Ist die beerenlose Eibe, die Taxus Media Hillii, wirklich die Eibe, die Sie haben möchten?

Vielleicht nicht wenn sie eine Sichtschutzhecke bilden sollte...

Menschen können aus verschiedenen Gründen nach, einer Eibenart suchen, die keine Beeren bildet. Oftmals wegen der Giftigkeit der Beeren (die übrigens nicht giftiger sind als die Nadeln) und/oder des Drecks, den die abgefallenen Beeren auf dem Boden, der Terrasse oder den Pflastersteinen machen. Nach einer Sucheingabe bei Google gelangt man schon schnell zur Taxus media ‘Hillii’ als perfekte Lösung…

Die Frage ist jedoch, ob das wirklich in allen Fällen die ideale Lösung ist. Vor allem, wenn man eine Sichtschutz-Hecke machen möchte. Einige Nachteile der ‘Hillii’, wenn Sie daraus eine Hecke bilden möchten, die als Sichtschutz dienen soll:

  • Sie wächst unglaublich langsam. Wenn Sie sie mit einer Pflanzenhöhe von beispielsweise 100 cm pflanzen, dauert es viele Jahre, bevor sie Augenhöhe erreicht. Kaufen Sie sie schon auf Augenhöhe, dann bezahlen Sie oft um die 120,- € pro Pflanze (das ist eine vorsichtige Schätzung). Meist befinden Sie sich dann auch direkt im exklusiven Segment, was sehr schwere Pflanzen mit Drahtballen bedeutet, die nur noch durch Raffael Gordzielik (stärkste Man Deutschlands 2018…) zu bewegen sind. Dann brauchen Sie also auch noch einen Gärtner mit einem Kran…
  • Die “Hillii” ist bezüglich Kompaktheit nicht mit der gewöhnlichen Heimische Eibe (Taxus baccata) zu vergleichen. Um etwas Kompaktheit zu erreichen, müssen die Spitzen eigentlich ab und zu beschnitten werden. Das bremst das Wachstum (nach oben) nochmals und sorgt dafür, dass sie mehr in die Breite wächst.
  • Eine zu schnell nach oben gewachsene “Hillii” ist daher nicht sehr kompakt und kann, beispielsweise durch Schnee, ein bisschen auseinanderfallen.

Natürlich ist es möglich, eine Sichtschutzhecke mit einer Taxus media “Hillii” zu errichten, aber dann müssen Sie hierfür viel Geld oder viel Geduld übrighaben. Diese Art der “fortschrittlichen Erkenntnisse” über die “Hillii” wollten wir gerne auf dieser Seite nochmals aufzeigen.

Für welche Anwendung eignet sich die 'Hillii' denn besonders gut? 

Für eine dauerhaft niedrige Abgrenzung (so zwischen 60 und maximal 140 cm) ist diese fruchtlose Eibe ideal. Sie könnten sie sogar als Buchsbaum-Ersatz nutzen. Was Wasser und Düngung betrifft, benötigt sie sehr wenig. Ich denke sogar, dass wir sie in der Baumschule im letzten extremen Sommer 2018 noch nicht mal beregnet haben oder höchstens einmal… Was die Robustheit anbelangt, sind Sie mit die Taxus x media ‘Hillii’ also auf der sicheren Seite.

Beste alternative für die 'Hillii'

Die beste Alternative zum Taxus media ‘Hillii’ ist die normale einheimische Eibe, aber dann nur die männlichen Pflanzen ohne Beeren.

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Jaap Metsemakers, Autor dieses Artikels

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10 Monate vor

[…] Für eine Sichtschutzhecke ist der Taxus media Hillii aus mehreren Gründen viel weniger geeignet (mehr dazu in diesem Artikel über den Taxus media Hillii). Damit will ich im Übrigen nicht sagen, dass der Taxus Hillii keine gute Taxusart wäre (z.B. ist […]

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