deshalb immer so lang laufen, bis das Erdreich auf beiden Seiten der Hecke bis auf eine Tiefe von 25 cm feucht ist.

Eiben können kahl werden von zu häufiges Gießen. Mir ist oft aufgefallen, dass Eiben-Hecken, die sehr regelmäßig gegossen werden, oft alle möglichen Probleme entwickeln. Wie zum Beispiel Kahlheit und Durchsichtigkeit, und/oder auch Schäden durch Engerlinge oder Dickmaulrüssler. Lesen Sie warum Ihre Eibe durch zu häufiges Gießen kahl werden kann.

Immer zwei Tropfschläuche-Perlschläuche verwenden

Wenn Sie nur einen Tropfschlauch an einer Seite verwenden, bleibt der Boden auf der anderen Seite der Hecke stocktrocken. Gerade weil man sich auf diesen Tropfschlauch verlässt, werden sich an der Heckenseite ohne Tropfschlauch irgendwann überhaupt keine Wurzeln mehr bilden (Keimwurzeln bilden sich nur in feuchter Erde). Deshalb sollte man immer einen Tropfschlauch an beiden Seiten der Hecke verlegen, ich denke, ca. 15 bis 20 cm vom Stamm entfernt ist ideal.

Fazit

Macht es Sinn, einen Tropfschlauch bei Ihrer neuen Hecke zu verlegen? Das war die Frage. Ich denke also, dass es für die überwiegende Mehrheit der Hecken wenig Sinn macht, einen Tropfschlauch zu verlegen. Und deren häufiger Gebrauch ist für viele Arten sogar schädlich. Nur bei der Art Thuja occidentalis (am bekanntesten sind die Thuja occ. Smaragd und die Thuja occ. Brabant) und bei anderen oberflächlich wurzelnden Pflanzen kann ein Tropfschlauch das Wasser geben erleichtern. Verlegen Sie jedoch immer zwei Schläuche, einen auf jeder Seite der Hecke. Da Thujas so häufig Wasser benötigen, muss die Nährstoffausschwemmung durch humusreiche Düngung ausgeglichen werden, insbesondere auf sandigen Böden.

Diskussion

Die Bewässerung ist der schwierigste Aspekt der gesamten Gartenpflege. Fragen Sie 10 Gärtner, wie viel und wie oft eine Hecke bewässert werden sollte. Wetten, dass Sie 10 verschiedene Antworten erhalten? Auch ich habe die Wahrheit nicht gepachtet und ändere meine Meinung im Laufe der Jahre auch immer wieder mal. Außerdem macht es einen großen Unterschied, ob man am feuchten Alpenrand oder im trockenen Teil des Rhein-Main-Gebiets lebt.

Abonnieren
Abonnieren
guest
26 Comments
neueste
älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Gerhard
Gerhard
2 Monate vor

Guten Tag, wir sind aufgrund einer Empfehlung von Bekannten auf Deine Seite gekommen und hoffen sehr, endlich eine kompetente Hilfestellung für unser Thuja-Problem zu bekommen. Wir haben 2014 das halbe Grundstück umlaufend mit verschieden hohen Thuja bepflanzen lassen (ca. 100 lfd Meter), die Bewässerung erfolgt über automatisierten Tropfschlauch. Die Hecken haben sich gut entwickelt, aber 2019 fielen dann erste einzelne Hecken recht schnell aus und wurden ersetzt. Bis auf eine (die nun auch wieder abstirbt) sind diese neuen Thuja auch angewachsen, allerdings zeigt sich seit letztem Jahr ein brauner Heckenausfall entlang der gesamten Bepflanzung, so dass wir bisher schon 4 oder 5 abgestorbene entfernen lassen mussten. Das Problem taucht auch auf Pflanzen auf, die 6 Jahre lang toll wuchsen und überhaupt keine braune Stellen hatten. Unser Gartenbauer hat letztes Jahr alle Hecken für mein Empfinden sehr stark beschnitten, so dass meinem Empfinden nach noch mehr braune Stellen auftraten als zuvor.
Auf unsere Nachfrage, worin das Problem liegen könnte, kam seitens des Gartenbauers zuerst “zu trocken” und dann “zu nass”- er hat daraufhin den gesamten Tropfschlauch kontrolliert und festgestellt, dass alles in Ordnung ist und es eigentlich nicht an der Bewässerung liegen kann. Dann teilte er uns mit, dass es im Moment ein “allgemeines Thuja-Sterben” geben würde und man nicht wisse, woran es liegt. Ein zweiter konsultierter Gartenbauer tippte erst auf Borkenkäfer (was sich nicht bestätigte), und auch er sprach dann von “allgemeinem Liefern- und Thuja-Sterben”. Einig waren sich beide auch darin, keine künstlichen Dünger oder Salze zu verwenden.

Ich tu mich wirklich schwer mit dieser “Erklärung” und glaube, dass es etwas mit der Bodenbeschaffenheit bzw. mit Nährstoffen zu tun hat, die Thuja nach mehr als 5 Jahren vielleicht einfach brauchen – oder es liegt eine Krankheit oder ein Schädlingsbefall vor, wobei dann die Frage ist, wie man das feststellen kann. Was mir noch aufgefallen ist: wenn man die Stämme der “kaputten” Pflanzen anschaut, sieht das aus, als ob die Rinde “aufgeplatzt” wäre, und bei den “gesunden” Hecken sieht das nichgt so aus, da ist die Rinde geschlossen.

Wir sind inzwischen wirklich ratlos, möchten aber natürlich nicht zusehen, wie immer mehr Pflanzen braun werden und eingehen, unabhängig davon, dass so viele Hecken in dieser Größe nicht ganz billig sind – kannst Du uns uns helfen oder zumindest einen Rat geben?

Thuja Brabant Perlschlauch, Thuja wird trotzdem braun
Thuja Brabant, Löcher in Rinde
Tropfschlauch bei Thuja Brabant mit braune Stellen
Thuja Brabant, Löcher in Rinde
Tropfschlauch - Perlschlauch Thuja Brabant
Thuja Brabant als Unterpflanzung, gewässert mit Tropfschlauch
Thuja brabant Hecke mit Tropfschlauch und Braunung
Thuja brabant Hecke mit Tropfschlauch
Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

herzlichen Dank für die schnelle Reaktion / Antwort.
Zuerst zu Ihrer Frage, wie wir gießen: wir haben von Beginn an – also seit über 6 Jahren – die automatische Beregnung inklusive Gardena Tropfschlauch in Betrieb. Der Tropfschlauch läuft im Frühjahr jeden zweiten Tag und im Sommer / Herbst jeden Tag, immer Abends, Zeitdauer je 1 Stunde. Zusätzlich bekommen die (kleineren) Thuja unter den Bäumen nochmal Wasser von oben durch die Rasenberegnung.

Das komische ist: das hat all die Jahre funktioniert, und seit letztem Jahr auf einmal nicht mehr…ich habe jetzt schon überlegt, einen zweiten Tropfschlauch zu legen, und ich werde bei den kleineren Thuja mal Ihren Rat mit Heckenkraft Extra und Heckenkraft 2 versuchen. Hoffen wir, dass es klappt…;.-)

2 Fragen hab ich aber noch:
(1) Was ist gemeint mit “mal zu schauen oder es klebrige Schwarze Stellen gibt hinter die braunen Stellen” – wo genau soll ich da schauen? Am Stamm?

(2) Jetzt, wo Sie es geschrieben haben: wir haben in der Tat immer wieder mit Wühlmäusen zu tun, mal mehr mal weniger – könnten die die Ursache sein?

Ganz lieben Dank für Ihre Hilfe und Gruß

Gerhard

P.S: Habe eben erst gesehen, dass in Ihrer Antwort die “schwarzen Stellen” verlinkt waren – hab mir das eben angschaut und werde, sobald es hier aufhört zu regen, die Pflanzen überprüfen…

Gerhard
Gerhard
Reply to  Gerhard
2 Monate vor

Hallo Jaap,

ich habe die Pflanzen gecheckt, keine klebrigen schwarzen Stellen, nur kleine gelbe Verfärbungen an 2 Pflanzen, die allmählich auch braun werden.

Heckenkraft Extra und -2 hab ich bestellt und werde es gießen, sobald es hier ist.

Noch eine Frage: soll ich vorher / vor dem Gießen die braunen Äste wegschneiden?

Viele Grüße und Danke nochmal für Ihre Hilfe!

Gerhard

Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.00.38.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.00.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.19.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.39.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.54.jpg
Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

super, Danke! Dann passe ich die Beregnungsintervalle langsam an, weniger Tage dafür längere Gießzeiten. Plus die Heckenkraft-Versorgung, sobald sie da ist.

Bleibt die Frage: die braunen Stellen wegschneiden oder dranlassen?

Herzliche Grüße

Gerhard

Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

kein Problem, 2 halbe sind ja auch ein ganze…;-)

Die Sendung ist heute bei uns angekommen, sobald das Wetter es zulässt, gehe ich ran und berichte dann, ob und wie es funktioniert hat. Vielen vielen Dank aber jetzt schon für Ihre Hilfe!!

