Braune/vertrocknete Nadeln/Zweige. Ist es der Thuja Borkenkäfer? Ja!

Thuja Borkenkäfer

Vereinzelte braune/vertrocknete Zweige in meinen Thujen. Ist das der Thuja Borkenkäfer? Ja!


Neben vielen Fotos und Videos sind dies die Themen dieses Blogs:
1) Meistens lautet die Antwort in meinen Blogs NEIN, diesmal nicht.
2) Dieses Mal lautet die Antwort ja. Der Thuja Borkenkäfer befindet sich in den Thujen!
3) Den Thuja-Borkenkäfer erkennen.
4) Muss ich jetzt meine Thujen wegen dieses Thuja-Borkenkäfers fällen?
5) Bekämpfung des Thuja-Borkenkäfers
6) Ergebnis dieses Ansatzes bei den beiden erwähnten Fällen des Befalls mit dem Thuja Borkenkäfer (mit Videos Thuja Borkenkäfer).
7) Haben Thujen und andere Koniferen Abwehrmechanismen gegen den Borkenkäfer?
8) Was bei schwerem Befall, auch mit den Larven des Thuja-Borkenkäfers?
9) Was erhöht das Risiko des Befalls mit dem Thuja-Borkenkäfer?
10) Was sieht ähnlich aus, ist aber eigentlich etwas anderes als der Thuja Borkenkäfer? 

1) Meistens lautet die Antwort in meinen Blogs NEIN, diesmal nicht.

Wer viele meiner Blogs gelesen hat, weiß, dass die Antwort auf ähnliche Fragen wie die des Titels dieses Blogs meistens eher nein lautet. Dadurch schwimmen wir ein bisschen gegen den Strom. Wenn man im Internet die Suchbegriffe ‚brauner Zweig‘, ‚Thuja braun‘ oder gelbe Blätter an der Lorbeerkirsche eingibt, kommt man meistens bei allen möglichen beängstigenden Krankheiten und Schädlingen aus (Rindenläuse, Schimmel, Thuja-Miniermotten und diverse Arten schädlicher Käfer). Vor Allem das Wort Schimmel oder Schimmelpilz fällt im Zusammenhang mit Thujen schnell. Ich wage hier zu behaupten, dass mindestens in 8 von 10 Fällen einfach Trockenheit und/oder ein schlechter Boden die Ursache des Problems ist. Es würde die Probleme nur verschlimmern, wenn man in diesen Fällen die Giftspritze zur Hand nähme. Insbesondere von September bis Anfang November, d.h. in Kürze, wenn die Thujen auf natürliche Art und Weise beginnen, von innen heraus braune Nadeln zu bilden, werden unglaublich viele falsche Schlussfolgerungen gezogen und mit der darauf folgenden Maßnahme werden gesunde Pflanzen krank gemacht. Aber jetzt behandeln wir in diesem Blog den Fall eines echten Schadenverursachers: dem Thuja Borkenkäfer, ein ganz schön heftiges Ungeziefer.

Befall Thuja Borkenkäfer2) Dieses Mal lautet die Antwort ja. Der Thuja Borkenkäfer befindet sich in den Thujen!

Ein Gärtner in unserer Umgebung hat (zu) spät im Frühling noch Thujen bei einem seiner Kunden gepflanzt. Sein Kunde wollte unbedingt vor dem Sommer eine dichte Hecke haben. Bis vor kurzem sahen die Pflanzen seiner Meinung nach noch hervorragend aus, vor Allem in Anbetracht der Tatsache, dass sie so spät im Frühling gepflanzt wurden. Aber danach betrug die Temperatur drei Tage lang über 39 °C, und an einem dieser Tage sogar 41°C… Nicht viel später rief er mich an. Er hatte von jemandem über mein ‚Hecken-Blog‘ gehört und hoffte, dass ich ihm helfen könne. Er sagte, dass viele einzelne Zweige, über die ganzen Pflanzen verbreitet, sich in diesen gerade umgepflanzten Thujen braun verfärbt hatten. Da hier und da kleine Löcher in der Borke vorgefunden wurden, dachte er, dass es sich bei dem Schädling möglicherweise um den bekannten ‚Buchdrucker‘ handelte, von dem er im Radio gehört hatte (und der in Polen ganze Wälder zerstört). Auch, weil sich in der Nähe der neuen Hecke ein kleiner Wald von Tannen- und alten Eichenbäumen befindet, dachte er in diese Richtung.
Selber musste ich an eine unserer Kundinnen denken, vor circa 9 Jahren (bei Germersheim, in der Pfalz). Sie hatte in einem heißen Sommer Thuja-Borkenkäfer in ihrem Thuja Brabant entdeckt. Die Thujen standen dort seit ca. 5 Monaten. Ich hatte sie selber gepflanzt… In den Niederlanden kam dieser Schädling damals noch gar nicht vor (die japanische Variante, um die es sich damals handelte, auf jeden Fall nicht), aber ich habe ihn damals bei dieser Kunden besonders gut kennengelernt… Die Geschichte dieses Gärtners hat mich sofort daran erinnert. Ich habe mir das selbstverständlich sofort angesehen.

