Meine Thujas werden braun

Thuja Smaragd braune Flecken bzw. Stellen

Ihre Thuja werden braun oder bilden braune Stellen oder Nadeln. Was ist der Grund dafür? Und was kann man dagegen tun? Wir haben bereits viel über Krankheiten und Probleme mit Thujas geschrieben. Aber den richtigen Artikel zu finden, ist nicht einfach. Diese Seite hilft Ihnen, den richtigen Artikel zu finden. Wir listen hier die 5 häufigsten Ursachen (von Probleme mit Thujas) mit Fotos und Erklärungen sowie einem Link zum entsprechenden Artikel auf. Sind Sie sich nicht sicher, ob überhaupt eine der unten aufgeführten Ursachen auch für Ihre Thuja-Hecke gilt? Fühlen Sie sich frei, unten in den Kommentaren mit Hilfe von Bilder zu kommentieren. Darüber würden wir uns nur freuen.

Ursache 1 – Läuse in Thuja Brabant und Smaragd

Läuse in Thuja Smaragd

Wann tritt es auf? 
Leider das ganze Jahr über wegen der warmen Winter. Aber traditionell hauptsächlich vom Frühling bis zum Spätsommer.
Beschreibung: 
Einzelne braune Zweige oder braune Stellen in der Thuja. Oft am schlimmsten im unterem Bereich der Thuja. Wenn Sie hinter den braunen Stellen die Zweige entfalten, finden Sie schwarze klebrige Stellen. Wenn Sie genau hinschauen, können Sie die sehr kleinen braun-grauen Läuse sehen.
In welchen Thuja-Sorten? 
In den letzten Jahren hauptsächlich in Thuja Smaragd und Thuja Brabant.

Lesen Sie den Artikel über Läuse in Thuja Brabant und Thuja Smaragd.

Ursache 2 – Thuja Borkenkäfer

Wann tritt es auf? 
Normalerweise mitten im Sommer, wenn es warm ist.
Beschreibung: 
Einzelne braune Zweige in der Thuja. Willkürlich verteilt über die ganze Pflanze. Kleine Löcher in einem Knick eines braunen Zweigs.
In welchen Thuja-Sorten? 
Alle thuja Sorten.

Lesen Sie den Artikel über Thuja Borkenkäfer.

Ursache 3 – Ein jährlich wiederkehrendes Phänomen, die Thuja (und Scheinzypressen) werden von innen heraus braun!

Thuja wird von innen heraus braun
Zypresse bildet gelbe Nadeln von innen heraus

Wann tritt es auf? 
Von Ende August bis November (bis zur ersten Frostperiode).
Beschreibung: 
Die Thuja und andere Koniferen bilden im Inneren der Pflanze zuerst gelbe und dann braune Äste/Nadeln. Sie werden also von innen heraus braun.
In welchen Thuja-Sorten? 
Alle Thuja Sorten und Scheinzypressen.

Lesen Sie den Artikel über Thuja’s die von innen heraus braun werden.

Ursache 4 – Braune Nadelspitzen / Verbrennung

Thuja Verbrennung Nadeln

Wann tritt es auf? 
Bei starker Hitze im Sommer, aber manchmal sogar im zeitigen Frühjahr, wenn es sehr trocken und windig ist. Frost kann das Phänomen auch verstärken.
Beschreibung: 
Die Ränder der Thuja-Nadeln werden braun und trocknen aus.
In welchen Thuja-Sorten? 
Alle Thuja Sorten und Scheinzypressen.

Lesen Sie den Artikel über Verbrennung bei Thuja’s.

Ursache 5 – Staunässe

Lesen Sie alles darüber (und sehen Sie sich die vielen Fotos an) in den Kommentaren unten auf dieser Seite von Herrn Gruber und meinen Reaktionen darauf.

Ursache 6 – Große braune Stellen und Flecken in Thuja aufgrund jahrelanger Wasserknappheit

Mit jahrelanger Dürre werden die Thuja früher oder später Probleme bekommen. Die Menschen suchen (verständlich) immer noch nach einer konkreten Ursache wie einem Pilz oder andere andere Art von Krankheit. Ja gut, es kann einen Pilz geben, der den Eimer überlaufen lässt, aber der Pilz ist dann nur das Symptom, nicht die Ursache. Ich habe zwei Artikel darüber geschrieben: Dieser Artikel ‚In meiner Thujahecke gibt es große braune Flecken‚ und dieser Artikel ‚Gehen Thuja ein von ein Pilz oder Schimmelpilzbefall?
Bei Thuja’s kann man eigentlich sagen, dass dies auch für die obigen Punkte 1 und 2 gilt. Es ist nicht wie bei Rosen, wo Läuse immer hereinkommen, auch ohne eine offensichtliche Ursache. Bei Thuja steckt fast immer mehr dahinter.