Gruß
Gerhard

Gerhard
Gerhard
Reply to  Gerhard
2 Monate vor

Hallo Jaap,

kurzes Update: wir haben jetzt alle Hecken “gesäubert”, sowohl oben als auch am Boden, und wir haben zum Teil bis zu 30 Zentimeter altes Schnittgut und Blätter (also quasi feuchten Humus) vom Boden abgetragen – kein Wunder, dass da vermutlich kein Wasser mehr an die Wurzeln kam. Zweiter Tropfschlauch ist ebenfalls verlegt, der Beregnungsrythmus wird bereits langsam umgestellt auf viel weniger Tage, aber dann viel mehr Wasser. Wir haben jetzt nochmal Extra und HK2 nachgeordert und werden alle Thuja damit düngen, und dann hoffen wir mal, dass wir das Absterben stoppen können…
Gruß Gerhard

Steffen
Steffen
4 Monate vor

Wir haben ca. 120 m Eiben Hecke. An manchen stellen werden diese von innen heraus braun. Im oberen Teil der Eibe treiben diese weiter aus. (siehe Bilder) Es ist seltsam das dies auch sporatisch auftaucht. Sprich 10 Eiben sind super grün und dann zwischendrin eine oder 2 die schwächeln. Nachdem ich die Berichte hier gelesen habe liegt es daran das wir mit der Tröpfchenbewässerung zu gleichmäßig und zu viel gewässert haben, richtig? Und auch Düngen war nie unsere Stärke da wir keinen gescheiten Flüssigdünger gefunden haben und Dünger den man in die Erde einbringen muss, sprich untergraben schlichtweg bei 120 m unmöglich ist.

Neben den oben aufgefphrten Fragen habe ich Fragen zu deinen BEwässerungsempfehlungen:
1) Während oder noch besser kurz bevor die Pflanzen zum Frühjahrsbeginn austreiben, ist es immer gut, ein- oder zweimal Wasser zu geben (immer unsere ‘2 x 30 Sekunden-Regel’ hantieren). Vor allem dann, wenn es während oder kurz nach dem Winter lange Zeit trocken war. Danach können sie es wieder eine Weile aushalten.

Was meinst du mit ein bis zweimal? pro Woche/pro Monat?

2) Ab etwa April/Mai (je nach Pflanzenart), während der Blüte und des Wachstums von neuen Trieben sowie etwas später zu Beginn der Fruchtbildung, ist wiederum eine beträchtliche Wassermenge erwünscht. Dadurch wird die Bildung von gelben Blättern und gelben Nadeln in Ihrer Hecke begrenzt.

wie oft sollte man in dieser Zeit wässern,. Täglich?

Letzte Frage: Bei sehr gesunden Eiben kommt es vor das auf einmal ein kleiner Ast gelbe Nadeln produziert, siehe Foto. Worauf ist das zurückzuführen?

Bei der länge würde ich 4 Jahrespakete benötigen, richtig? Wird ganz schön teuer. Wie ist der Dünger einzubringen?

LG und vielen Dank im voraus für deine Antworten
Steffen

Eibenhecke bzw Eiben, sehr durchsichtig und kahl, gewässert mit Tropfschlauch
Eiben in einer Eibenhecke, gewässert mit Tropfschlauch, sieht etwas kahl aus, man die Stämme sehen
Eibenhecke treibt gut aus, bewässert mit Tropfschlauch
Eibe, gewässert mit Perlschlauch, ist teilweise durchsichtig und kahl.
Eibe, gewässert mit Tropfschlauch, sieht durchsichtig und nicht gesund aus
Steffen
Steffen
Reply to  Jaap Metsemakers
3 Monate vor

Hallo Jaap,
vielen Dank für deine Antworten. Hat mir viel geholfen. Ich werde meine Bewässerung entsprechend anpassen. Kannst du dich bitte noch melden wegen den vielen lfm. der Hecke und dem Dünger.
lG Steffen

Claudia Thiesies
Claudia Thiesies
9 Monate vor

Ich habe habe an zwei Grundstücksseiten jeweils 20 Meter Braband stehen. Die eine Seite ist (im Moment noch) durch Nachbarshecke vor Sonne geschützt und sieht ganz gut aus. Die gegenüberliegende Seite bekommt von 11 bis 17 die pralle Sonne zu spüren. Leider hatte ich vor 6 Jahren noch nicht die Erfahrung wie heute. Würde nie wieder Thuja pflanzen. Bei dieser Hecke wurden 5 Pflanzen schon durch Bergilex Blondie ersetzt. Weitere 5 Pflanzen sind bzw. werden braun und müssen im kommenden Jahr ersetzt werden.

Meine Idee im letzten Frühjahr war, ein Drainagerohr (5 cm Durchmesser) auf der Sonnenseite kurz unter der Erde (Sandboden) dicht am Wurzelballen zu verlegen, um so Wasser direkt an den Wurzelballen zu geben. Es wird von beiden Seiten ein Schlauch ins Rohr gehalten und nach einer Stunde ist der Boden oberhalb durch nässt und ich schalte die Pumpe wieder aus. Allerdings wird die Hecke so nur einseitig mit Wasser versorgt. In wie weit auch auf der anderen Seite der Wurzel durchfeuchtet ist, hab ich noch nicht geprüft.

Was halten Sie von dieser Art zu wässern. Würden Sie mir ehr abraten oder soll ich das so fortführen.

Viele Grüße
Claudia Th.

P.S. Warum die Pflanzen braun werden weiß ich nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von zu wenig Wasser kommt, denn meine Nachbarn haben mich schon ausgelacht “Na, biste wieder am gießen? Du musst ja viel Zeit haben … hahaha”.

Jaap Metsemakers
Reply to  Claudia Thiesies
9 Monate vor

Hallo Frau Thieses, danke für Ihre ausführliche Beitrage. Ich werde Ihre Fragen versuchen zu beantworten.

Was halten Sie von dieser Art zu wässern? Würden Sie mir ehr abraten oder soll ich das so fortführen.

Das erwünschter regelmäßige Gießen handelt sich ja vor allem um Frühling und Sommer (im Herbst und den Winter reicht ab und zu gießen wenn es sehr lange trocken ist). Unter normale Umstände (ein guten Boden mit ein gesundes Bodenleben) reicht einmal alle 2 bis 3 Wochen gießen dann schon, auch im Sommer (wenn Sie aber kräftig gießen, d.h. 2 X ca. 30/40 Sekunden pro Baum). Wenn Ihnen dies zu oft und zu viel Arbeit ist, dann müssen Sie sich in ter tat so etwas überlegen wie ein Tropfschlauch oder so etwas was Sie schreiben. Dann aber lieber an beiden Seiten. Das Wassert gelangt nämlich bestimmt nicht von der eine nach der anderen Seite. Und dann bekommt man letztendlich nur noch an einer Seite Wurzeln.

P.S. Warum die Pflanzen braun werden weiß ich nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von zu wenig Wasser kommt, denn meine Nachbarn haben mich schon ausgelacht “Na, biste wieder am gießen?

Das ist in ter tat witzig. Dies bringt mir aber auch auf die folgende Gedanken:

  • Wenn der Boden relativ sandig und/oder anderswie sehr durchlässig ist, und Sie gießen wirklich sehr viel, dann kann es sein dass der Boden ´sauber´ gespült ist. Im negative Sinne des Wortes. Ich meine dass alle Nährstoffen, Spurenelemente und Humus weggespült sind. Dann macht es vielleicht Sinn dies anzufüllen mit Heckenkraft oder ein anderen Dünger (wir meinen natürlich dass unsere der beste ist?).
  • Ist den Boden eher nicht sehr durchlässig, dann kann es auch sein dass die Wurzeln verfaulen von das viele Wasser. Wenn diejenige Pflanzen die am niedrigsten stehen, am schlechtesten aussehen, dann ist dies höchstwahrscheinlich der Fall. Sehen die eher am besten aus, dann gießen Sie vielleicht doch noch zu wenig. Ist das Gelände total gerade, dann hilft diese Anweisung Ihnen natürlich nicht (also in ´Holland´ kann keine etwas damit…?).

Ich hoffe dass Ich Ihnen ein bisschen weitergeholfen habe.

Schöne Grüße und frohe Weihnachten (trotz der Lockdown).

Ugur
Ugur
11 Monate vor

Ich habe mittlerweile fast das halbe Internet bezüglich „richtiges Gießen“ durchgelesen, da ich 40 Thuyas Smaragd (200cm) neu gepflanzt hatte und eine nach der anderen braun geworden ist. Diese Seite hier ist mal endlich eine sehr gute Erklärung die auch alltagstauglich ist! Super!

