Löcher in Kirschlorbeer-Blätter. Schrotschusskrankheit bei Kirschlorbeer.

Löcher in Blätter
Schrotschusskrankheit beim (Portugiesischer) Kirschlorbeer

Eine Reihe von Pilzen und Bakterien können bei Kirschlorbeer (und andere Prunus-Arten) Löcher in Blatter bzw Schrotschusskrankheit verursachen. Mehrere Verursacher können gleichzeitig auftreten. Schrotschuss ist daher ein Sammelbegriff für mehrere Infektionen. Die Krankheit manifestiert sich hauptsächlich an den Blättern. Es entstehen kleine violette/rote Flecken mit gelber Mitte. Die Pflanze bildet einen natürlichen Abwehrring rundum den Befall. Der Fleck stirbt ab und wird braun. Der Verlust des toten braunen Gewebes verursacht Löcher im Blatt. Auffällig ist, dass sich die Krankheit in vielen Fällen bei der schlechtesten Bodenstruktur oder der geringsten Entwässerung ansiedelt. Schrottschusskrankheit bei Kirschlorbeer sieht zwarnicht schön aus und schwächt die Pflanze, ist aber selten tödlich und ist nicht komplett zu vermeiden. Es gehört ein bisschen dazu bei Kirschlorbeer, Krankheit ist meiner Meinung nach eigentlich ein zu schweres Wort.

Was erhöht das Risiko einer Schrotschuss-Erkrankung?

Verschiedene Faktoren können einen Befall mit Schrotschuss beeinflussen. Die Erkrankung tritt oft an Orten mit schlechter Bodenstruktur auf, zum Beispiel mit minimaler Entwässerung. Eine Folge dieser nassen Umstände kann sein, dass die Wurzeln der Pflanzen weniger vital sind. Da die Pflanze dadurch geschwächt ist, tritt die Schrotschuss-Krankheit eher auf. Daher ist ein guter Wasserhaushalt wichtig. Auch durch einen harten Winter oder einen schweren Befall mit Mehltau kann die Pflanze stark geschwächt werden, was sie anfälliger für andere Befälle macht. Schneiden oder zu oft schneiden macht auch empfindlich für die Schrottschusskrankheit.

Löcher in Blätter Kirschlorbeer: Schrotschuss-Krankheit.

Wann kommt Schrotschusskrankheit es am häufigsten vor?

Möglich ist es das ganze Jahr. Kurz nach der Winter in die alten Blätter und am Ende des Sommers in neu gebildete Blätter sieht man es am häufigsten.

Welcher Kirschlorbeer ist am wenigste empfindlich für Schottschusskrankheit und Mehltau?

Wenn die Pflanze (zu) stark wächst, durch zu viel Stickstoff-Düngung, wird das Risiko auf der Schrotschuss-Krankheit stark erhöht. „Heckenkraft“ gibt nur die minimal benötigte Stickstoffmenge, wurde aber gerade entwickelt, um die oben genannten schlechten Bodenverhältnisse zu verhindern/zu beheben.

3 Tipps vorbeugen und bekämpfen Schrotschuss-Krankheit bei Kirschlorbeer

Nicht zu viel Kunstdünger mit zu viel Stickstoff

Geben Sie den Pflanzen also nicht zu viel Stickstoff und Phosphat (z.B. mit Kunstdünger). Ich würde Düngemittel mit mehr als 6% Stickstoff übrigens niemals empfehlen, aber ich weiß, dass ich damit ziemlich alleine stehe. Wenn der Boden bereits gesund ist, ist dies für nichts gut. Ja, die Pflanze wächst vielleicht nóch schneller, die Blätter werden jedoch als Salat für Läuse und Pilze;-). Es gibt Baumschulen, die Kirschlorbeerbäume mit viel Stickstoff düngen (um die schneller hochwachsen zu lassen und verkaufen zu können), aber daher jeden Monat standardmäßig auch Fungizide gegen Pilze sprühen müssen.

Zuviel Stickstoff sollte auf keinen Fall nach Juli gegeben werden, das sorgt garantiert für Probleme. Wir sehen in der Gärtnerei deutlich, dass mehr Stickstoff nach Juli zu mehr Mehltau und Schrotschuss führt (und bei Eiben zu Schildläuse…).

Nicht mehr schneiden als nötig

Die meisten Leute schneiden nicht gerne. Also mit diesem Punkt wird es in der Regel von alleine schon klappen. Wenn Sie jedoch schnell wachsende Lorbeerarten in einem kleinen Garten haben, haben Sie keine andere Wahl, als häufig zu beschneiden. Überlegen Sie also vorher, ob die Lorbeerkirsche für Ihren Garten geeignet ist.

Bekämpfen mit Heckenkraft-3 und HK-Extra

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Mangel an Kalium Schrotschuss verursachen kann und dass das Nachfüllen von Kalium (ohne Stickstoff!) Schrotschuss und Mehltau entgegen wirken kann. Aus diesem Grund empfehlen wir „Heckenkraft-3“ häufig bei Kunden mit einem starken Angriff durch die Schrottschuskrankheit oder Mehltau (auch wenn HK-3 eigentlich für den Herbst gemeint ist und die Pflanze ein wenig hemt). Dieser HK-3 enthält nämlich relativ viel Kalium, aber kaum Stickstoff. Bei stark geschwächten Pflanzen ist es immer gut „Heckenkraft-3“ mit „HK-Extra“ zu kombinieren, um das Kalium für die Pflanze absorbierbarer zu machen.

Darüber hinaus sorgen die Bodenbakterien und die hohen Fulvin- und Humusgehalte in allen HK’s für einen wesentlich besseren Wasserhaushalt und eine bessere Bodenstruktur, die auch Schrotschuss stark entgegenwirkt.

Natürlich ist „Heckenkraft“ nicht die einzige oder komplette Lösung gegen die Schrotschuss-Krankheit. Es beginnt bereits mit dem Boden, in den Sie pflanzen. Ein guter Boden ist elementar. Wenn die Probleme sichtbar werden, ist diese Phase leider aber oft schon lange vorbei und man kann nur versuchen, den „schlechten Boden“ ein wenig besser zu machen. Wir sind (aus eigener Erfahrung) fest davon überzeugt, dass „Heckenkraft“ dies tut.

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