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Dannenberg
Dannenberg
3 Tage vor

Hallo liebe Gartenfreunde,

im Frühjahr habe ich eine Thujahecke gepflanzt. Die Lebensbäume hatten eine Größe von ca 80cm beim setzen. Nun fangen die meisten Bäume an braun zu werden. Was ist die Ursache und wie kann man es stoppen? Ich will nicht das meine Hecke kaputt geht 😔

Jaap Metsemakers
Reply to  Dannenberg
2 Tage vor

Hallo Herr oder Frau Dannenberg, hätten Sie vielleicht ein paar Fotos (am besten von mehrere meter Abstand damit ich die ganze Hecke in einem Bild sehen kann)? Und die zweite Frage, wie oft gießen Sie pro Monat und wie bzw. wieviel?

Felix Malina
Felix Malina
11 Tage vor

Hallo,

in diesem Jahr ist an einigen Thujen folgendes Schadbild entstanden. Einzelne Stämme werden von oben nach unten „gelber“ und weißen an den Spitzen dickere „schwarze“ Augen auf (Siehe Fotos). Die Triebe werden immer „gelber“ und der Stamm der Thuja wird dicker. Dies hat bei einem Baum zum Bruch des Stammes geführt.

Dieses Schadbild ist unabhängig von Heckenkraft-Produkten. Habe mir das Heckenkraft Jahrespaket erst letzten Monat gekauft, aufgrund von anderen nachvollziehbaren Schäden an den Pflanzen. Bis dato nur positive Effekte an den Bäumen erkennbar.

Danke für einen Tipp und Grüße

Thuja Smaragd
Thuja Smaragd kahl innen
Jaap Metsemakers
Reply to  Felix Malina
8 Tage vor

Hallo Felix, danke für Ihre Nachricht und schöne Bestellung. Ich werde mich nochmal melden. Bin im Moment sehr geschäftig mit es roden von Pflanzen…Vg, Jaap

Robert
Robert
15 Tage vor

Hallo, nach Düngung mit Heckenkraft wachsen weisse Pilze zwischen den Thujen, ist das ok? Sehen aus wie Champignons…

Jaap Metsemakers
Reply to  Robert
15 Tage vor

Danke für Ihre Nachricht Robert. Oder die Pilze (nun es jetzt die Zeit dafür ist) ohne Heckenkraft nicht gekommen wäre, ist die Frage. Aber das draußen gelassen ist es an sich ein gutes Zeigen, denn das ist ein Zeigen dass das Bodenleben wieder auf die Beine kommt (was gut ist und Nährstoffe für die pflanzen frei setzt). Natürlich gibt es auch ´schlechte Bodenpilze´ wie Phytophthora und Fusarium solani die möglicherweise Wurzelfäule verursachen können, die bilden aber keine Champignons;-) und werden von Heckenkraft eher entgegengearbeitet. Also ich denke eigentlich das es nur gut ist. Schöne Grüße, Jaap

Philipp Gruber
Philipp Gruber
2 Monate vor

Liebes „Somachtdüngenspass-Team“
 
Zuallererst möchte ich mich für eure tollen Artikel bedanken. Da Ihr mehr als kompetent wirkt, würde ich mich freuen wenn Ihr mir mit einem Thujen-Problem helfen könnt.
 
Folgend meine Problembeschreibung:

  • Ich habe am 20. April dieses Jahres (also vor ca. 2,5 Monaten) 55 Stück Smaragd-Thujen im Wurzelballen gesetzt (gekauft online in den Niederlanden)
  • Ich habe diese auf zwei Paletten erhalten und alle in einem Abstand von ca 40-45cm eingepflanzt.
  • Die Löcher hatten ca. einen Durchmesser von 40cm und eine Tiefe von 35-40cm (siehe Anhang)
  • Ich würde den Boden eher als lehmig bezeichnen
  • Die Hälfte meiner Thujen hat den ganzen Tag durchgehend Sonne und die Anderen 50% Schatten
  • Gegossen habe ich die Thujen in den ersten Wochen ca. 2 mal pro Woche mit jeweils 2-3 Liter pro Thuje (ja ich weiß dass ich hier möglicherweise einen Fehler gemacht habe, aber in der Gießanleitung wurden 5-10 Liter pro Meter Hecke genannt -> Ich dachte da ich ja 2 Thujen pro Meter gesetzt habe, brauche ich nur die Hälfte (also 2,5-5 liter pro Thuje). Vielleicht meinte die Gießanleitung aber auch 5-10 Liter pro Meter HÖHE. Ich weiß es nicht ….