Nach zahlreichen Gesprächen mit Gärtnern, Bauhäusern etc konnte mir bis heute niemand sagen ob ich zu viel oder zu wenig gegossen habe. Nun ist es zu spät und seit Mai bis heute ist fast der gesamte Bestand ausgefallen und ich werde nun auf die heimische Eibe umsteigen. Diese kommen in ca. 2 Wochen und ich möchte es diesmal von Anfang an richtig machen.

Die Situation vor Ort ist folgende, dass alle Pflanzen in eine Art „Hochbeet“ gepflanzt werden. Dieses Hochbeet ist dadurch entstanden, weil wir eine Hang in 2 abgetreppten Reihen sowohl mit Schalungssteinen als auch mit LSteine abgefangen haben. Zwischen den beiden Reihen wurde das Material aus dem Hang (Hoddle und schwerer Boden) verfüllt. Dort habe hatte ich eine 40×40 Graben gezogen und die Pflanzen in neuen Mutterboden gesetzt. Der Verkäufer hat mich abgeleitet jede Thuya mit mind. 20 Liter zu wässern. Da mir das aber sehr viel vorkam habe ich es dann später reduziert. Am Ende ist mir fast der gesamte Bestand ausgefallen.

Haben Sie eine Idee was ich tun kann um die Ursache zu ergründen?

Jaap Metsemakers
Reply to  Ugur
11 Monate vor

Hallo Ugur, danke für Ihre Beitrage und die Bilder. Ja, ich vermute dass die Thujas an zu viel Wasser gestorben sind. So sehen sie auch aus auf die Bilder. Die Wurzeln sind verfault. Solche Hochbeete, sind ziemlich empfindlich dafür weil das Wasser sich nicht verbreiten kann. Leider ist es so dass Eiben noch empfindlicher dafür sind als Thujas. Bei die Eiben ist es also mindestens so wichtig es vom Anfang an richtig zu machen mit das Gießen. Wichtig dabei ist, dass der Boden zwischen den Gieß-Reihen durch auch ein bisschen austrocknen kann. In diese Zeit, wo der Bodem langsam austrocknet (erst oben, dann auch tiefer), bildet der Eibe neue Wurzeln und versuchen die Wurzeln sogesagt das Wasser zu verfolgen. Ist es permanent Nass, dann werden keine neue Wurzeln gebildet und verfaulen die alte. Aber natürlich muss man wieder gießen vor es zu spät ist. Aber ein bisschen an der späte Seite, ist weniger schlimm als zu oft und zu viel gießen, vor allem in so einem Hochbeet. Aber am Anfang der Frühling, oder besser, eigentlich sofort am Ende der Winter, ist das Gießen bei neu gepflanzte Eiben auch sehr wichtig um zu vermeiden was wir dieses Jahr hätten mit viele Eiben (sehe dieser Artikel). Man muss da die richtige Balans finden die von Standort zu Standort anders ist. Ich habe jetzt nicht genug Zeit, um noch näher darauf einzugehen (ich muss noch viele Flaschen Heckenkraft füllen). Aber ich würde gerne später darauf zurückkommen, wenn ich mehr Zeit habe. Eine Erinnerung von Ihrer Seite hilft dabei ;-).

Ugur
Ugur
Reply to  Ugur
11 Monate vor

Um die Situation besser zu schildern habe ich Bilder vor der Pflanzung, kurz danach und 4 Monate später gemacht.

Hochbeet für Heckenpflanzen
Thuja Smaragd als Hecke in einem Hochbeet bzw. hohen Pflanzbeet
Thujen als Hecke in einem Hochbeet, zeigen schweren Braunfärbungen und sind teilweise komplett braun.
Pflanzloch
mikel
mikel
1 Jahr vor

Schönen guten Tag,

mir hat ihr Beitrag sehr gut gefallen und es war sehr erhellend diese Informationen zu erhalten 🙂

Ich habe vor eine Hecke aus der Bambussorte Fargesia Maasai zu pflanzen und würde gerne eine automatische Bewässerung dafür nutzen.
Können Sie Ratschläge zu der Intensität und Dauer der Bewässerung geben?

Jaap Metsemakers
Reply to  mikel
1 Jahr vor

Hallo Mikel, danke für Ihre Frage.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Bambusspezialist bin. Aber ich habe mal in hauptsächlich englischen Blogs über Bambus recherchiert. Es scheint (aber ich möchte von anderen Lesern, die mehr darüber wissen, gerne korrigiert werden), dass neu gepflanzter Bambus tatsächlich jeden Tag gewässert werden sollte. Ich würde das immer mit dem (Hand-)-Gartenschlauch machen, dies wird den Boden besser durchwässern. Aber selbst wenn sie einmal gewachsen sind, ist es fast unmöglich, Bambus zu viel zu gießen, steht überall geschrieben. Besonders im Sommer. Für mich, der sich mit Taxus, Nadelbäumen und einheimischen Heckenpflanzen besser auskennt, klingt dies unnatürlich. Aber ein Bambus ist eine ganz andere Pflanze mit einem ganz anderen Ursprung. Also neige ich sowieso dazu, das zu glauben. Ich denke daher, dass ein Tropfschlauch für eine Bambushecke sinnvoll ist.
Ich würde jedoch immer 2 Tropfschläuche verlegen, damit die gesamte Bodenoberfläche bewässert wird. Aber genau wie oft und wie lange Sie es laufen lassen müssen, wage ich hier nicht zu sagen, denn dann habe ich Angst, dass ich etwas Falsches mit schwerwiegenden Konsequenzen sagen werde (Bambus ist schließlich teuer). Ich hoffe ich habe trotzdem ein bisschen geholfen.Vielleicht reagiert hier noch jemand der mehr davon weiß. Schöne Grüße, Jaap

mikel
mikel
Reply to  Jaap Metsemakers
1 Jahr vor

Vielen Dank für Ihre Recherche, das hat mir schonmal sehr geholfen!

Jan Polivka
Jan Polivka
1 Jahr vor

Super informativ, danke! Habe einen Bewässerungsschlauch auf die Humusoberfläche in Betonpflanzentrögen von ca. 50cm Tiefe und Breite verlegt, mit Bewässerung 2x täglich 30 Minuten. Die Bewässerung ist im Trog auf diesen 50cm breite bereits ziemlich ungleichmäßig und möglicherweie oberflächlich, ich hatte allerdings Angst vor Staunässe. Gilt das hier geschriebene auch für Tröge? Wäre eine Verlegung von zwei Schläuchen gjeweils entlang der Außenwände besser – größerer Abstand von Pflanze und ev. tiefere Wassereinsickerung entlang der Innenwand? Vielen Dank für ev. Antwort!

Jaap Metsemakers
Reply to  Jan Polivka
1 Jahr vor

Hallo Herr Polivka, vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre Komplimente. Ich denke, zwei Tropfschläuche, auch in Pflanzentrögen, sind besser als nur einer. Außerdem kann ich nicht viel dazu sagen, weil ich überhaupt keine Erfahrung mit Pflanzkübel habe. Es wäre schön, wenn jemand antworten würde, der mehr Erfahrung / Verständnis von Pflanzen in Pflanzgefäßen hat. Wenn ich Pflanzen in Pflanzgefäßen hätte, würde ich es einfach ausprobieren und sehen, was funktioniert. Aber ich verstehe, dass Sie Ihre Pflanzen nicht mit zu viel oder zu wenig Wasser beschädigen wollen. Ich würde auch in Kübel wahrscheinlich meine Art von Gießen anwenden: Viel Gießen, dann der Kübel etwas austrocknen lassen und dann gerade noch rechtzeitig wieder gießen. Um die Wurzelbildung zu stimulieren. Dabei muss dass Wasser aber bis unten in die Kübel geraten, anders funktioniert das nicht. Lassen wir hoffen da meldet sich noch jemand der alles hiervon ab weiß. Vg, Jaap

Abonnieren
Abonnieren
guest
26 Comments
neueste
älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Gerhard
Gerhard
2 Monate vor

Guten Tag, wir sind aufgrund einer Empfehlung von Bekannten auf Deine Seite gekommen und hoffen sehr, endlich eine kompetente Hilfestellung für unser Thuja-Problem zu bekommen. Wir haben 2014 das halbe Grundstück umlaufend mit verschieden hohen Thuja bepflanzen lassen (ca. 100 lfd Meter), die Bewässerung erfolgt über automatisierten Tropfschlauch. Die Hecken haben sich gut entwickelt, aber 2019 fielen dann erste einzelne Hecken recht schnell aus und wurden ersetzt. Bis auf eine (die nun auch wieder abstirbt) sind diese neuen Thuja auch angewachsen, allerdings zeigt sich seit letztem Jahr ein brauner Heckenausfall entlang der gesamten Bepflanzung, so dass wir bisher schon 4 oder 5 abgestorbene entfernen lassen mussten. Das Problem taucht auch auf Pflanzen auf, die 6 Jahre lang toll wuchsen und überhaupt keine braune Stellen hatten. Unser Gartenbauer hat letztes Jahr alle Hecken für mein Empfinden sehr stark beschnitten, so dass meinem Empfinden nach noch mehr braune Stellen auftraten als zuvor.
Auf unsere Nachfrage, worin das Problem liegen könnte, kam seitens des Gartenbauers zuerst “zu trocken” und dann “zu nass”- er hat daraufhin den gesamten Tropfschlauch kontrolliert und festgestellt, dass alles in Ordnung ist und es eigentlich nicht an der Bewässerung liegen kann. Dann teilte er uns mit, dass es im Moment ein “allgemeines Thuja-Sterben” geben würde und man nicht wisse, woran es liegt. Ein zweiter konsultierter Gartenbauer tippte erst auf Borkenkäfer (was sich nicht bestätigte), und auch er sprach dann von “allgemeinem Liefern- und Thuja-Sterben”. Einig waren sich beide auch darin, keine künstlichen Dünger oder Salze zu verwenden.

