Läuse in Thuja Brabant und Smaragd

Unten finden Sie einige Updates zu diesem Artikel. Dieser Artikel wurde in 2014 verfasst, aber kürzlich von heckenfreunde.de auf somachtduengenpass.de übertragen

Läuse in Thuja occidentalis Sorten, wie Thuja Brabant und Thuja Smaragd.

In diesem Jahr haben wir mancherorts in Deutschland und den Niederlanden Lebensbäume  mit einem Läusebefall vorgefunden. Dieses Problem zeigt sich mit braunen Stellen in den Lebensbäumen und kann den Bäumen einen erheblichen Schaden zufügen. Expertenuntersuchungen haben gezeigt, dass die Trieblaus für den Befall verantwortlich ist.

   

Läuse in Thuja Smaragd und Thuja Brabant

Diese Erscheinung ist nicht neu. Bei Zypressen und Scheinzypressen (und hin und wieder auch bei der Thuja plicata oder bei den Riesenlebensbäumen) ist bekannt, dass die  Rindenlaus sich manchmal als eine wahre Schädlingsplage manifestieren kann. Vor allem nach milden Wintern. Überraschend ist nun jedoch, dass diese „Läuseattacke“ sich nun auf die Thuja occidentalis Sorten zu richten scheint und nicht auf die Thuja plicata Sorten wie Thuja Martin und Atrovirens. Wir haben den Befall in den vergangenen Monaten in dem Thuja occidentalis Yellow Ribbon, Thuja occidentalis Smaragd und Thuja occidentalis Brabant beobachtet (alles normale Lebensbäume). Es sind gerade solche Sorten, die um ihre „Unempfindlichkeit“ gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall bekannt sind. Ausgerechnet in den Thuja plicata Sorten sehen wir den Schädlingsbefall (bis heute) nämlich nicht.

Auch kann keine Verbindung zu der Baumschule der Koniferen hergeleitet  werden. Wir haben den Befall sowohl in Lebensbäumen beobachtet, die in den Niederlanden gezüchtet wurden, (nachweislich aus unterschiedlichen nicht zusammenhängenden Baumschulen)  als auch in Lebensbäumen, die in Deutschland in unterschiedlichen Baumschulen herangezogen wurden. In solchen, von uns gelieferten Lebensbäumen, handelt es sich um befallene Pflanzen, die erst in diesem Jahr neu angepflanzt wurden als auch um solche Pflanzen, die bereits vor 3 Jahren bei einem Kunden in Deutschland angepflanzt wurden. In allen Fällen, die wir bis jetzt beobachtet haben, scheinen die Probleme sich erst in diesem Sommer (2014) zum ersten Mal gezeigt zu haben (d.h. in dieser Form). Die Ursache mag an dem milden Winter 2013/2014 gelegen haben, aber das kann nicht mit Sicherheit behauptet werden. Häufig entsteht ein solcher Schädlingsbefall durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Andere Faktoren, die zum Beispiel eine Rolle spielen können, sind solche:  Ein zu feuchter, oder zu trockener Standort, zu viel, oder zu wenig Wassergabe nach der Anpflanzung, zu enge Bepflanzung (zu große Dichte, vor allem der Thuja Smaragd reagiert darauf empfindlich), Mangel an Durchlüftung, weil der Wind fehlt, (zum Beispiel weil ein winddichter Zaun die Hecke an einer Seite abschirmt), unnatürliche Lebensumstände wie Beton im Boden oder ein schlechter Boden mit zu wenig Humus (nur Lehm, nur Sand, „gekaufte Muttererde“ was kein Muttererde sondern tote Boden ist). Macht es Sinn mit Bittersalz zu düngen?

Wie erkennt man den Schädlingsbefall?

Erstens sollte gesagt werden, dass wenn man die Bäume (von innen) aus nächster Nähe betrachtet, man auch vieles sehen wird, was auch ganz natürlich ist. Es ist ganz normal, dass sich auf einer Pflanze auch „Schädlinge“ befinden, die von der Pflanze leben, (Käfer, Schnecken, Läuse). Im Normalfall sind auch genauso viele Tierchen da, die solche Schädlinge wieder vertilgen oder schmarotzen. So ist eine Lebensbaumhecke im Grunde ein kleines Ökosystem. Einige Läuse oder Schnecken sind nicht unbedingt  schädlich, oder gar nicht schlimm. Erst wenn deutlich erkennbar wird (an den großen braunen Stellen außen) dass der Baum schwer darunter leidet, kann der Schädlingsbefall sich zum Problem entwickeln.Braune Stellen, die an der Außenseite der Pflanzen sichtbar sind (siehe Bild) bedeuten noch nicht unbedingt, dass Läuse hiervon die Ursache sind. Sicherheit bekommen Sie erst, wenn Sie die braunen Stellen aufspalten. Dann befinden sich dahinter schwarze Stellen (Ausscheidungen der Läuse) und darauf sichtbar, ganz winzige braune Läuse. Damit man die Läuse sehen kann, braucht man schon ziemlich gute Augen, denn sie sind ganz winzig. Momentan (18.12.2014) sieht man kaum noch „Bewegung“ weil sie durch die niedrigen Temperaturen entweder abgestorben, oder durch die Kälte unbeweglich geworden sind.  Möglich ist auch allerdings, dass Eier abgelegt wurden.