 

  • Schon nach sehr kurzer Zeit (3-4 Wochen) habe ich zwei Exemplare ausgetauscht (War möglich, da ich 2 zuviel bestellt hatte), da sie zu 50% komplett braun waren (braun/weiß sogar)
  • Nach weiteren 2 Wochen wurden dann auch schon weitere Thujen braun. Und so ging es dann weiter bis nun schon ca. 30-50% aller Thujen eine leichte bis schwere Braunfärbung haben
  • Hier muss ich noch etwas anmerken (vielleicht ist es wichtig). Alle Thujen die bis jetzt von einer schweren Braunfärbung betroffen sind wurden auf der gleichen Palette angeliefert und befinden sich mehr oder weniger direkt nebeneinander (siehe Fotos)
  • Da ich im Internet gelesen habe, dass die Thujen wohl doch mehr Wasser brauchen, gieße ich seit ca 3 Wochen einmal pro Woche mit ca 10 Liter pro Thuje
  • Da mein Boden doch sehr lehmig ist möchte ich Sie nicht ertränken

 
Anhand des Artikels kann ich folgendes ausschließen (glaube ich zumindest):

  • Läuse: Ich kann keine schwarzen klebrigen Stellen entdecken
  • Borkenkäfer: Ich kann keine kleinen Löcher finden

 
 

  • Wie oben schon angeführt, gibt es aktuell ca 50% Thujen ohne Braunfärbung.
  • Mir kommt es aber aktuell so vor, als würden auch diese schon langsam punktuell ein paar braune Zweige entwickeln.

 
Wisst Ihr vielleicht welches Problem hier vorliegt?
Gieße ich einfach zu wenig?
Wenn ja, wisst Ihr wie ich überprüfen kann was die maximale Menge an Wasser ist die mein Boden pro Thuje aufnehmen kann ohne dass diese dann Tagelang im Wasser steht?
Oder könnte das Problem schon vorm Pflanzen entstanden sein (also beim Lieferanten), da die Thujen ja gerade mal 2,5 Monate bei mir im Garten stehen?
 
Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
 
LG
Philipp

Jaap Metsemakers
Reply to  Philipp Gruber
2 Monate vor

Hallo Philipp,
 
Danke erstmal für Ihre Beitrage. 
 
Erstmal folgendes. Was ich hiernach schreibe ist nur gemeint um der Ursache (und damit vielleicht auch der Lösung) zu finden, nicht um mit dem Finger auf einen Schuldigen hinzuweisen.
 
Hallo Philipp,
 
Danke erstmal für Ihre Beitrage. 
Erstmal folgendes. Was ich hiernach schreibe ist nur gemeint um der Ursache (und damit vielleicht auch der Lösung) zu finden, nicht um mit dem Finger auf einen Schuldigen hinzuweisen.
 
Was meine Aufmerksamheit es meiste auf sich zieht, ist das erste Bild. Im Lehmboden sollte man besser ein Pflanzgraben ziehen anstatt Löcher. Und wenn man doch Löcher gräbt, sollte man die absolut nicht zu tief graben (diese sind wahrscheinlich zu tief wenn Sie Pflanzen direkt so da reingesetzt haben). Wenn man im Lehmboden mit Löcher arbeitet sollte man es am besten sogar so tun dass ein klein Hügelchen von ca. 5 cm Wurzelballen oben das Erdreich ausstecht. Ich fürchte dass es hier eher andersherum gewesen ist, minimal 5 Erde oben auf der Wurzelballen drauf.
Wenn Sie in diese Löcher dann auch noch mit Blumenerde oder Pflanzerde gearbeitet haben (oder eine andere Pflanzerde-Art der viel besser Wasser durchlässt als der Lehm drumherum im Garten), hat man eigentlich Wasserlöcher geschaffen. Überall im Garten geht das Wasser nur ganz langsam im Boden (weil es Lehm ist), nur wo die die Bäume stehen läuft das Wasser ganz einfach im Boden und bleibt dann genau auf Wurzel-Niveau stehen.
Und dann werde ich jetzt einige bestimmte Punkte aus Ihrer Nachricht bearbeiten:
 
Die Löcher hatten ca. einen Durchmesser von 40cm und eine Tiefe von 35-40cm (siehe Anhang) 
Ich denke also dass sie hiermit etwas zu tief stehen. Vor allem im Kombination mit der Lehmboden.
 