Ich tu mich wirklich schwer mit dieser “Erklärung” und glaube, dass es etwas mit der Bodenbeschaffenheit bzw. mit Nährstoffen zu tun hat, die Thuja nach mehr als 5 Jahren vielleicht einfach brauchen – oder es liegt eine Krankheit oder ein Schädlingsbefall vor, wobei dann die Frage ist, wie man das feststellen kann. Was mir noch aufgefallen ist: wenn man die Stämme der “kaputten” Pflanzen anschaut, sieht das aus, als ob die Rinde “aufgeplatzt” wäre, und bei den “gesunden” Hecken sieht das nichgt so aus, da ist die Rinde geschlossen.

Wir sind inzwischen wirklich ratlos, möchten aber natürlich nicht zusehen, wie immer mehr Pflanzen braun werden und eingehen, unabhängig davon, dass so viele Hecken in dieser Größe nicht ganz billig sind – kannst Du uns uns helfen oder zumindest einen Rat geben?

Thuja Brabant Perlschlauch, Thuja wird trotzdem braun
Thuja Brabant, Löcher in Rinde
Tropfschlauch bei Thuja Brabant mit braune Stellen
Thuja Brabant, Löcher in Rinde
Tropfschlauch - Perlschlauch Thuja Brabant
Thuja Brabant als Unterpflanzung, gewässert mit Tropfschlauch
Thuja brabant Hecke mit Tropfschlauch und Braunung
Thuja brabant Hecke mit Tropfschlauch
Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

herzlichen Dank für die schnelle Reaktion / Antwort.
Zuerst zu Ihrer Frage, wie wir gießen: wir haben von Beginn an – also seit über 6 Jahren – die automatische Beregnung inklusive Gardena Tropfschlauch in Betrieb. Der Tropfschlauch läuft im Frühjahr jeden zweiten Tag und im Sommer / Herbst jeden Tag, immer Abends, Zeitdauer je 1 Stunde. Zusätzlich bekommen die (kleineren) Thuja unter den Bäumen nochmal Wasser von oben durch die Rasenberegnung.

Das komische ist: das hat all die Jahre funktioniert, und seit letztem Jahr auf einmal nicht mehr…ich habe jetzt schon überlegt, einen zweiten Tropfschlauch zu legen, und ich werde bei den kleineren Thuja mal Ihren Rat mit Heckenkraft Extra und Heckenkraft 2 versuchen. Hoffen wir, dass es klappt…;.-)

2 Fragen hab ich aber noch:
(1) Was ist gemeint mit “mal zu schauen oder es klebrige Schwarze Stellen gibt hinter die braunen Stellen” – wo genau soll ich da schauen? Am Stamm?

(2) Jetzt, wo Sie es geschrieben haben: wir haben in der Tat immer wieder mit Wühlmäusen zu tun, mal mehr mal weniger – könnten die die Ursache sein?

Ganz lieben Dank für Ihre Hilfe und Gruß

Gerhard

P.S: Habe eben erst gesehen, dass in Ihrer Antwort die “schwarzen Stellen” verlinkt waren – hab mir das eben angschaut und werde, sobald es hier aufhört zu regen, die Pflanzen überprüfen…

Gerhard
Gerhard
Reply to  Gerhard
2 Monate vor

Hallo Jaap,

ich habe die Pflanzen gecheckt, keine klebrigen schwarzen Stellen, nur kleine gelbe Verfärbungen an 2 Pflanzen, die allmählich auch braun werden.

Heckenkraft Extra und -2 hab ich bestellt und werde es gießen, sobald es hier ist.

Noch eine Frage: soll ich vorher / vor dem Gießen die braunen Äste wegschneiden?

Viele Grüße und Danke nochmal für Ihre Hilfe!

Gerhard

Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.00.38.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.00.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.19.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.39.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.54.jpg
Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

super, Danke! Dann passe ich die Beregnungsintervalle langsam an, weniger Tage dafür längere Gießzeiten. Plus die Heckenkraft-Versorgung, sobald sie da ist.

Bleibt die Frage: die braunen Stellen wegschneiden oder dranlassen?

Herzliche Grüße

Gerhard

Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

kein Problem, 2 halbe sind ja auch ein ganze…;-)

Die Sendung ist heute bei uns angekommen, sobald das Wetter es zulässt, gehe ich ran und berichte dann, ob und wie es funktioniert hat. Vielen vielen Dank aber jetzt schon für Ihre Hilfe!!

Gruß
Gerhard

Gerhard
Gerhard
Reply to  Gerhard
2 Monate vor

Hallo Jaap,

kurzes Update: wir haben jetzt alle Hecken “gesäubert”, sowohl oben als auch am Boden, und wir haben zum Teil bis zu 30 Zentimeter altes Schnittgut und Blätter (also quasi feuchten Humus) vom Boden abgetragen – kein Wunder, dass da vermutlich kein Wasser mehr an die Wurzeln kam. Zweiter Tropfschlauch ist ebenfalls verlegt, der Beregnungsrythmus wird bereits langsam umgestellt auf viel weniger Tage, aber dann viel mehr Wasser. Wir haben jetzt nochmal Extra und HK2 nachgeordert und werden alle Thuja damit düngen, und dann hoffen wir mal, dass wir das Absterben stoppen können…
Gruß Gerhard

Steffen
Steffen
4 Monate vor

Wir haben ca. 120 m Eiben Hecke. An manchen stellen werden diese von innen heraus braun. Im oberen Teil der Eibe treiben diese weiter aus. (siehe Bilder) Es ist seltsam das dies auch sporatisch auftaucht. Sprich 10 Eiben sind super grün und dann zwischendrin eine oder 2 die schwächeln. Nachdem ich die Berichte hier gelesen habe liegt es daran das wir mit der Tröpfchenbewässerung zu gleichmäßig und zu viel gewässert haben, richtig? Und auch Düngen war nie unsere Stärke da wir keinen gescheiten Flüssigdünger gefunden haben und Dünger den man in die Erde einbringen muss, sprich untergraben schlichtweg bei 120 m unmöglich ist.

Neben den oben aufgefphrten Fragen habe ich Fragen zu deinen BEwässerungsempfehlungen:
1) Während oder noch besser kurz bevor die Pflanzen zum Frühjahrsbeginn austreiben, ist es immer gut, ein- oder zweimal Wasser zu geben (immer unsere ‘2 x 30 Sekunden-Regel’ hantieren). Vor allem dann, wenn es während oder kurz nach dem Winter lange Zeit trocken war. Danach können sie es wieder eine Weile aushalten.

Was meinst du mit ein bis zweimal? pro Woche/pro Monat?

2) Ab etwa April/Mai (je nach Pflanzenart), während der Blüte und des Wachstums von neuen Trieben sowie etwas später zu Beginn der Fruchtbildung, ist wiederum eine beträchtliche Wassermenge erwünscht. Dadurch wird die Bildung von gelben Blättern und gelben Nadeln in Ihrer Hecke begrenzt.

wie oft sollte man in dieser Zeit wässern,. Täglich?

Letzte Frage: Bei sehr gesunden Eiben kommt es vor das auf einmal ein kleiner Ast gelbe Nadeln produziert, siehe Foto. Worauf ist das zurückzuführen?

Bei der länge würde ich 4 Jahrespakete benötigen, richtig? Wird ganz schön teuer. Wie ist der Dünger einzubringen?

LG und vielen Dank im voraus für deine Antworten
Steffen

Eibenhecke bzw Eiben, sehr durchsichtig und kahl, gewässert mit Tropfschlauch
Eiben in einer Eibenhecke, gewässert mit Tropfschlauch, sieht etwas kahl aus, man die Stämme sehen
Eibenhecke treibt gut aus, bewässert mit Tropfschlauch
Eibe, gewässert mit Perlschlauch, ist teilweise durchsichtig und kahl.
Eibe, gewässert mit Tropfschlauch, sieht durchsichtig und nicht gesund aus
Steffen
Steffen
Reply to  Jaap Metsemakers
3 Monate vor

Hallo Jaap,
vielen Dank für deine Antworten. Hat mir viel geholfen. Ich werde meine Bewässerung entsprechend anpassen. Kannst du dich bitte noch melden wegen den vielen lfm. der Hecke und dem Dünger.
lG Steffen

Claudia Thiesies
Claudia Thiesies
9 Monate vor

Ich habe habe an zwei Grundstücksseiten jeweils 20 Meter Braband stehen. Die eine Seite ist (im Moment noch) durch Nachbarshecke vor Sonne geschützt und sieht ganz gut aus. Die gegenüberliegende Seite bekommt von 11 bis 17 die pralle Sonne zu spüren. Leider hatte ich vor 6 Jahren noch nicht die Erfahrung wie heute. Würde nie wieder Thuja pflanzen. Bei dieser Hecke wurden 5 Pflanzen schon durch Bergilex Blondie ersetzt. Weitere 5 Pflanzen sind bzw. werden braun und müssen im kommenden Jahr ersetzt werden.

