Wie giftig ist die Eibe? Sind auch die Beeren der Eibe giftig?

Ist die Eibe Giftig? Und sind auch die Beeren der Eibe giftig?

Ich werde häufig gefragt, ob die Eibe giftig ist. Vor allem, weil diejenigen die Anschaffung einer Eibenhecke erwägen, aber diese Frage wegen ihrer kleinen Kinder oder Haustiere abklären möchten. Standardmäßig antworte ich dann meist, dass von der Eibe die Nadeln und die Beerensamen ziemlich giftig sind und dass sie sich im Zweifelsfall lieber nicht für eine Eibe entscheiden sollten. Ob und wie viele Beeren/Früchte die normale Taxus baccata bekommt, ist auf dieser Heckenfreunde-Seite direkt über und unter den Artikeln nachzulesen. Ich bin immer lieber auf der sicheren Seite, um eben niemals für das Krank werden (oder noch Schlimmeres) von Kindern oder Haustieren mitverantwortlich zu sein.

Dennoch habe ich durchaus Grund zu der Annahme, dass die Giftigkeit bzw. das Risiko auf Vergiftung in der Praxis nicht so sehr ins Gewicht fällt. Ich habe eigentlich noch nie wirklich vernommen, dass jemand tatsächlich durch Eiben krank geworden ist. Aber um auf der sicheren Seite zu bleiben, behalte ich diesen Gedanken normalerweise für mich.

Wer hat schon also einmal etwas erlebt, das mit der Giftigkeit der Eiben zu tun hat, oder wer hat schon von jemandem gehört, der negative Erfahrungen mit der „Giftigkeit der Eibe“ gemacht hat?

Dieser Artikel ist hauptsächlich dazu gedacht, Reaktionen von Lesern zu erhalten, die aufgrund von (hoffentlich nicht allzu schlechten) Erfahrungen mehr darüber wissen als ich. Ich weiß, dass die Nadeln und Samen ziemlich giftig sind. Mir wurde gesagt, dass das bereits das Konsumieren von zwei Nadeln tödlich sei. Von den ebenfalls Gift enthaltenden Samen weiß ich nicht, ob sie ausreichend verdaut werden, sodass das Gift in den Körper gelangen kann. Bei Vögeln ist das ja eindeutig nicht der Fall, denn sie essen die Früchte der Eibe. Seltsam finde ich auch, dass ich noch nie von Todesfällen oder Beinahe-Todesfällen aufgrund der Eibe gehört habe. Es muss doch durchaus mal vorkommen, dass ein kleines Kind eine solche Beere in den Mund steckt. Aber man hört nichts darüber. Vielleicht schmecken die Beeren sehr ekelig und sie spucken sie gleich wieder aus? Ich weiß es einfach nicht und hoffe, durch Reaktionen auf diesen Artikel (unten auf dieser Seite unter den Artikeln) mehr zu erfahren.

Bitte um Reaktionen von allen, die von Berufs wegen mehr darüber wissen.

Ich würde es sehr schätzen, wenn jemand, der mehr darüber weiß, sein oder ihr Wissen mit uns teilen würde (Reaktionen unter den Artikeln).

Derjenige oder diejenige mit der besten Antwort möchte ich sogar mit einer Flasche Heckenkraft-Extra für 30 Meter Hecke belohnen (ideal für Neuanpflanzungen oder geschwächte Heckenpflanzen).

Durch viele Reaktionen kann ich bestimmt eine umfassendere Beratung zum Thema Eiben bieten.

An sich würde ich die Eibe jedem empfehlen, der eine neue Hecke anpflanzen möchte. Bei fast allen Kriterien, die man bezüglich Heckenpflanzen haben kann (einheimisch, geringer Wasserverbrauch, zurückschneidbar, kompletter Sichtschutz, Pflegeleichtigkeit, Robustheit, Farbe usw.), schneidet die Eibe besser ab als alle anderen Heckenpflanzen. Nur diese Giftigkeit (und die Beerenbildung an sich) bleibt eine Sache, auf die ich mir noch keinen rechten Rat weiß. Viele Reaktionen hier unten könnten zu mehr Klarheit beitragen, wie schnell Kinder oder Tiere durch eine Eibenhecke vergiftet werden können.

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Hartmut Janßen
Gast
Hartmut Janßen

Ich habe die Eibenhecke meines Großvaters übernommen, als mein Sohn sie rausgerissen hat. Opa zu Ehren durfte sie nicht aufs Osterfeuer. 40 Jahre, Riesending, viel Arbeit, teils mit dem Bagger. Habe die ca 100m viel gegossen ( scheiß trockenes Jahr) geschnitten, usw. Alles ohne Handschuhe. Habe zwei Labbiemixe…die fressen alles! Da ist keiner krank, habe den Schnitt zur Herstellung von Krebsmedikamenten gespendet. UND MEIN KREBS (PROSTATA ) ist weg! Die Arme immer ziemlich voll roter Pickel, aber egal! Also mir und meinen Labbies und ca 80% der umgepflanzten Hecke geht es sehr gut!

Daniel Horvath
Gast
Daniel Horvath

Der Taxus mag vielleicht giftig sein aber von zwei Nadeln ist noch niemand gestorben.
Ich als Gärtner nehme beim Taxus Heckenrückschnitt ungewollt viel Nadelstücke zu mir und hatte nie Probleme!
Zu den Beeren kann ich nur sagen, die sind zuckersüß und echt lecker! Es ist wahr das der Kern giftig ist, denn der enthält Blausäure allerdings müsste er zerbissen werden um sie freizugeben und das schafft ein normaler Mensch mit seinen Zähnen nicht da der Kern zu hart ist!
Versucht die Beeren mal und spuckt die Kerne einfach aus!😉

Chevy
Gast
Chevy

Wir haben im Medizinstudium das Gift der Eibe, namentlich ein Taxan, mit Alkohol ausgezogen und mit dem gewonnenen Taxol die Toxizität an Zelllinien menschlicher Keratozyten getestet. Dabei verwendeten wir 8-10 Nadeln pro Auszug und erhielten toxische Wirkungen zum Teil schon in geringen Konzentrationen. Taxane sind Spindelgifte und somit wirksam auf die Zellteilung, was sie auch als Zytostatikum, insbesondere in der Krebstherapie, wertvoll und zum Teil unentbehrlich macht (zB Paclitaxol). Die Giftigkeit der Eibe wird also auch medizinisch genutzt und wie bei allen „Giften“ entscheidet die Dosis. Und diese ist von Standort zu Standort der Pflanze mit Sicherheit unterschiedlich. Der Samen… Lesen Sie weiter »

Chevy
Gast
Chevy

Die Frage nach dem Verdau der Eibensamen erscheint tatsächlich wenig untersucht. Fakt ist: der Verdauungstrakt von Vögeln scheint die Samen unverdaut auszuscheiden, was in Anbetracht des Reproduktionszyklus positiv für die Art ist, also biologisch so vorgesehen scheint. Fakt scheint auch (rein logisch) dass das Zerbeißen und kauen der Samen zum Verdau und damit zur Aufnahme des Giftes führt. Inwieweit der menschliche/tierische Verdau allerdings den intakten Samen angreift und degradiert scheint nach kurzem Blick in die Forschung bislang nicht untersucht/veröffentlicht. Spannend, aus rein empirischer Sicht, wäre hier ein Experiment mit Nachahmung des menschlichen Verdauungsvorganges zur Untersuchung der Wirkung auf die Außenhülle… Lesen Sie weiter »

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