Japanische Thuja Borkenkäfer3) Den Thuja-Borkenkäfer erkennen

Tatsächlich ging es auch jetzt ganz klar um den Thuja-Borkenkäfer. Und soweit ich den dazugehörigen Bildern im Internet trauen kann, geht es diesmal wieder um die japanische Version. Nicht gerade ideal für den Gärtner und seinen Kunden, aber interessant für dieses Blog. Das allgemeine Schadensbild (bei Thujen) sieht wie folgt aus: Es sind alles einzelne Zweige, die langsam vertrocknen. Es handelt sich daher nicht um große Flächen, die sich braun verfärben, sondern wirklich nur um einzelne Zweige. Um dahinter zu kommen, ob der Thuja-Borkenkäfer tatsächlich der Verursacher ist, muss man sich die Stelle, an der ein solcher vertrockneter Zweig am Stamm oder an einem anderen Zweig sich befindet, gut ansehen. In dem Winkel des betreffenden Zweigs mit dem Stamm oder dem anderen Zweig sieht man ein kleines Loch (das kann sich auch an der Unterseite befinden), siehe auch die Fotos. Wenn man diesen Zweig vorsichtig am Befestigungspunkt abbricht (dort ist der Zweig häufig bereits gebrochen oder geknickt), findet man an der Bruchstelle am Stamm oder Zweig den kleinen Käfer. Er kriecht häufig tiefer in sein Loch, wenn Sie damit zugange sind. Es handelt sich um einen schwarzen Käfer von 2 bis 3 mm Länge (siehe Fotos und Videos). Zumindest der, den ich gefunden habe (die japanische Variante); es kann durchaus sein, dass die einheimischen Arten eine etwas andere Farbe haben. Wenn Sie einen Zweig aussuchen, der noch nicht völlig vertrocknet ist, aber sich bereits zu verfärben beginnt, ist die Chance, den Schädling zu finden, am größten. Die vielen Fotos ganz unten in diesem Artikel können Ihnen vielleicht helfen festzustellen, was genau mit Ihrer Konifere los ist. Und jetzt, wenn Sie den Käfer gefunden haben?! Erfahre es unter die Bilder.

Verursacht durch den Thuja Borkenkäfer. In dem Winkel des betreffenden Zweigs mit dem Stamm oder dem anderen Zweig sieht man ein kleines Loch
Thuja plicata Atrovirens, Borkenkäfer BefallThuja plicata Atrovirens, Borkenkäfer Befall
Thuja plicata Atrovirens, Borkenkäfer BefallThuja plicata Atrovirens, Borkenkäfer Befall
Thuja plicata Atrovirens, Borkenkäfer BefallThuja plicata Atrovirens, Borkenkäfer Befall
4) Muss ich jetzt meine Thujen wegen dieses Thuja-Borkenkäfers fällen?

