Läuse in Thuja Smaragd und Brabant

Thuja Hecke mit viele braune Stellen wegen Läuse, sehr hässlich

Läuse in Thuja. Dieses Problem zeigt sich durch braune Stellen auf der Außenseite der Thuja und schwarze klebrige Triebe auf der Innenseite. Seit 2013 finden wir regelmäßig Läuse in Thuja Smaragd und Brabant, wo dies vorher eine Seltenheit war, auch in Baumschulen. Wie können Sie diese Läuse erkennen und bekämpfen?

Kleines Ökosystem

Erstens sollte gesagt werden, dass wenn man die Bäume von innen aus nächster Nähe betrachtet, man auch vieles sehen wird, was auch ganz natürlich ist. Es ist ganz normal, dass sich auf und in einer Pflanze auch “Schädlinge” befinden, die von der Pflanze leben (Käfer, Schnecken, Läuse). Im Normalfall sind auch genauso viele Tierchen da, die solche Thuja-Schädlinge wieder vertilgen oder schmarotzen. So ist eine Lebensbaumhecke im Grunde ein kleines Ökosystem. Einige Läuse oder Schnecken sind nicht unbedingt  schädlich, oder gar nicht schlimm.

Läuse bzw. Schädling in die Thuja erkennen

Erst wenn deutlich erkennbar wird (an den großen braunen Stellen außen) dass der Baum schwer darunter leidet, kann der Schädlingsbefall sich zum Problem entwickeln. Braune Stellen, die an der Außenseite der Pflanzen sichtbar sind bedeuten noch nicht unbedingt, dass Läuse hiervon die Ursache sind. Sicherheit bekommen Sie erst, wenn Sie die braunen Stellen aufspalten. Dann befinden sich dahinter schwarze, klebrige Stellen (Ausscheidungen der Läuse und Pilze die davon leben) und darauf sichtbar, ganz winzige braune Läuse. Damit man die Läuse sehen kann, braucht man schon ziemlich gute Augen, denn sie sind ganz winzig. 

Schwarze, klebrige Stellen und ganz winzige braune Läuse. Äußerlich verfärben sich die Thuja braun.

Bekämpfung Läuse bei Thuja

Plan A, B und C

Plan A
Beseitigen Sie die braunen Stellen gründlich, die sich an den Innen- und Außenseiten der Pflanzen befinden. Das darf ziemlich “rücksichtslos” geschehen. Wenn Sie die Bäume kräftig schütteln und mit den Händen von unten nach oben feste durchstreifen, kann bereits viel braunes Blatt entfernt werden. Macht man diese Arbeit ordentlich, ist es schon eine ziemliche Aufgabe. Zweigen und Äste, die bereits befallen sind, dürfen auch abgeschnitten werden. (je weiter vom Stamm geschnitten wird, je größer die Möglichkeit, dass wieder Grünes entsteht). Harken Sie alles gründlich zusammen und schaffen Sie die Abfälle von den Pflanzen fort.

Auf diese Weise ist schon ein ordentlicher Teil der Läuse mitbeseitigt.  Aber vor allem machen Sie die Struktur der Pflanze deutlich offener, wodurch der (kalte) Wind und der Frost die Pflanze gut durchdringen kann. Die Läuse mögen das nicht. Es ist möglich, dass der Winter somit das Problem ganz von alleine löst. Dies würde der Idealfall sein, weil Bekämpfungsmittel (Plan C) immer auch das biologische Gleichgewicht zerstört (auch “die guten Insekte” die eventuell die Läuse vertilgen, werden daran sterben) wodurch man nicht mehr weiß wozu dies letztendlich führen wird.

Plan B
Diese Lösung mag etwas seltsam klingen. Wenn ich irgendwo in meinem Garten Blattläuse habe (zum Beispiel auf den Rosen), staube ich immer eine großzügige Menge Lavamehl darauf. Wenn Sie die Pflanzen vorher befeuchten, bleibt das Lavamehl gut haften. Sie können dies auch mit Heckenkraft-4 machen, da es zu 25% aus Lavamehl besteht (was auf den Boden fällt, ist ein guter Dünger). Ich bin damit oft die Läuse völlig losgeworden, sogar bei Rosen. Die meisten schädlichen Pilze und der Dickmaulrüssler mögen auch kein Lavamehl, das ist also ein Bonus.

Plan C
Scheint sich das Läuseproblem jedoch weiter fortzusetzen (weil die Läuse und Eier nicht erfroren sind) mit anderen Worten, wenn neue braune Stellen bleiben entstehen, dann kommt man nicht umhin ein Läusebekämpfungsmittel einzusetzen. Was geeignet ist und erlaubt sollte vor Ort in einem Fachgeschäft erfragt werden. Gegen Läuse kann man überall was finden. Sind biologische Mittel zur Bekämpfung erhältlich, so sollten diese bevorzugt werden. Es ist jedoch auch wichtig, die Ursache des Problems anzupacken. Die Läuse in Thuja sind fast immer eher ein Symptom als eine Ursache.

Der Grund des Problems auch anpacken

Grund des Problems liegt fast immer in zu wenig oder zu viel Wasser und/oder schlechte Bodenbedingungen! Die Läuse sind nur das Symptom… Die Basisgesundheit der Pflanzen verbessern ist mindestens so wichtig wie das entfernen der Läuse. Ihre Hecke und Ihr Boden sollte zu jeder Jahreszeit die richtigen Nährstoffe erhalten (und eben so wichtig, nicht die falsche!). Sehr oft sollte auch das Bodenleben und Bodenstruktur verbessert werden, vor allem bei Lehmböden. Die Kombination von pflanzlichen Inhaltsstoffen, natürlichen Zuckern, Humin und Fulvin in Heckenkraft macht das alles.

Im Falle von Läusen in Ihrer Thuja ist es am besten, in unserem Jahresplan einzusteigen, indem Sie mit Heckenkraft-Erholung beginnen. Die Kombination von Heckenkraft-Erholung mit der entsprechenden saisonalen Düngung ist optimal für Thuja mit Läuse. Zusätzlich sollte eine Thuja (auch eine erwachsene Thuja) alle drei Wochen eine gute Menge Wasser erhalten.

Thuja widerstandsfähig gegen Läuse machen

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