Die Hälfte meiner Thujen hat den ganzen Tag durchgehend Sonne und die Anderen 50% Schatten 
An sich nicht schlimm, nur kann eine begrenzte Luftzirkulation (wegen der Zaun an der Hintenseite), vor allem in der Anwachsfase für Probleme sorgen. Nasse Füße und eine begrenzte Luftzirkulation verstärken einander leider eher. 
 
Gegossen habe ich die Thujen in den ersten Wochen ca. 2 mal pro Woche mit jeweils 2-3 Liter pro Thuje (ja ich weiß dass ich hier möglicherweise einen Fehler gemacht habe, aber in der Gießanleitung wurden 5-10 Liter pro Meter Hecke genannt -> Ich dachte da ich ja 2 Thujen pro Meter gesetzt habe, brauche ich nur die Hälfte (also 2,5-5 liter pro Thuje). Vielleicht meinte die Gießanleitung aber auch 5-10 Liter pro Meter HÖHE. Ich weiß es nicht …. Da ich im Internet gelesen habe, dass die Thujen wohl doch mehr Wasser brauchen, gieße ich seit ca 3 Wochen einmal pro Woche mit ca 10 Liter pro Thuje
Eigentlich ist 2-3 Liter natürlich nicht viel. Ohne die Bilder und Infos würde ich dann eher vermuten dass das zu wenig wäre. In diese Situation bezweifle ich aber oder es zu wenig Wasser gewesen ist. So sieht der Schade eigentlich auch nicht aus, sieht eher aus wie zu viel Wasser. Dabei sieht es auch noch aus oder das Gelände wo die pflanzen stehen (diese halbe Meter sogesagt), auch noch etwas niedriger ist als der Rasen, also auch ein Grund warum sich dort eher zu viel als zu wenig Wasser ansammeln würde.
 
Hier muss ich noch etwas anmerken (vielleicht ist es wichtig). Alle Thujen die bis jetzt von einer schweren Braunfärbung betroffen sind wurden auf der gleichen Palette angeliefert und befinden sich mehr oder weniger direkt nebeneinander (siehe Fotos)  
Ich denke dass das vor allem ein Hinweis dafür ist, dass das was nicht richtig ist, an einem Teil der Strecke schlimmer nicht richtig ist (dor viel Wasseransammlung oder so etwas). Die Pflanzen sind bestimmt alle vom gleichen Grundstück gerodet worden und es wird so gut wie sicher kein Unterschied in Qualität geben zwischen der eine und der andere Palette. Könnte es vielleicht so sein, dass dem Bereich von das letzte Foto (mit die guten Pflanzen sogesagt), höher liegt? Oder weniger schwere Lehmboden ist? Oder dass der Boden dort vielleicht etwas mehr Kies enthält und sich deswegen automatisch besser drainiert? Oder stehen diese vielleicht weniger tief?
 
Wisst Ihr vielleicht welches Problem hier vorliegt? Gieße ich einfach zu wenig? Wenn ja, wisst Ihr wie ich überprüfen kann was die maximale Menge an Wasser ist die mein Boden pro Thuje aufnehmen kann ohne dass diese dann Tagelang im Wasser steht?
Oder könnte das Problem schon vorm Pflanzen entstanden sein (also beim Lieferanten), da die Thujen ja gerade mal 2,5 Monate bei mir im Garten stehen?
  