Ich weiß nicht, ob es dafür lokale, landesweite oder bundesweite Vorschriften für gibt, wahrscheinlich wohl. Ich habe mal im Internet recherchiert und hier und da wird tatsächlich empfohlen, zu fällen und aufzuräumen. Ich finde das persönlich etwas kompliziert. Auf derartige Sachen wird häufig etwas übertrieben reagiert und das große Ganze ein bisschen aus dem Auge verloren. Sowohl der japanische Borkenkäfer als auch die einheimischen Arten, (die früher eine Seltenheit waren, ob das immer noch so ist, weiß ich nicht…) sind echte Schwäche-Parasiten. Das bedeutet, dass sie häufig erst aktiv werden, wenn der Widerstand ihrer Opfer reduziert ist. Das stellt ein Dilemma für die Antwort auf die Titelfrage dieses Absatzes dar. Die meisten Koniferen-Hecken können durchaus von diesem Schädling erlöst werden (wie, lesen Sie im nächsten Absatz). Wenn man nur diesen Aspekt berücksichtigt, müssen Ihre Koniferen oder Thujen meistens nicht entsorgt werden. Aufgrund der Dürre der vergangenen Jahre sind jedoch gerade die schönen, älteren Bäume, u.a. in Stadtparks, viel weniger resistent geworden. Und wenn Sie Ihre Thujen wieder aufpäppeln, kann Ihr Käfer möglicherweise aus Ihrer Hecke verschwinden und in den schönen alten Bäumen weiterwüten (oder sie gehen zu den Nachbarn, wenn sie auch eine geschwächte Hecke haben). Das möchten Sie natürlich nicht auf dem Gewissen haben, würde man sagen.
Meiner Ansicht nach gibt es hier ein großes „aber“. Die Ursache des Problems ist nämlich nicht der Schädling an sich, und ebenso wenig wie Ihre Hecke, in der er sich befindet. Es sind hauptsächlich die Hitze und Dürre, die im Prinzip alle Bäume schwächt (vor Allem diejenigen, die zu wenig Wasser bekommen). Und vielleicht spielen auch die warmen Winter eine Rolle. Wahrscheinlich sind die Borkenkäfer dadurch, zumindest im Moment, bereits überall unterwegs. Wir spüren nämlich immer noch die Trockenheit von 2018. Dadurch haben Sie mit Ihrer Hecke, wenn Sie die nicht gefällt haben, keine Schuld mehr am Absterben der großen Tanne im Park. Und Ihre Nachbarn, müssen die sich keine Sorgen machen? Wenn sie eine gesunde, fitte Hecke haben, die in gutem Boden steht und gut mit Wasser versorgt wird, haben sie nichts von Ihren Käfern zu befürchten. Anderenfalls war ihre Hecke wahrscheinlich auch bereits davon befallen…

Mein Gefühl sagt mir, dass man es eigentlich so sehen muss. Aber vielleicht mache ich mir falsche Vorstellungen und ist das auch wieder kurzsichtig. Ich bin der erste, der zugibt, dass ich nicht alles weiß, und ich lese gerne unten in den Kommentaren was Sie davon halten. Im nächsten Absatz werden Sie übrigens auch sehen, dass ich nie vorschlagen würde, die Käfer einfach in der Hecke zu lassen. Man muss sie absolut herausschneiden.

5) Bekämpfung des Thuja-Borkenkäfers, wenn man versuchen möchte, seine Thuja-Hecke zu retten

Das im vorigen Absatz erwähnte Dilemma lasse ich jetzt einfach beiseite. Die Verantwortlichkeit dafür überlasse ich Ihnen. Meistens hat man in Gärten mit einem Befall zu tun, wie ich ihn hier oben in Kapitel 3 beschrieben habe. Bei einem derartigen Befall ist Ihre Hecke absolut nicht zum Tod verurteilt. Zum ersten müssen Sie alle befallenen Zweige, und damit die Käfer, aus Ihrer Hecke herausschneiden und entsorgen. Wichtig ist, dass Sie auch einen Teil des Zweiges entfernen, an dem der befallene Zweig befestigt ist, denn gerade dort befindet sich der Käfer meistens, nicht im Zweig selber. Achten Sie auch auf Zweige, die gerade erst beginnen, sich zu verfärben. Sorgen Sie dafür, allen Befall zu entfernen! Begutachten Sie die Hecke eine Woche später noch einmal.
Außerdem müssen Sie versuchen, den Widerstand der Thujen oder Koniferen fördern. Das wichtigste Mittel im Hinblick darauf ist Wasser. Denn meistens stehen die Koniferen, in denen sich der Thuja Borkenkäfer eingenistet hat, viel zu trocken. Ob das auch in Ihrem Fall gilt, können Sie selbstverständlich selber am besten beurteilen. Humus, oder dem Humus ähnliche Substrate, Spurenelemente, sowie ein gesundes Bodenleben sind wesentliche Elemente für den Aufbau eines guten Widerstands. Das kann mit mehreren Methoden erreicht werden. Selbstverständlich bin ich in dieser Hinsicht nicht gänzlich unabhängig und ich möchte hier keine allzu große Reklamegeschichte von machen, aber ich weiß, dass unsere Heckenkraft-Produkte einen großen Beitrag dazu leisten können. Insbesondere mit einer kräftigen Dosis Heckenkraft-Extra kann der Widerstand Ihrer Pflanzen wieder in die richtige Richtung gesteuert werden, vor Allem in Kombination mit unserem Saisondüngung Heckenkraft 1, 2 oder 3. Das hat der Gärtner aus der oben erwähnten Geschichte inzwischen auch gemacht. Von diesem Mittel kann man nicht zu viel geben, wie Sie auch hier lesen, und dadurch können Sie ganz unkompliziert Huminsäuren und Bodenbakterien in den Boden eintragen. Ausreichend bewässern ist und bleibt jedoch weiterhin am wichtigsten. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass ich nicht behaupte, dass Heckenkraft-Extra oder andere Heckenkraft-Produkte die Lösung für den Thuja-Borkenkäfer sind. Bestimmt nicht! Sie machen die Pflanze jedoch widerstandsfähiger. Das kann dafür sorgen, dass neue Käfer sich eine weniger fitte Hecke, oder einen geschwächten Baum im Wald aussuchen.

