Fruchtende und nicht-fruchtende Eibe wie ist das jetzt?

Beere weiblicher Taxus baccata

Bezüglich fruchtende und nicht-fruchtende Eiben herrscht große Verwirrung

Der normale einheimische Taxus baccata besteht aus männlichen (nicht-fruchtenden) und weiblichen (fruchtenden) Pflanzen. Allerdings sortieren nur wenige Baumzüchter ihre Taxus baccata nach männlichen und weiblichen Pflanzen. Deshalb findet man diese normale, aber nicht fruchtende Eibe (Taxus baccata) beim Googeln nur selten oder sogar gar nicht. Was man hingegen findet, da er praktisch von jedem Online-Anbieter verkauft wird, ist der Taxus media “Hillii” (der sich für eine Sichtschutzhecke nicht sonderlich gut eignet). Weil dieser “Hillii” die einzige nicht-fruchtende Eiben-art ist, die man auf den ersten beiden Seiten der Google-Suchergebnisse finden kann, scheint dies die einzige Option zu sein, wenn man eine Taxushecke anlegen will, die keine Früchte bildet. Die Suchergebnisse bei Google geben also ein völlig verzerrtes Bild wieder. Ich denke denn auch, dass viele Menschen, die eine Eibenhecke ohne Beeren anlegen wollen, es sich anders überlegen, weil der Hillii nicht ihren Wünschen entspricht, oder eben doch den Hillii nehmen und es später bereuen.

Sie müssen bis zum nicht-fruchtende, einheimische Eibe (Taxus baccata) weitersuchen

Der einheimischen Taxus baccata (der sich durchaus für eine Sichtschutzhecke eignet) ist zweihäusig, so wie auch der Mensch. Mit anderen Worten, er hat sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen (dies können Sie auch ganz einfach bei Wikipedia nachschlagen). Die männlichen Pflanzen sind nicht-fruchtend, die weiblichen Pflanzen hingegen bilden Früchte aus. Die Art des Wachstums ist bei beiden gleich. Die meisten tun es nicht, aber es gibt auch einige solide Baumschulen, welche die männlichen (nicht-fruchtenden) Taxus baccata für Sie selektieren. Sie müssen sie nur finden. Seit diesem Frühjahr können Sie auch bei uns ausgewählte nicht-fruchtende männliche Taxus baccata auf dieser Webshopseite Heckenfreundes kaufen.

Männliche (nicht-fruchtende) Eibe (Taxus baccata) markiert.

Die übliche Verkaufsweise beim einheimischen Taxus baccata

Fast überall, wo man den normalen einheimischen Taxus baccata kaufen kann, erwirbt man männliche und weibliche Pflanzen gemischt. Das ist einfach so üblich, und so haben wir das auch immer gemacht. Und das machen wir übrigens auf dieser Webshopseite immer noch so. Wie das kommt, haben wir bereits auf dieser Seite erklärt. Dies bedeutet also, dass Sie beim Kauf von Taxus baccata normalerweise in einer Bestellung sowohl (weibliche) fruchtende als auch (männliche) nicht fruchtende Eiben erwerben. Ich vermute, dass etliche Online-Anbieter dies nicht einmal wissen. Das ist übrigens auch völlig in Ordnung. Baccata bedeutet schließlich auch Beere oder rote Scheinfrucht. Die weiblichen Pflanzen aus Ihrer Bestellung werden im Sommer Beeren ausbilden. Dies können Sie aber durch beschneiden deutlich einschränken. Die Beeren sind Nahrung für Vögel und würden mich persönlich überhaupt nicht stören. Über die Giftigkeit von Eiben und Taxusbeeren habe ich auf dieser Seite schon geschrieben.

Nicht einheimischer Taxus media (Hillii und Hicksii)

Der Taxus media ist eine Kreuzung aus dem normalen einheimischen (europäischen) Taxus und dem japanischen Taxus (der langsamer und anders wächst als der europäische Taxus). Damit handelt es sich beim Taxus media allerdings um eine völlig andere Pflanze mit einer anderen Wachstumsweise. Der Taxus media Hillii ist eine männliche, nicht-fruchtende Unterart davon. Es stimmt also, dass er keine Früchte trägt bzw eine nicht fruchtende Eibe ist. Aber wie bereits auf dieser Seite besprochen, ist er für eine Sichtschutzhecke schlichtweg ungeeignet. Der Hicksii ist die weibliche Unterart des Taxus media und bildet wiederum richtig viele rote Beeren aus, sodass er äußerst dekorativ ist, wenn man das mag. Auch er eignet sich unserer Ansicht nach nicht besonders gut als Hecke, auch wenn das etwas besser geht als beim Hillii (wächst etwas schneller, aber nicht besonders kompakt).

Fragen

Wenn Sie Fragen zu Ihrer eigenen Situation haben, können Sie diese gerne stellen. Bitte tun Sie dies jedoch unten in den Kommentaren.

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