Ich denke dass es Problem hier eine Kombination von folgende Faktoren ist:
– Zu tief gepflanzt.
– Im Grunde eine Art von Wasserlöcher in diese Lehmboden geschaffen wo jetzt die Wurzeln verfaulen.
– Vielleicht auch noch Wasseransammlung wegen etwas niedrigeren Standort.
– In Kombination mit diese vorgenannte Punkte haben Sie wahrscheinlich auch zu viel gegossen. Hätten die nicht im Lehmboden gestanden, etwas weniger tief oder an einem etwas höheren Bereich im Garten (oberhalb eines Hanges), dann war das Sie Sie gegossen haben nicht zu viel gewesen. In diese Situation denke ich aber schon.
– Ich sehe auf das 7te Foto ein Dickmaulrüssler. Das könnte vielleicht darauf hinweisen dass die schon drinn gewesen sind. Wie die Pflanzen im April gekommen sind, sind das dann noch Larve gewesen. Das könnte dann vielleicht bedeuten dass das Wurzelwerk auch schon nicht optimal gewesen ist wenn die Larve schon an die Wurzel gefressen haben. Das wurde ein Extra Faktor sein wodurch die Wurzelfäule noch schneller zu Probleme führen könnte (da es dann vorher schon weniger Wurzel gegeben hat). Ich habe dieses „Vielleicht“ jedoch nicht versehentlich unterstrichen. Ich möchte keine Baumschule falsch beschuldigen. Es ist nämlich auch so, dass Pflanzen die von egal was geschwächt sind, Schädlinge anziehen. Oder anders gesagt, Schädlinge erfahren von solche geschwächte Pflanzen kein Widerstand. Es könnte also auch so sein dass der Dickmaulrüssler erst in Ihrem Garten drin gekommen ist. Außerdem gibt es heutzutage keinen mit Pflanzen beladenen LKW mehr, in dem kein Eibenkäfer (Dickmaulrüssler) zu finden ist. Aufgrund des milden Winters ist es kaum möglich, eine Baumschule völlig Dickmaulrüsslerkäferfrei zu halten. Aber ein einziger Käfer ist überhaupt kein Problem. Der Punkt ist, dass sie nicht mit zu viele sein sollten. Dann verursachen die Larven zu viel Schaden an den Wurzeln. Die Schädigung der Pflanze durch die Käfer ist normalerweise nicht so schlimm bei Thujas.
 
Ich warte jetzt erstmal Ihre Reaktion ab. Dann werde ich von Ihnen hören, ob meine Diagnose überhaupt richtig sein kann. Es ist möglich, dass das erste Foto mich sofort auf die falsche Spur gebracht hat und dass ich völlig falsch liege. Wenn Ihre Antwort bestätigt, dass ich in die richtige Richtung sitze, möchte ich Ihnen gerne noch einige Tipps geben, wie Sie am besten vorgehen können. Wenn ich völlig falsch liege, müssen wir nach einer anderen Ursache (und Lösung) suchen.
 
Viele Grüße,
 
Jaap
 
 
 

Last edited 2 Monate vor by Jaap Metsemakers
Philipp Gruber
Philipp Gruber
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,
 
vielen Dank für Ihre schnelle und vor allem sehr ausführlich Rückmeldung.
 
Anbei meine Anmerkungen:
 
–       Ich muss mich selbst korrigieren bezüglich Lehmboden. Ich habe das Wort lehmig benützt weil der Boden sehr kompakt ist. Bin mir aber nicht sicher ob hier wirklich ein Lehmboden vorliegt. Deshalb habe ich eine sehr braune Thuja herausgenommen und Ihnen ein Foto von der Erde gemacht (siehe erstes Bild im angehängten PDF). Dabei ist mir auch gleich aufgefallen, dass die Thuja bis jetzt keine neuen Wurzeln gebildet hat…
 
–       Ihre Aussage zur Pflanzung der Thujen ist 100% korrekt. Ja ich habe die Thujen ca 5-10 cm unter die Rasenkante gesetzt. Zum Zeitpunkt der Pflanzung habe ich gedacht das wäre schlau weil ich dadurch einen Gießrand habe 😊
 
–       Die Löcher habe ich dann aber mit der Erde von den Löchern wieder gefüllt. Ich habe also ohne Pflanzenerde, Blumenerde oder ähnliches gearbeitet.
 
–       Auch bei diesem Punkt haben Sie Recht: Die Thujen die „noch“ gut aussehen liegen etwas höher als die braunen Thujen (aber hier handelt es sich um max 10-20 cm). Eingepflanzt habe ich sie aber alle gleich (also 5-10 cm unter Rasenkante) -> Also was ich damit sagen will ist, dass der Rasen zu den „braunen“ Thujen etwas abflacht, wie Sie vermutet haben.
 