6) Ergebnis dieses Ansatzes bei den beiden erwähnten Fällen des Befalls mit dem Thuja Borkenkäfer.

Die Hecke in der Nähe von Germersheim, von der hieroben bereits die Rede war, haben wir damals genau auf diese Art und Weise (bewässern und alle befallenen Stellen von Hand entfernen) gerettet, bis auf einige vereinzelte Thujen. Und die Thujen, die es letztendlich nicht geschafft haben, sind (auf jeden Fall meiner Meinung nach…) einzig und allein durch die Trockenheit abgestorben. Ich habe nämlich kurze Zeit später selber die Ersatz-Pflanzen geliefert und gepflanzt und damals war es auch wieder so knochentrocken…Auch der neuere Fall, von dem Gärtner, der mich anrief, sieht inzwischen wieder gut aus. Ich habe an dem Tag, an dem ich diesen Artikel schrieb, noch einmal nachgesehen und musste mein Bestes geben, um auch nur einen einzigen Käfer zu finden (er wird jedoch berühmt, weil er derjenige in den Videos ist). Von den Besitzern der Hecke durfte ich aus Datenschutz-Erwägungen nur close-up Fotos von den Zweigen und dem Befall machen, nicht von der gesamten Hecke.  Diese Hecke sieht jedoch wieder gesund aus, und ich mache mir eigentlich jetzt schon keine Sorgen mehr darüber (obwohl das noch etwas früh ist, inzwischen sind ca. 3 Wochen nach dem Telefonat vergangen). Erfahre mehr unter die Videos des Thuja Borkenkäfers.

7) Haben Thujen und andere Koniferen Abwehrmechanismen gegen den Borkenkäfer?

Ja, gesunde Koniferen verteidigen sich durch das Ausscheiden von Harz und Giftstoffen. In der oben besprochenen Hecke haben wir das auch relativ schnell wahrgenommen. Ich glaube, dass das daher kommt, weil wir mehr gegossen und große Mengen Heckenkraft-Extra gegeben haben. In den erwähnten Knicken kommt jetzt relativ viel Harz vor (in dem die Käfer wahrscheinlich stecken bleiben). Vor einigen Wochen, unmittelbar nach den heißen Tagen mit 40 °C, war das noch nicht der Fall. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht sicher bin, ob das tatsächlich das Ergebnis vom Wasser und Heckenkraft ist. Ich bin mir im Allgemeinen aber sicher, dass die Pflanzen jetzt viel besser aussehen und dass das schon damit zu tun hat.

8) Bei schwerem Befall, auch mit den Larven des Thuja-Borkenkäfers

Wenn sich auch jede Menge Larven in einem Baum befinden (d.h. nicht nur die Käfer selber), die unter der Borke ein komplettes Tunnelsystem ‚fressen‘, sieht das Schadensbild ganz anders aus. Dann stirbt der gesamte Baum ab, da der Saftfluss komplett unterbrochen wird. Ich habe das selber noch nie in einer Baumschule oder in einem Garten gesehen. Ich kenne es nur von Bildern im Internet. Dabei handelt es sich um einen ganz anderen Befall als der, von dem ich behaupte, dass ich ihn bekämpfen kann. Dagegen kann man nämlich nichts mehr ausrichten. Dann muss man fällen und entsorgen.

9) Was erhöht das Risiko des Befalls mit dem Thuja-Borkenkäfer?