Meine Idee im letzten Frühjahr war, ein Drainagerohr (5 cm Durchmesser) auf der Sonnenseite kurz unter der Erde (Sandboden) dicht am Wurzelballen zu verlegen, um so Wasser direkt an den Wurzelballen zu geben. Es wird von beiden Seiten ein Schlauch ins Rohr gehalten und nach einer Stunde ist der Boden oberhalb durch nässt und ich schalte die Pumpe wieder aus. Allerdings wird die Hecke so nur einseitig mit Wasser versorgt. In wie weit auch auf der anderen Seite der Wurzel durchfeuchtet ist, hab ich noch nicht geprüft.

Was halten Sie von dieser Art zu wässern. Würden Sie mir ehr abraten oder soll ich das so fortführen.

Viele Grüße
Claudia Th.

P.S. Warum die Pflanzen braun werden weiß ich nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von zu wenig Wasser kommt, denn meine Nachbarn haben mich schon ausgelacht “Na, biste wieder am gießen? Du musst ja viel Zeit haben … hahaha”.

Jaap Metsemakers
Reply to  Claudia Thiesies
9 Monate vor

Hallo Frau Thieses, danke für Ihre ausführliche Beitrage. Ich werde Ihre Fragen versuchen zu beantworten.

Was halten Sie von dieser Art zu wässern? Würden Sie mir ehr abraten oder soll ich das so fortführen.

Das erwünschter regelmäßige Gießen handelt sich ja vor allem um Frühling und Sommer (im Herbst und den Winter reicht ab und zu gießen wenn es sehr lange trocken ist). Unter normale Umstände (ein guten Boden mit ein gesundes Bodenleben) reicht einmal alle 2 bis 3 Wochen gießen dann schon, auch im Sommer (wenn Sie aber kräftig gießen, d.h. 2 X ca. 30/40 Sekunden pro Baum). Wenn Ihnen dies zu oft und zu viel Arbeit ist, dann müssen Sie sich in ter tat so etwas überlegen wie ein Tropfschlauch oder so etwas was Sie schreiben. Dann aber lieber an beiden Seiten. Das Wassert gelangt nämlich bestimmt nicht von der eine nach der anderen Seite. Und dann bekommt man letztendlich nur noch an einer Seite Wurzeln.

P.S. Warum die Pflanzen braun werden weiß ich nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von zu wenig Wasser kommt, denn meine Nachbarn haben mich schon ausgelacht “Na, biste wieder am gießen?

Das ist in ter tat witzig. Dies bringt mir aber auch auf die folgende Gedanken:

  • Wenn der Boden relativ sandig und/oder anderswie sehr durchlässig ist, und Sie gießen wirklich sehr viel, dann kann es sein dass der Boden ´sauber´ gespült ist. Im negative Sinne des Wortes. Ich meine dass alle Nährstoffen, Spurenelemente und Humus weggespült sind. Dann macht es vielleicht Sinn dies anzufüllen mit Heckenkraft oder ein anderen Dünger (wir meinen natürlich dass unsere der beste ist?).
  • Ist den Boden eher nicht sehr durchlässig, dann kann es auch sein dass die Wurzeln verfaulen von das viele Wasser. Wenn diejenige Pflanzen die am niedrigsten stehen, am schlechtesten aussehen, dann ist dies höchstwahrscheinlich der Fall. Sehen die eher am besten aus, dann gießen Sie vielleicht doch noch zu wenig. Ist das Gelände total gerade, dann hilft diese Anweisung Ihnen natürlich nicht (also in ´Holland´ kann keine etwas damit…?).

Ich hoffe dass Ich Ihnen ein bisschen weitergeholfen habe.

Schöne Grüße und frohe Weihnachten (trotz der Lockdown).

Ugur
Ugur
11 Monate vor

Ich habe mittlerweile fast das halbe Internet bezüglich „richtiges Gießen“ durchgelesen, da ich 40 Thuyas Smaragd (200cm) neu gepflanzt hatte und eine nach der anderen braun geworden ist. Diese Seite hier ist mal endlich eine sehr gute Erklärung die auch alltagstauglich ist! Super!

Nach zahlreichen Gesprächen mit Gärtnern, Bauhäusern etc konnte mir bis heute niemand sagen ob ich zu viel oder zu wenig gegossen habe. Nun ist es zu spät und seit Mai bis heute ist fast der gesamte Bestand ausgefallen und ich werde nun auf die heimische Eibe umsteigen. Diese kommen in ca. 2 Wochen und ich möchte es diesmal von Anfang an richtig machen.

Die Situation vor Ort ist folgende, dass alle Pflanzen in eine Art „Hochbeet“ gepflanzt werden. Dieses Hochbeet ist dadurch entstanden, weil wir eine Hang in 2 abgetreppten Reihen sowohl mit Schalungssteinen als auch mit LSteine abgefangen haben. Zwischen den beiden Reihen wurde das Material aus dem Hang (Hoddle und schwerer Boden) verfüllt. Dort habe hatte ich eine 40×40 Graben gezogen und die Pflanzen in neuen Mutterboden gesetzt. Der Verkäufer hat mich abgeleitet jede Thuya mit mind. 20 Liter zu wässern. Da mir das aber sehr viel vorkam habe ich es dann später reduziert. Am Ende ist mir fast der gesamte Bestand ausgefallen.

Haben Sie eine Idee was ich tun kann um die Ursache zu ergründen?

Jaap Metsemakers
Reply to  Ugur
11 Monate vor

Hallo Ugur, danke für Ihre Beitrage und die Bilder. Ja, ich vermute dass die Thujas an zu viel Wasser gestorben sind. So sehen sie auch aus auf die Bilder. Die Wurzeln sind verfault. Solche Hochbeete, sind ziemlich empfindlich dafür weil das Wasser sich nicht verbreiten kann. Leider ist es so dass Eiben noch empfindlicher dafür sind als Thujas. Bei die Eiben ist es also mindestens so wichtig es vom Anfang an richtig zu machen mit das Gießen. Wichtig dabei ist, dass der Boden zwischen den Gieß-Reihen durch auch ein bisschen austrocknen kann. In diese Zeit, wo der Bodem langsam austrocknet (erst oben, dann auch tiefer), bildet der Eibe neue Wurzeln und versuchen die Wurzeln sogesagt das Wasser zu verfolgen. Ist es permanent Nass, dann werden keine neue Wurzeln gebildet und verfaulen die alte. Aber natürlich muss man wieder gießen vor es zu spät ist. Aber ein bisschen an der späte Seite, ist weniger schlimm als zu oft und zu viel gießen, vor allem in so einem Hochbeet. Aber am Anfang der Frühling, oder besser, eigentlich sofort am Ende der Winter, ist das Gießen bei neu gepflanzte Eiben auch sehr wichtig um zu vermeiden was wir dieses Jahr hätten mit viele Eiben (sehe dieser Artikel). Man muss da die richtige Balans finden die von Standort zu Standort anders ist. Ich habe jetzt nicht genug Zeit, um noch näher darauf einzugehen (ich muss noch viele Flaschen Heckenkraft füllen). Aber ich würde gerne später darauf zurückkommen, wenn ich mehr Zeit habe. Eine Erinnerung von Ihrer Seite hilft dabei ;-).

Ugur
Ugur
Reply to  Ugur
11 Monate vor

Um die Situation besser zu schildern habe ich Bilder vor der Pflanzung, kurz danach und 4 Monate später gemacht.

Hochbeet für Heckenpflanzen
Thuja Smaragd als Hecke in einem Hochbeet bzw. hohen Pflanzbeet
Thujen als Hecke in einem Hochbeet, zeigen schweren Braunfärbungen und sind teilweise komplett braun.
Pflanzloch
mikel
mikel
1 Jahr vor

Schönen guten Tag,

mir hat ihr Beitrag sehr gut gefallen und es war sehr erhellend diese Informationen zu erhalten 🙂

Ich habe vor eine Hecke aus der Bambussorte Fargesia Maasai zu pflanzen und würde gerne eine automatische Bewässerung dafür nutzen.
Können Sie Ratschläge zu der Intensität und Dauer der Bewässerung geben?