–       Ich habe heute noch etwas wichtiges entdeckt, was Ihre These (Staunässe) meiner Meinung nach bestätigt:
 
o  Ich habe auch auf der anderen Seite vom Haus noch 12 Stück Thujen stehen (diese sehen noch sehr gut aus)
o  Gestern habe ich diese 2 x 30 sek pro Thuja gegossen (wie in Ihrer sehr tollen Gießanleitung beschrieben)
o  In der Nacht hat es dann auch noch sehr viel geregnet (min. 15 l/m2)
o  Seit ca 15 Stunden ist es aber trocken (keine weiterer Regen mehr)
o  Vor ca. 1h habe ich bei diesen 12 Thujen (die ich gestern gegossen habe) eine Metallstange (1cm dick) hinein gestochen und geschaut ob Wasser steht
o  Ergebnis: NEIN kein Wasser. Der Boden ist gut feucht aber die Metallstange war nicht nass
o  Das gleiche habe ich auch bei den braunen Thujen gemacht (Diese habe ich Gestern aber NICHT gegossen -> letztes Mal Gießen: Mittwoch 01/07)
o  Hier stand das Wasser bei 80% aller braunen Thujen in einer Tiefe von ca. 20-30cm
 
Also wie Sie sehen, lagen Sie bei allen Ihren Punkten richtig. Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre Rückmeldung.
 
Ich möchte mich auch gleich bei Ihnen für die super Hilfe bedanken.
 
Liebe Grüße
Philipp

Jaap Metsemakers
Reply to  Philipp Gruber
2 Monate vor

Hallo Philipp,
 
Ja, mit dieses Bild dabei und Ihre Infos, ist es jetzt 100% sicher. Es handelt sich hier um Staunässe. Jetzt sehe ich auch besser um was für eine Bodenart es sich handelt. Ich kenne diese Art von Boden, aber ich weiß nicht, wie ich ihn nennen soll. Ich habe diese Art von Boden schon öfter beim Pflanzen in Deutschland gesehen, dieses Jahr noch in Dortmund.
Was ich mich frage ist, woher dieser schwarze Boden auf das Foto kommt? Waren diese Pflanzen in Töpfen oder war der Wurzelballenboden so schwarz? Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf das Foto Reste von Jutetuch sehe. Hier bin ich noch neugierig nach, auch wenn es für die Lösung nicht wichtig ist. Es sagt mir nämlich etwas über die Pflanze vor Einpflanzung.
 
Aber jetzt kommt der schwierigste Teil, was sollten Sie tun? Probleme durch Staunässen sind sehr schwer zu lösen. In jedem Fall sollte bei normalem Wetter (gelegentliche Dusche, nicht zu helle Sonne) vorerst kein Wasser gegeben werden, damit der Boden wieder leicht feucht statt nass werden kann. Wenn es warm und trocken wird, sollte gelegentlich gewässert werden, aber seltener als Sie vorher gemacht haben. Das schwierige ist, dass Pflanzen, die unter Staunnässe gelitten haben, komisch genug schnell austrocknen, weil sie fast keine Keimwurzeln mehr haben. Die Bewässerung muss daher sozusagen langsam eingestellt werden. Das ist sehr schwierig und selbst für mich wäre es immer noch schwierig, wie viel Sie genau geben sollten.
Wenn der Boden irgendwann wieder normal feucht wird, würde ich Heckenkraft-Extra geben, anstatt zu gießen (HK-Extra geben ist auch eine Art von Gießen). Auf der Verpackung steht, dass Sie eine Gießkanne auf 5 bis 10 Laufmeter ausbringen können. In diesem Fall würde ich es auf 5 Meter ausbringen. Mit einer Packung können 3 Gießkannen hergestellt werden.
 
Ich werde Ihnen ehrlich sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie das enden wird. Wenn das Foto, das Sie jetzt hinzugefügt haben (vom Wurzelballen und Loch), für die meisten Pflanzen repräsentativ ist, kann es schwierig werden, weil das ehrlich gesagt nicht gut aussieht. Es tut mir leid das zu sagen.
 
Sie können eine Pflanze, die nur knapp noch nicht tot ist von Trockenheit, ganz leicht mit Wasser retten. Andersherum ist es jedoch sehr schwierig, einer Pflanze zu helfen, die aufgrund von Staunässe fast tot ist. Es einzige was ein bisschen Hoffnung bietet, ist das die meiste Pflanzen im Moment nur braune (zwar große) Stellen haben und noch nicht großenteils braun sind.
 
Ich hoffe dass Sie die Bäume wieder grün bekommen Philipp.
 
Viele Grüße,
 
Jaap Metsemakers

Philipp Gruber
Philipp Gruber
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,
 
bezüglich dem schwarzen Boden: Hier handelt es sich um die Erde vom Wurzelballen (Ich habe alle Thujen mit Wurzelballen gekauft). Ja da haben Sie Recht, es handelt sich hier um Reste vom Jutetuch.
 