Bekämpfung

Beseitigen Sie die braunen Stellen gründlich, die sich an den Innen- und Außenseiten der Pflanzen befinden. Das darf ziemlich „rücksichtslos“ geschehen. Wenn Sie die Bäume kräftig schütteln und mit den Händen von unten nach oben feste durchstreifen, kann bereits viel braunes Blatt entfernt werden. Macht man diese Arbeit ordentlich, ist es schon eine ziemliche Aufgabe. Zweigen und Äste, die bereits befallen sind, dürfen auch abgeschnitten werden. (je weiter vom Stamm geschnitten wird, je größer die Möglichkeit, dass wieder Grünes entsteht). Harken Sie alles gründlich zusammen und schaffen Sie die Abfälle von den Pflanzen fort.

Auf diese Weise ist schon ein ordentlicher Teil der Läuse mitbeseitigt.  Aber vor allem machen Sie die Struktur der Pflanze deutlich offener, wodurch der (kalte) Wind und der Frost die Pflanze gut durchdringen kann. Es ist möglich, dass der Winter somit das Problem ganz von alleine löst. Dies würde der Idealfall sein, weil Bekämpfungsmittel (Plan B) immer auch das biologische Gleichgewicht  zerstört  (auch „die guten Insekte“ die eventuell die Läuse vertilgen, werden daran sterben) wodurch man nicht mehr weiß wozu dies letztendlich führen wird.

Scheint sich das Läuseproblem im Frühjahr jedoch weiter fortzusetzen (weil die Läuse und Eier nicht erfroren sind) mit anderen Worten, wenn neue braune Stellen entstehen, dann kommt man nicht umhin ein Läusebekämpfungsmittel einzusetzen. Was geeignet ist und erlaubt sollte vor Ort in einem Fachgeschäft erfragt werden. Gegen Läuse kann man überall was finden. Sind biologische Mittel zur Bekämpfung erhältlich, so sollten diese bevorzugt werden.

Der Grund des Problems auch anpacken

Grund des Problems liegt fast immer in zu wenig oder zu viel Wasser oder schlechte Bodenbedingungen! Die Läuse sind nur das Symptom… Die Basisgesundheit der Pflanzen verbesseren ist mindestens so wichtig wie das entfernen der Läuse. Mit Heckenkraft 1 bis 4 bekommen Ihre Hecke und Ihr Boden zu jeder Jahreszeit die richtigen Nährstoffe. Alle stimulieren das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur. Außerdem sorgen sie für eine bessere Aufnahme der Nährstoffe aus dem Boden. Die Kombination von pflanzlichen Inhaltsstoffen, natürlichen Zuckern, Humin und Fulvin unterstützt gesundes Bodenleben und gesundes Pflanzenwachstum. Hier erfahren Sie mehr über ein aktuelles Beispiel einer Hecke, die mit Heckenkraft „gerettet“ wurde.

Update 18-01-2017: 
Inzwischen sehen wir dieses Phänomen schon mal wesentlich häufiger als ein paar Jahre zurück (wann dieses Artikel geschrieben wurde). Die weniger kalten Winter können vielleicht zu dieser Vermehrung von Läuse führen. Sicher wissen wir das nicht. Doch auch sehen wir dass die Hecken absolut empfindlicher hierfür sind wenn bestimmte Umstände (vor allem im Boden) nicht optimal sein. Diese Umstände kann man bei das Einpflanzen am besten beeinflussen. Ein gesundes Bodenleben sowie auch eine gute Luftzirkulation (das letzte vor allem bei Thuja Smaragd) ist unserer Meinung nach sehr wichtig.

Update 20-02-2019: 
Letzte Woche habe ich eine befreundete Baumschule mitten in den Niederlanden besucht. Während wir dort durch die Felder gingen, sah ich sie wieder… Ganz unten befanden sich kleine schwarze Flecken. Nachdem die Äste zur Seite geschoben wurden, wurden wieder zahlreiche Triebläuse sichtbar. Und das mitten im Winter! Ich denke, dass der Züchter, den ich darauf hinwies, nicht sehr glücklich mit mir war. Ich schrieb im Jahr 2013 zum ersten Mal darüber. Damals hatte ich noch selten jemanden über Läuse in Thuja Smaragd und in Brabant sprechen hören. Züchter sahen mich immer ein bisschen komisch an, wenn ich davon anfing. Es ging damals schon immer nur um Pilz, Pilz und nochmal Pilz. Und daran hat sich inzwischen wenig geändert.

Während auch heutzutage noch stets Läuse vielleicht viel häufiger die Ursache der Probleme sind als Pilze. Oder ja, die Quelle, die findet sich meist in schlechten Bodenbedingungen; zu trocken, zu nass, undurchdringbare Barrieren, eine schlechte Struktur oder eine Kombination hiervon. Dann muss man leider mit einem Befall durch Krankheitserreger rechnen. Läuse gehen übrigens oft mit Pilzinfektionen einher.

Es ist auffällig, dass ich selten Triebläuse in einer der Plicata-Arten (wie Thuja Martin, Excelsa und Atrovirens) gesehen habe. Diese scheinen weniger anfällig dafür zu sein. Lese unten das originale Artikel aus 2014.
  

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