Jaap Metsemakers
Reply to  mikel
1 Jahr vor

Hallo Mikel, danke für Ihre Frage.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Bambusspezialist bin. Aber ich habe mal in hauptsächlich englischen Blogs über Bambus recherchiert. Es scheint (aber ich möchte von anderen Lesern, die mehr darüber wissen, gerne korrigiert werden), dass neu gepflanzter Bambus tatsächlich jeden Tag gewässert werden sollte. Ich würde das immer mit dem (Hand-)-Gartenschlauch machen, dies wird den Boden besser durchwässern. Aber selbst wenn sie einmal gewachsen sind, ist es fast unmöglich, Bambus zu viel zu gießen, steht überall geschrieben. Besonders im Sommer. Für mich, der sich mit Taxus, Nadelbäumen und einheimischen Heckenpflanzen besser auskennt, klingt dies unnatürlich. Aber ein Bambus ist eine ganz andere Pflanze mit einem ganz anderen Ursprung. Also neige ich sowieso dazu, das zu glauben. Ich denke daher, dass ein Tropfschlauch für eine Bambushecke sinnvoll ist.
Ich würde jedoch immer 2 Tropfschläuche verlegen, damit die gesamte Bodenoberfläche bewässert wird. Aber genau wie oft und wie lange Sie es laufen lassen müssen, wage ich hier nicht zu sagen, denn dann habe ich Angst, dass ich etwas Falsches mit schwerwiegenden Konsequenzen sagen werde (Bambus ist schließlich teuer). Ich hoffe ich habe trotzdem ein bisschen geholfen.Vielleicht reagiert hier noch jemand der mehr davon weiß. Schöne Grüße, Jaap

mikel
mikel
Reply to  Jaap Metsemakers
1 Jahr vor

Vielen Dank für Ihre Recherche, das hat mir schonmal sehr geholfen!

Jan Polivka
Jan Polivka
1 Jahr vor

Super informativ, danke! Habe einen Bewässerungsschlauch auf die Humusoberfläche in Betonpflanzentrögen von ca. 50cm Tiefe und Breite verlegt, mit Bewässerung 2x täglich 30 Minuten. Die Bewässerung ist im Trog auf diesen 50cm breite bereits ziemlich ungleichmäßig und möglicherweie oberflächlich, ich hatte allerdings Angst vor Staunässe. Gilt das hier geschriebene auch für Tröge? Wäre eine Verlegung von zwei Schläuchen gjeweils entlang der Außenwände besser – größerer Abstand von Pflanze und ev. tiefere Wassereinsickerung entlang der Innenwand? Vielen Dank für ev. Antwort!

Jaap Metsemakers
Reply to  Jan Polivka
1 Jahr vor

Hallo Herr Polivka, vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre Komplimente. Ich denke, zwei Tropfschläuche, auch in Pflanzentrögen, sind besser als nur einer. Außerdem kann ich nicht viel dazu sagen, weil ich überhaupt keine Erfahrung mit Pflanzkübel habe. Es wäre schön, wenn jemand antworten würde, der mehr Erfahrung / Verständnis von Pflanzen in Pflanzgefäßen hat. Wenn ich Pflanzen in Pflanzgefäßen hätte, würde ich es einfach ausprobieren und sehen, was funktioniert. Aber ich verstehe, dass Sie Ihre Pflanzen nicht mit zu viel oder zu wenig Wasser beschädigen wollen. Ich würde auch in Kübel wahrscheinlich meine Art von Gießen anwenden: Viel Gießen, dann der Kübel etwas austrocknen lassen und dann gerade noch rechtzeitig wieder gießen. Um die Wurzelbildung zu stimulieren. Dabei muss dass Wasser aber bis unten in die Kübel geraten, anders funktioniert das nicht. Lassen wir hoffen da meldet sich noch jemand der alles hiervon ab weiß. Vg, Jaap

Abonnieren
Abonnieren
guest
26 Comments
neueste
älteste
Inline Feedbacks
View all comments
Gerhard
Gerhard
2 Monate vor

Guten Tag, wir sind aufgrund einer Empfehlung von Bekannten auf Deine Seite gekommen und hoffen sehr, endlich eine kompetente Hilfestellung für unser Thuja-Problem zu bekommen. Wir haben 2014 das halbe Grundstück umlaufend mit verschieden hohen Thuja bepflanzen lassen (ca. 100 lfd Meter), die Bewässerung erfolgt über automatisierten Tropfschlauch. Die Hecken haben sich gut entwickelt, aber 2019 fielen dann erste einzelne Hecken recht schnell aus und wurden ersetzt. Bis auf eine (die nun auch wieder abstirbt) sind diese neuen Thuja auch angewachsen, allerdings zeigt sich seit letztem Jahr ein brauner Heckenausfall entlang der gesamten Bepflanzung, so dass wir bisher schon 4 oder 5 abgestorbene entfernen lassen mussten. Das Problem taucht auch auf Pflanzen auf, die 6 Jahre lang toll wuchsen und überhaupt keine braune Stellen hatten. Unser Gartenbauer hat letztes Jahr alle Hecken für mein Empfinden sehr stark beschnitten, so dass meinem Empfinden nach noch mehr braune Stellen auftraten als zuvor.
Auf unsere Nachfrage, worin das Problem liegen könnte, kam seitens des Gartenbauers zuerst “zu trocken” und dann “zu nass”- er hat daraufhin den gesamten Tropfschlauch kontrolliert und festgestellt, dass alles in Ordnung ist und es eigentlich nicht an der Bewässerung liegen kann. Dann teilte er uns mit, dass es im Moment ein “allgemeines Thuja-Sterben” geben würde und man nicht wisse, woran es liegt. Ein zweiter konsultierter Gartenbauer tippte erst auf Borkenkäfer (was sich nicht bestätigte), und auch er sprach dann von “allgemeinem Liefern- und Thuja-Sterben”. Einig waren sich beide auch darin, keine künstlichen Dünger oder Salze zu verwenden.

Ich tu mich wirklich schwer mit dieser “Erklärung” und glaube, dass es etwas mit der Bodenbeschaffenheit bzw. mit Nährstoffen zu tun hat, die Thuja nach mehr als 5 Jahren vielleicht einfach brauchen – oder es liegt eine Krankheit oder ein Schädlingsbefall vor, wobei dann die Frage ist, wie man das feststellen kann. Was mir noch aufgefallen ist: wenn man die Stämme der “kaputten” Pflanzen anschaut, sieht das aus, als ob die Rinde “aufgeplatzt” wäre, und bei den “gesunden” Hecken sieht das nichgt so aus, da ist die Rinde geschlossen.

Wir sind inzwischen wirklich ratlos, möchten aber natürlich nicht zusehen, wie immer mehr Pflanzen braun werden und eingehen, unabhängig davon, dass so viele Hecken in dieser Größe nicht ganz billig sind – kannst Du uns uns helfen oder zumindest einen Rat geben?

Thuja Brabant Perlschlauch, Thuja wird trotzdem braun
Thuja Brabant, Löcher in Rinde
Tropfschlauch bei Thuja Brabant mit braune Stellen
Thuja Brabant, Löcher in Rinde
Tropfschlauch - Perlschlauch Thuja Brabant
Thuja Brabant als Unterpflanzung, gewässert mit Tropfschlauch
Thuja brabant Hecke mit Tropfschlauch und Braunung
Thuja brabant Hecke mit Tropfschlauch
Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

herzlichen Dank für die schnelle Reaktion / Antwort.
Zuerst zu Ihrer Frage, wie wir gießen: wir haben von Beginn an – also seit über 6 Jahren – die automatische Beregnung inklusive Gardena Tropfschlauch in Betrieb. Der Tropfschlauch läuft im Frühjahr jeden zweiten Tag und im Sommer / Herbst jeden Tag, immer Abends, Zeitdauer je 1 Stunde. Zusätzlich bekommen die (kleineren) Thuja unter den Bäumen nochmal Wasser von oben durch die Rasenberegnung.

Das komische ist: das hat all die Jahre funktioniert, und seit letztem Jahr auf einmal nicht mehr…ich habe jetzt schon überlegt, einen zweiten Tropfschlauch zu legen, und ich werde bei den kleineren Thuja mal Ihren Rat mit Heckenkraft Extra und Heckenkraft 2 versuchen. Hoffen wir, dass es klappt…;.-)

2 Fragen hab ich aber noch:
(1) Was ist gemeint mit “mal zu schauen oder es klebrige Schwarze Stellen gibt hinter die braunen Stellen” – wo genau soll ich da schauen? Am Stamm?

(2) Jetzt, wo Sie es geschrieben haben: wir haben in der Tat immer wieder mit Wühlmäusen zu tun, mal mehr mal weniger – könnten die die Ursache sein?

Ganz lieben Dank für Ihre Hilfe und Gruß

Gerhard

P.S: Habe eben erst gesehen, dass in Ihrer Antwort die “schwarzen Stellen” verlinkt waren – hab mir das eben angschaut und werde, sobald es hier aufhört zu regen, die Pflanzen überprüfen…

Gerhard
Gerhard
Reply to  Gerhard
2 Monate vor

Hallo Jaap,

ich habe die Pflanzen gecheckt, keine klebrigen schwarzen Stellen, nur kleine gelbe Verfärbungen an 2 Pflanzen, die allmählich auch braun werden.