Bezüglich Heckenkraft-Extra: Bei 3 Gießkannen pro HK-Extra komme ich 3x5m = 15m weit. Meine Hecke ist ca 20 m lang, also brauche ich etwas mehr als eine Packung HK-Extra pro Gießvorgang.
–       Wie oft sollte ich diesen Gießvorgang wiederholen?
–       Beziehungsweise, wieviel HK-Extra sollte ich kaufen, damit ich für den Sommer versorgt bin?
–       Und wann (August, September, ..) denken Sie kann man sagen ob die Thujen überleben oder sterben werden?
–       Der Grund für die Frage ist folgender: Wenn die Thujen nicht überleben, werde ich diese austauschen. Hier stellt sich mir die Frage wann ich die Entscheidung treffen kann. Im September/Oktober neupflanzen oder doch erst im Frühjahr 2021?
–       Auch bin ich mir nicht sicher ob Wurzelballenware dann das Richtige ist? Ich habe gelesen, dass Thujen im Container schneller und besser anwurzeln und damit die Ausfallrate sehr gering ist. Stimmt das?
 
Auch wenn ich die Thujen nicht mehr braun bekomme, weiß ich jetzt zumindest was das Problem ist. Dadurch kann ich vielleicht verhindern, dass noch mehr braun werden.
 
Ich hätte noch zwei Fragen bezüglich dem Staunässeproblem:
1)    Denken Sie wäre es auch sinnvoll die Pflanzen um 10cm höher zu setzen und eventuell einen Kies oder Sand unten einzuarbeiten? Damit könnte man dem Staunässeproblem doch entgegenwirken oder mache ich damit nur noch mehr kaputt?
2)    Ich habe gelesen, dass es möglich ist mit einer langen Metallstange tiefe Löcher in den Boden (rund um den Thujen Hauptstamm) zu hämmern und diese dann mit einem Drainagematerial (Quarzsand) zu füllen. Damit soll das Wasser besser abfließen können…. Was halten Sie von dieser Idee?
 
Ich warte noch auf Ihre Rückmeldung bevor ich die HK-Extra Bestellung abschließe.
 
Viele Grüße
Philipp Gruber

Philipp Gruber
Philipp Gruber
Reply to  nieuwbeheer
2 Monate vor

Hallo Jaap,
 
dann werde ich 2 HK-Extra kaufen und schauen was passiert 🙂
 
Ja die Metallstange kommt dann wieder raus. Die nimmt man nur um tiefe Löcher zu machen. Vielleicht probiere ich das bei einer Thuja mal.
 
Nochmals vielen Dank für Ihre tollen und vor allem schnellen Rückmeldungen. Ich werde mich mit einem Update im August wieder in den Kommentaren melden.
 
Eine letzte Frage hätte ich noch:
 
Wie in einen meiner Kommentare angeführt, habe ich auch 12 Stück Thujen auf der anderen Seite vom Haus (kein Staunässeproblem). Diese sehen sehr gut aus, haben aber vereinzelt kleine braune Stellen (vielleicht eine oder zwei braune Zweige pro Thuja). Diese braunen Zweige sind etwas schwarz. Könnte sich hier ein Läuseproblem in Zukunft entwickeln? Ich habe ein Foto angehängt.
 
Viele Grüße
Philipp
 

Jaap Metsemakers
Reply to  Philipp Gruber
2 Monate vor

Hallo Philipp,
 
Danke für Ihre Bestellung.
 
Ich würde mich da noch nicht zu große Sorgen machen. Was Sie bei diese Thujas eventuell tun können, können Sie im Abschnitt „Was kann ich tun?“ auf diese Seite nachlesen. Dies verhindert Probleme mit Läusen und Pilzen im Allgemeinen, da es mehr Luft in die Pflanzen bringt. Vor allem bei Thuja Smaragd ist es gut um das ab und zu tun (so alle zwei Jahre).
 
Schöne Grüße,
 
Jaap

Philipp Gruber
Philipp Gruber
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,
 
vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. Ich hab alle Thujen gestern „entlüftet“, also so viele braune Zweige wie möglich entfernt. Dabei habe ich viele Motten (ich denke es handelt sich hier um die Thuja Miniermotte) entdeckt. Ich habe dazu mal ein paar Fotos angehängt.
 
Sollte ich dagegen vorgehen? Ich habe dazu keinen Artikel gefunden.
 