Trockenheit und Hitze scheinen eindeutig eine große Rolle zu spielen. In den beiden Fällen, die ich jetzt aus der Nähe gesehen habe, war es besonders warm und trocken und es handelte sich um Thujen, die weniger als 5 Monate zuvor gepflanzt worden waren. Auch letzteres ist kein Zufall. Wenn die Pflanzen noch nicht optimal mit dem Boden verwachsen sind, können Sie auch nicht optimal an ihrer Widerstandsfähigkeit arbeiten und werden eher Opfer von Schädlingen. Des Weiteren glaube ich, dass alles, was die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen beeinträchtigt, das Risiko des Befalls mit dem Thuja-Borkenkäfer erhöht. Eine schlechte Bodenstruktur, ein ungesundes Bodenleben und zu wenig Humus sind aus meiner Sicht Faktoren, die eine Rolle spielen können. Und zu viel Wasser, beispielsweise durch Staunässe, vielleicht auch.

10) Nicht alle braunen Zweige deuten auf den Thuja-Borkenkäfer hin! Was sieht ähnlich aus, ist aber eigentlich etwas anderes?
Wenn es sich um große braune Stellen handelt, ist es nahezu immer etwas anderes, bei Thuja Brabant und Smaragd handelt es sich in dem Fall häufig um Läuse. Aber das Schadensbild durch den Thuja-Borkenkäfer, wie ich es hier oben beschrieben habe (über den Baum verbreitete, vereinzelte ausgetrocknete Zweige), ähnelt zwei Phänomenen, die beide unschuldig sind:

Das erste Phänomen, was ähnlich aussieht, aber etwas anderes ist.
Wenn Koniferen verpflanzt werden, werden Sie von demjenigen, der sie ausgräbt, demjenigen, der sie auf Paletten stellt, von den Paletten herunter nimmt und/oder demjenigen, der sie pflanzt, berührt. Dadurch werden, über die Pflanze verbreitet, einige Zweige beschädigt. Vor allem, wenn es sich um schwere Pflanzen handelt. Diese Beschädigungen sind so gut wie unsichtbar. In den darauf folgenden Monaten können diese beschädigten Zweige (kaum wahrzunehmenden dass sie beschädigt sind), vor allem, wenn die Witterungsbedingungen sich verschlechtern, austrocknen und braun werden. Dieses Bild, aus einigen Metern Abstand gesehen, kann einem leichten bis mäßigen Befall mit dem Thuja-Borkenkäfer sehr ähnlich sehen. Aber eigentlich ist das nichts gravierendes (ich würde die vertrockneten Zweige übrigens trotzdem herausschneiden).

Diese 2 Bilder sind richtig für einen leichten Angriff des Thuja Borkenkäfers. Es kann sich jedoch auch um völlig etwas anderes handeln, wie das hier beschiebene erste Pfänomen oder Zum Beispiel was wir in den Niederlanden ´Zweigsterben´ nennen (darüber folgt später bestimmt noch irgendwann ein Artikel). Um sicherzugehen, dass es sich um der Thuja Borkenkäfer handelt, müssen Sie nach dem Schaden und dem Käfer suchen, wie im Kapitel 3 hieroben angezeigt.

Das zweite Phänomen, was ähnlich aussieht, aber etwas anderes ist.
Ab Mitte August/Anfang September (das hängt stark vom Wetter ab) bis zum ersten Frost, können Thujen und Scheinzypressen plötzlich ganz viele braune Nadeln bekommen. Das kommt wirklich von innen heraus. Das letzte ist wichtig. Bei den Thuja Brabant- und Thuja plicata-Arten, vor allem bei ‚neuen Pflanzen‘, bei denen man noch bis auf den Stamm hereinschauen kann, sieht das durchaus wie eine Befall mit dem Thuja-Borkenkäfer aus. Obwohl man bei diesem unschuldigen Phänomen, das ich auf dieser Seite ausführlich beschreibe, mit viel mehr braunen Zweigen zu tun hat, die nicht so vereinzelt, sondern eher flächendeckend vorkommen. Beim Thuja-Borkenkäfer handelt es sich häufig um sehr vereinzelte, über den ganzen Baum verbreitete Zweige, die beschädigt sind.

Diese Beispiele sind alle definitiv nicht der Thuja Borkenkäfer. Sondern das hier beschriebene jährlich wiederkehrende Phänomen.
Thuja Brabant, von innen heraus braun/gelb, keine Thuja BorkenkäferThuja Smaragd, von innen heraus braun, keine Thuja Borkenkäfer
Thuja plicata Excelsa, von innen heraus braun, kein Schädling. Diese schaut sehr ähnlich aus, bin aber da gewesen, es war definitiv kein Schädling.Thuja Smaragd, von innen heraus braun, keine Schädling sondern dieses Pfänomen

Die Fotos und Videos sind Eigentum von „somachtduengenspass.de“ und dürfen nicht von Dritten verwendet werden!

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