Heckenkraft Extra und -2 hab ich bestellt und werde es gießen, sobald es hier ist.

Noch eine Frage: soll ich vorher / vor dem Gießen die braunen Äste wegschneiden?

Viele Grüße und Danke nochmal für Ihre Hilfe!

Gerhard

Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.00.38.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.00.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.19.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.39.jpg
Bildschirmfoto 2021-07-07 um 13.01.54.jpg
Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

super, Danke! Dann passe ich die Beregnungsintervalle langsam an, weniger Tage dafür längere Gießzeiten. Plus die Heckenkraft-Versorgung, sobald sie da ist.

Bleibt die Frage: die braunen Stellen wegschneiden oder dranlassen?

Herzliche Grüße

Gerhard

Gerhard
Gerhard
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

kein Problem, 2 halbe sind ja auch ein ganze…;-)

Die Sendung ist heute bei uns angekommen, sobald das Wetter es zulässt, gehe ich ran und berichte dann, ob und wie es funktioniert hat. Vielen vielen Dank aber jetzt schon für Ihre Hilfe!!

Gruß
Gerhard

Gerhard
Gerhard
Reply to  Gerhard
2 Monate vor

Hallo Jaap,

kurzes Update: wir haben jetzt alle Hecken “gesäubert”, sowohl oben als auch am Boden, und wir haben zum Teil bis zu 30 Zentimeter altes Schnittgut und Blätter (also quasi feuchten Humus) vom Boden abgetragen – kein Wunder, dass da vermutlich kein Wasser mehr an die Wurzeln kam. Zweiter Tropfschlauch ist ebenfalls verlegt, der Beregnungsrythmus wird bereits langsam umgestellt auf viel weniger Tage, aber dann viel mehr Wasser. Wir haben jetzt nochmal Extra und HK2 nachgeordert und werden alle Thuja damit düngen, und dann hoffen wir mal, dass wir das Absterben stoppen können…
Gruß Gerhard

Steffen
Steffen
4 Monate vor

Wir haben ca. 120 m Eiben Hecke. An manchen stellen werden diese von innen heraus braun. Im oberen Teil der Eibe treiben diese weiter aus. (siehe Bilder) Es ist seltsam das dies auch sporatisch auftaucht. Sprich 10 Eiben sind super grün und dann zwischendrin eine oder 2 die schwächeln. Nachdem ich die Berichte hier gelesen habe liegt es daran das wir mit der Tröpfchenbewässerung zu gleichmäßig und zu viel gewässert haben, richtig? Und auch Düngen war nie unsere Stärke da wir keinen gescheiten Flüssigdünger gefunden haben und Dünger den man in die Erde einbringen muss, sprich untergraben schlichtweg bei 120 m unmöglich ist.

Neben den oben aufgefphrten Fragen habe ich Fragen zu deinen BEwässerungsempfehlungen:
1) Während oder noch besser kurz bevor die Pflanzen zum Frühjahrsbeginn austreiben, ist es immer gut, ein- oder zweimal Wasser zu geben (immer unsere ‘2 x 30 Sekunden-Regel’ hantieren). Vor allem dann, wenn es während oder kurz nach dem Winter lange Zeit trocken war. Danach können sie es wieder eine Weile aushalten.

Was meinst du mit ein bis zweimal? pro Woche/pro Monat?

2) Ab etwa April/Mai (je nach Pflanzenart), während der Blüte und des Wachstums von neuen Trieben sowie etwas später zu Beginn der Fruchtbildung, ist wiederum eine beträchtliche Wassermenge erwünscht. Dadurch wird die Bildung von gelben Blättern und gelben Nadeln in Ihrer Hecke begrenzt.

wie oft sollte man in dieser Zeit wässern,. Täglich?

Letzte Frage: Bei sehr gesunden Eiben kommt es vor das auf einmal ein kleiner Ast gelbe Nadeln produziert, siehe Foto. Worauf ist das zurückzuführen?

Bei der länge würde ich 4 Jahrespakete benötigen, richtig? Wird ganz schön teuer. Wie ist der Dünger einzubringen?

LG und vielen Dank im voraus für deine Antworten
Steffen

Eibenhecke bzw Eiben, sehr durchsichtig und kahl, gewässert mit Tropfschlauch
Eiben in einer Eibenhecke, gewässert mit Tropfschlauch, sieht etwas kahl aus, man die Stämme sehen
Eibenhecke treibt gut aus, bewässert mit Tropfschlauch
Eibe, gewässert mit Perlschlauch, ist teilweise durchsichtig und kahl.
Eibe, gewässert mit Tropfschlauch, sieht durchsichtig und nicht gesund aus
Steffen
Steffen
Reply to  Jaap Metsemakers
3 Monate vor

Hallo Jaap,
vielen Dank für deine Antworten. Hat mir viel geholfen. Ich werde meine Bewässerung entsprechend anpassen. Kannst du dich bitte noch melden wegen den vielen lfm. der Hecke und dem Dünger.
lG Steffen

Claudia Thiesies
Claudia Thiesies
9 Monate vor

Ich habe habe an zwei Grundstücksseiten jeweils 20 Meter Braband stehen. Die eine Seite ist (im Moment noch) durch Nachbarshecke vor Sonne geschützt und sieht ganz gut aus. Die gegenüberliegende Seite bekommt von 11 bis 17 die pralle Sonne zu spüren. Leider hatte ich vor 6 Jahren noch nicht die Erfahrung wie heute. Würde nie wieder Thuja pflanzen. Bei dieser Hecke wurden 5 Pflanzen schon durch Bergilex Blondie ersetzt. Weitere 5 Pflanzen sind bzw. werden braun und müssen im kommenden Jahr ersetzt werden.

Meine Idee im letzten Frühjahr war, ein Drainagerohr (5 cm Durchmesser) auf der Sonnenseite kurz unter der Erde (Sandboden) dicht am Wurzelballen zu verlegen, um so Wasser direkt an den Wurzelballen zu geben. Es wird von beiden Seiten ein Schlauch ins Rohr gehalten und nach einer Stunde ist der Boden oberhalb durch nässt und ich schalte die Pumpe wieder aus. Allerdings wird die Hecke so nur einseitig mit Wasser versorgt. In wie weit auch auf der anderen Seite der Wurzel durchfeuchtet ist, hab ich noch nicht geprüft.

Was halten Sie von dieser Art zu wässern. Würden Sie mir ehr abraten oder soll ich das so fortführen.

Viele Grüße
Claudia Th.

P.S. Warum die Pflanzen braun werden weiß ich nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von zu wenig Wasser kommt, denn meine Nachbarn haben mich schon ausgelacht “Na, biste wieder am gießen? Du musst ja viel Zeit haben … hahaha”.

Jaap Metsemakers
Reply to  Claudia Thiesies
9 Monate vor

Hallo Frau Thieses, danke für Ihre ausführliche Beitrage. Ich werde Ihre Fragen versuchen zu beantworten.

Was halten Sie von dieser Art zu wässern? Würden Sie mir ehr abraten oder soll ich das so fortführen.

Das erwünschter regelmäßige Gießen handelt sich ja vor allem um Frühling und Sommer (im Herbst und den Winter reicht ab und zu gießen wenn es sehr lange trocken ist). Unter normale Umstände (ein guten Boden mit ein gesundes Bodenleben) reicht einmal alle 2 bis 3 Wochen gießen dann schon, auch im Sommer (wenn Sie aber kräftig gießen, d.h. 2 X ca. 30/40 Sekunden pro Baum). Wenn Ihnen dies zu oft und zu viel Arbeit ist, dann müssen Sie sich in ter tat so etwas überlegen wie ein Tropfschlauch oder so etwas was Sie schreiben. Dann aber lieber an beiden Seiten. Das Wassert gelangt nämlich bestimmt nicht von der eine nach der anderen Seite. Und dann bekommt man letztendlich nur noch an einer Seite Wurzeln.

P.S. Warum die Pflanzen braun werden weiß ich nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das von zu wenig Wasser kommt, denn meine Nachbarn haben mich schon ausgelacht “Na, biste wieder am gießen?

Das ist in ter tat witzig. Dies bringt mir aber auch auf die folgende Gedanken:

  • Wenn der Boden relativ sandig und/oder anderswie sehr durchlässig ist, und Sie gießen wirklich sehr viel, dann kann es sein dass der Boden ´sauber´ gespült ist. Im negative Sinne des Wortes. Ich meine dass alle Nährstoffen, Spurenelemente und Humus weggespült sind. Dann macht es vielleicht Sinn dies anzufüllen mit Heckenkraft oder ein anderen Dünger (wir meinen natürlich dass unsere der beste ist?).
  • Ist den Boden eher nicht sehr durchlässig, dann kann es auch sein dass die Wurzeln verfaulen von das viele Wasser. Wenn diejenige Pflanzen die am niedrigsten stehen, am schlechtesten aussehen, dann ist dies höchstwahrscheinlich der Fall. Sehen die eher am besten aus, dann gießen Sie vielleicht doch noch zu wenig. Ist das Gelände total gerade, dann hilft diese Anweisung Ihnen natürlich nicht (also in ´Holland´ kann keine etwas damit…?).