LG
Philipp

Jaap Metsemakers
Reply to  Philipp Gruber
2 Monate vor

Hallo Philipp,
 
Ich meinte mit dem sauber putzen eigentlich die anderen (die Guten an der andere Seite vom Haus), aber für diese ist es auch absolut gut.
Nein, das ist keine Thuja Miniermotte. Suchen Sie mal nach Bilder auf ´Argyresthia tuiella´, die Lateinische Name der Thujamineermotte. Dann sehen dass diese anders aussieht. Was für eine Motte Sie hier gefunden haben weiß ich nicht, ich (als echte Entomologe;-) ) würde sagen eine ganz normale Motte. Ich weiß dass da alles und noch was rausgefliegen kommt wenn man damit geschäftig geht. Sollte man am bestes alles ignorieren. Jetzt mit Gift auf diese Thujas spritzen würde wahrscheinlich eher der Todesschlag als die Rettung bedeuten. Das ist jedenfalls unsere Erfahrung.
 
 
 

Last edited 2 Monate vor by Jaap Metsemakers
Philipp Gruber
Philipp Gruber
Reply to  Jaap Metsemakers
2 Monate vor

Hallo Jaap,

da bin ich erleichtert 🙂 Ich habe gleich alle Thujen geputzt. Auf beiden Seiten vom Haus.

Danke für die schnelle Antwort.

Viele Grüße
Philipp

Jaap Metsemakers
Reply to  Philipp Gruber
2 Monate vor

Hallo Philipp, danke für Ihre Beitrage.

Ich kriege meine Antwort nicht vor mein Abendessen fertig;-). Aber ich werde heute noch ausführlich auf Ihre Frage antworten. Ich denke dass ich weiß was passiert ist. Wenn Sie dies noch vorher lesen, können Sie vielleicht angeben, ob Sie auch Pflanzenerde oder ähnliches verwendet haben? Vg, Jaap

Erwin Krammer
Erwin Krammer
3 Monate vor

Hallo! Anbei aktuelle Fotos von meiner Hecke, die 2009 gepflanzt wurde (damals 50cm) und heuer ganz besonders stark unter etwas gelitten haben muss. Möglicherweise auch als Folge der Hitze von 2019. Meine Diagnose als Laie wäre Wassermangel. Daher die „kleinen“ Schäden rausschneiden und die „großen“ Schäden zur Gänze ersetzen. Und dann fleißig gießen was ich jetzt seit März mache und dafür leider zu wenig weil ich dachte eine große alte Hecke hat genug (auch tiefgehende) Wurzeln, um genügend Wasser zu bekommen. Liege ich richtig mit dem Wassermangel, oder ist es doch Parasit? Vielen Dank für die Hilfe und Unterstützung.

Jaap Metsemakers
Reply to  Erwin Krammer
3 Monate vor

Hallo Herr Krammer,
 
Danke für Ihre Beitrage und die vielen Bilder.
 
Es werden sich sicherlich ein paar Läuse in Ihrer Hecke befinden, wie vielleicht ein Thuja-Borkenkäferchen und auch einige schlechte Schimmelpilze. Aber all dies sind eher Symptome als Ursachen. Sie beschreiben es selbst schon gut.
Ich denke Ihre Hecke:
 
– war lange Zeit zu trocken (ist es Hauptproblem)
– ist etwas zu dicht gepflanzt
– leidet hier und dar unter Unterpflanzung, insbesondere in Kombination mit den oben genannten Punkten, kann die Thuja Smaragd das sehr schlecht vertragen. Dann wird der gegenseitige Konkurenz zu stark, so dass einige von ihnen sich unter einander buchstäblich zu Tode konkurrieren.
 
Dieser Artikel (der an sich nicht von bester Qualität ist) trifft meiner Meinung nach bei Ihnen ziemlich gut zu.
 
Ich denke, Sie können zwei Dinge tun:
 
– Anfangen richtig zu gießen (diese beiden Artikel können dabei von Interesse sein: diese über Gießen im Algemeinen und diese über Tropfschlauchbewässerung).
 
– Und gleichzeitig den Boden mit HK-Extra und HK-1 ein verbessern (in diesem Fall würde ich auch im Juli noch mit HK-1 anstatt HK-2 arbeiten).
 
Ich kann dies sehr kompliziert machen, aber am Ende ist dies nur Dürreschaden.
 
Ich hoffe Sie bekommen Ihre Hecke wieder stark und frisch grün.
 
Vg, Jaap
 
 

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