Gehen Thuja ein von ein Pilz oder Schimmelpilzbefall?

Die Thuja in unserer Region, weisen sie einen Pilzbefall oder Pilz-Krankheit auf?…

Ich bin oft in Deutschland unterwegs und spreche dort mit Kunden, Nachbarn von Kunden und Gartenbauexperten. In den letzten Jahren höre ich immer wieder, dass die Thujen in einer Region einen Schimmelpilzbefall aufweisen würden. Sie gingen in der Nachbarschaft alle ein. Wegen diesem Pilz sollte man zurzeit besser keine Thuja mehr anpflanzen.

In der Regel hat der Ursache nichts mit Schimmelpilze zu tun.

Ich möchte hier jetzt nicht behaupten, dass Thujen die robustesten Heckenpflanzen sind die es gibt. Ich möchte auch nicht behaupten, dass ein Thuja nicht von einem Pilz befallen werden kann. Bestimmt nicht. Aber bis das Gegenteil bewiesen ist, bleibe ich dabei, dass das Sterben der Thujas, in 9 von 10 Fällen nichts mit einem Pilz zu tun hat. Es ist schon richtig, dass Thuja-Hecken in den letzten Jahren vor allem im Sommer massenhaft eingehen. Vor allem die Arten Thuja Brabant und Thuja Smaragd, die keine tiefen Wurzeln bilden und daher empfindlich auf Dürren reagieren (welche Heckenpflanzen reagieren weniger stark auf Dürre). In privaten Gärten gehen auf jeden Fall viele Thujen ein. Soweit mir bekannt ist, geschieht dies jedoch nicht in den Gärtnereien bzw. Baumschulen. Das ist aber merkwürdig, denn durch die Monokultur verbreiten sich Pflanzenkrankheiten dort normalerweise sogar eher schneller. Ich habe noch keinen Baumzüchter gefunden, der diese Pilzkrankheit bestätigen kann.

Die Thuja bekommen einfach nicht genug Wasser

Eine Konifere, die nicht genug Wasser bekommt, wird natürlich irgendwann an der ein oder anderen Krankheit eingehen. Läuse oder ein Schimmelpilz können dabei ja klar der Todesschlag geben. Und wenn das massiv auftritt, sucht man dafür häufig nach einer komplexen Ursache. Vorzugsweise eine externe Ursache;-). Ich behaupte hier jedoch, dass die Ursache des Problems in neun von zehn Fällen ganz einfach in der Dürre zu suchen ist und nicht beim Pilz bzw. Pilzbefall. Gerade bei ausgewachsenen Thuja-Hecken wird unterschätzt, wie viel Wasser sie doch noch immer brauchen. Und kurze Regenschauer werden oftmals überbewertet…

Warum gibt es diese mysteriösen Schimmelpilz nicht in der Baumschule und nicht alle Garten?

Ich weiß natürlich nicht alles und kann auch nicht 100% sicher sein, ob ich Recht habe. Aber… ich habe noch von keiner Baumschule gehört, in der Thujen aufgrund dieses mysteriösen Schimmelpilzbefalls massenhaft eingehen. Außerdem sieht man eingegangene Thujahecken in unmittelbarer Nähe von Thujahecken, die noch schön und gesund aussehen. Das ist natürlich sehr bemerkenswert, wenn es sich um einen ansteckenden Thuja-Pilz handelt. Als der berühmte „Cylindrocladium-Pilz“ vor einigen Jahren den Buchsbaum massiv angriff, wurden in einer Straße keine Häuser übersprungen…Die Tatsache, dass es auf Baumschulen nicht zutrifft, ist für mich aber noch ein deutlicher Hinweis darauf, dass überhaupt keine alles vernichtende Schimmelpilzkrankheit vorliegt, die von einem Garten zum nächsten überginge.

Falls es doch Baumschulen gibt, die sicher sind, dass die Thujen in ihrer Baumschule massenhaft durch Schimmelpilze eingehen, bitte ich diese, hier unten zu reagieren. Sollte das doch der Fall sein, bin ich schnell umgestimmt, denn wie gesagt, weiß ich es auch nicht mit 100% sicherheit. Aber solange ich nichts von anderen Baumschulen höre, glaube ich nicht an die Story mit dem alles zerstörender Thuja-Schimmelpilz. Die Ursache ist viel einfacher: Zu wenig Wasser.

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