Ich hoffe dass Ich Ihnen ein bisschen weitergeholfen habe.

Schöne Grüße und frohe Weihnachten (trotz der Lockdown).

Ugur
Ugur
11 Monate vor

Ich habe mittlerweile fast das halbe Internet bezüglich „richtiges Gießen“ durchgelesen, da ich 40 Thuyas Smaragd (200cm) neu gepflanzt hatte und eine nach der anderen braun geworden ist. Diese Seite hier ist mal endlich eine sehr gute Erklärung die auch alltagstauglich ist! Super!

Nach zahlreichen Gesprächen mit Gärtnern, Bauhäusern etc konnte mir bis heute niemand sagen ob ich zu viel oder zu wenig gegossen habe. Nun ist es zu spät und seit Mai bis heute ist fast der gesamte Bestand ausgefallen und ich werde nun auf die heimische Eibe umsteigen. Diese kommen in ca. 2 Wochen und ich möchte es diesmal von Anfang an richtig machen.

Die Situation vor Ort ist folgende, dass alle Pflanzen in eine Art „Hochbeet“ gepflanzt werden. Dieses Hochbeet ist dadurch entstanden, weil wir eine Hang in 2 abgetreppten Reihen sowohl mit Schalungssteinen als auch mit LSteine abgefangen haben. Zwischen den beiden Reihen wurde das Material aus dem Hang (Hoddle und schwerer Boden) verfüllt. Dort habe hatte ich eine 40×40 Graben gezogen und die Pflanzen in neuen Mutterboden gesetzt. Der Verkäufer hat mich abgeleitet jede Thuya mit mind. 20 Liter zu wässern. Da mir das aber sehr viel vorkam habe ich es dann später reduziert. Am Ende ist mir fast der gesamte Bestand ausgefallen.

Haben Sie eine Idee was ich tun kann um die Ursache zu ergründen?

Jaap Metsemakers
Reply to  Ugur
11 Monate vor

Hallo Ugur, danke für Ihre Beitrage und die Bilder. Ja, ich vermute dass die Thujas an zu viel Wasser gestorben sind. So sehen sie auch aus auf die Bilder. Die Wurzeln sind verfault. Solche Hochbeete, sind ziemlich empfindlich dafür weil das Wasser sich nicht verbreiten kann. Leider ist es so dass Eiben noch empfindlicher dafür sind als Thujas. Bei die Eiben ist es also mindestens so wichtig es vom Anfang an richtig zu machen mit das Gießen. Wichtig dabei ist, dass der Boden zwischen den Gieß-Reihen durch auch ein bisschen austrocknen kann. In diese Zeit, wo der Bodem langsam austrocknet (erst oben, dann auch tiefer), bildet der Eibe neue Wurzeln und versuchen die Wurzeln sogesagt das Wasser zu verfolgen. Ist es permanent Nass, dann werden keine neue Wurzeln gebildet und verfaulen die alte. Aber natürlich muss man wieder gießen vor es zu spät ist. Aber ein bisschen an der späte Seite, ist weniger schlimm als zu oft und zu viel gießen, vor allem in so einem Hochbeet. Aber am Anfang der Frühling, oder besser, eigentlich sofort am Ende der Winter, ist das Gießen bei neu gepflanzte Eiben auch sehr wichtig um zu vermeiden was wir dieses Jahr hätten mit viele Eiben (sehe dieser Artikel). Man muss da die richtige Balans finden die von Standort zu Standort anders ist. Ich habe jetzt nicht genug Zeit, um noch näher darauf einzugehen (ich muss noch viele Flaschen Heckenkraft füllen). Aber ich würde gerne später darauf zurückkommen, wenn ich mehr Zeit habe. Eine Erinnerung von Ihrer Seite hilft dabei ;-).

Ugur
Ugur
Reply to  Ugur
11 Monate vor

Um die Situation besser zu schildern habe ich Bilder vor der Pflanzung, kurz danach und 4 Monate später gemacht.

Hochbeet für Heckenpflanzen
Thuja Smaragd als Hecke in einem Hochbeet bzw. hohen Pflanzbeet
Thujen als Hecke in einem Hochbeet, zeigen schweren Braunfärbungen und sind teilweise komplett braun.
Pflanzloch
mikel
mikel
1 Jahr vor

Schönen guten Tag,

mir hat ihr Beitrag sehr gut gefallen und es war sehr erhellend diese Informationen zu erhalten 🙂

Ich habe vor eine Hecke aus der Bambussorte Fargesia Maasai zu pflanzen und würde gerne eine automatische Bewässerung dafür nutzen.
Können Sie Ratschläge zu der Intensität und Dauer der Bewässerung geben?

Jaap Metsemakers
Reply to  mikel
1 Jahr vor

Hallo Mikel, danke für Ihre Frage.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Bambusspezialist bin. Aber ich habe mal in hauptsächlich englischen Blogs über Bambus recherchiert. Es scheint (aber ich möchte von anderen Lesern, die mehr darüber wissen, gerne korrigiert werden), dass neu gepflanzter Bambus tatsächlich jeden Tag gewässert werden sollte. Ich würde das immer mit dem (Hand-)-Gartenschlauch machen, dies wird den Boden besser durchwässern. Aber selbst wenn sie einmal gewachsen sind, ist es fast unmöglich, Bambus zu viel zu gießen, steht überall geschrieben. Besonders im Sommer. Für mich, der sich mit Taxus, Nadelbäumen und einheimischen Heckenpflanzen besser auskennt, klingt dies unnatürlich. Aber ein Bambus ist eine ganz andere Pflanze mit einem ganz anderen Ursprung. Also neige ich sowieso dazu, das zu glauben. Ich denke daher, dass ein Tropfschlauch für eine Bambushecke sinnvoll ist.
Ich würde jedoch immer 2 Tropfschläuche verlegen, damit die gesamte Bodenoberfläche bewässert wird. Aber genau wie oft und wie lange Sie es laufen lassen müssen, wage ich hier nicht zu sagen, denn dann habe ich Angst, dass ich etwas Falsches mit schwerwiegenden Konsequenzen sagen werde (Bambus ist schließlich teuer). Ich hoffe ich habe trotzdem ein bisschen geholfen.Vielleicht reagiert hier noch jemand der mehr davon weiß. Schöne Grüße, Jaap

mikel
mikel
Reply to  Jaap Metsemakers
1 Jahr vor

Vielen Dank für Ihre Recherche, das hat mir schonmal sehr geholfen!

Jan Polivka
Jan Polivka
1 Jahr vor

Super informativ, danke! Habe einen Bewässerungsschlauch auf die Humusoberfläche in Betonpflanzentrögen von ca. 50cm Tiefe und Breite verlegt, mit Bewässerung 2x täglich 30 Minuten. Die Bewässerung ist im Trog auf diesen 50cm breite bereits ziemlich ungleichmäßig und möglicherweie oberflächlich, ich hatte allerdings Angst vor Staunässe. Gilt das hier geschriebene auch für Tröge? Wäre eine Verlegung von zwei Schläuchen gjeweils entlang der Außenwände besser – größerer Abstand von Pflanze und ev. tiefere Wassereinsickerung entlang der Innenwand? Vielen Dank für ev. Antwort!

Jaap Metsemakers
Reply to  Jan Polivka
1 Jahr vor

Hallo Herr Polivka, vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre Komplimente. Ich denke, zwei Tropfschläuche, auch in Pflanzentrögen, sind besser als nur einer. Außerdem kann ich nicht viel dazu sagen, weil ich überhaupt keine Erfahrung mit Pflanzkübel habe. Es wäre schön, wenn jemand antworten würde, der mehr Erfahrung / Verständnis von Pflanzen in Pflanzgefäßen hat. Wenn ich Pflanzen in Pflanzgefäßen hätte, würde ich es einfach ausprobieren und sehen, was funktioniert. Aber ich verstehe, dass Sie Ihre Pflanzen nicht mit zu viel oder zu wenig Wasser beschädigen wollen. Ich würde auch in Kübel wahrscheinlich meine Art von Gießen anwenden: Viel Gießen, dann der Kübel etwas austrocknen lassen und dann gerade noch rechtzeitig wieder gießen. Um die Wurzelbildung zu stimulieren. Dabei muss dass Wasser aber bis unten in die Kübel geraten, anders funktioniert das nicht. Lassen wir hoffen da meldet sich noch jemand der alles hiervon ab weiß. Vg, Jaap

26
0
Würde gerne deine Gedanken erfahren, bitte kommentieren.x
()
x