Ist Rindenmulch gut oder schlecht für Heckenpflanzen?

„Ist Rindenmulch gut oder schlecht für Thuja, Taxus und Lorbeer?“ und „Ist es eine gute Idee, meine Hecke mit Rindenmulch zu mulchen?“
Diese Fragen mussten wir im Laufe der Jahre öfter beantworten. Und eigentlich ist das wirklich schwierig. Der Rindenmulch hat positive, aber auch weniger gute Auswirkungen auf die Pflanzen.

Positive Auswirkungen Rindenmulch:
Dies hat zwar weiter nichts mit der Gesundheit der Heckenpflanzen zu tun, aber er hält das Unkraut für eine Weile praktisch komplett fern. Diesen Vorteil muss man allerdings relativieren, da die Heckenpflanzen längerfristig selbst dafür sorgen, dass kein Unkraut unter den Pflanzen wächst. Unter der Hecke ist es schließlich dunkel, so dass dort auf die Dauer fast nichts wächst. Abgesehen von der Echten Zaunwinde, der kommt durch alles hoch…
Rindenmulch bringt Humus (organisches Material) auf und schließlich auch in den Boden. Das ist auf jeden Fall gut.

Negative Auswirkung Rindenmulch:
Er macht den Boden etwas sauer. Es gibt praktisch keine Heckenpflanze, die sauren Boden mag.
Wie Sie negative Auswirkungen (teilweise) kompensieren können lesen Sie unten.

Auswirkungen, die je nach Bodenart positiv oder auch negativ sein können:
Bei einem sehr durchlässigen Boden (wie zum Beispiel Sandboden) sorgt eine Schicht Rindenmulch dafür, dass das Wasser besser festgehalten wird. So trocknet der Boden nicht so schnell aus, und der Feuchtigkeitsgehalt des Bodens bleibt ziemlich konstant. Das ist gut.
Bei einer Bodenart hingegen, die anfälliger für Staunässe ist (Lehm- und/oder Tonboden mit zu wenig Humus) verschlimmert der Rindenmulch das Feuchtigkeitsproblem nur. Das Wasser kann dann weder richtig ablaufen noch verdunsten. Dadurch bleibt es möglicherweise zu lange zu nass, und infolgedessen sterben Ihre Heckenpflanzen ab. Insbesondere bei Taxushecken kann dies ziemlich schnell fatal sein.

Negative Auswirkungen (teilweise) kompensieren:
Die leichte Versäuerung Ihres Bodens durch den Rindenmulch können Sie mit ´Heckenkraft-Extra´ fast sofort ausgleichen, da das pH von Heckenkraft-Extra 7,9 ist. Darüber hinaus wirkt es gleichzeitig auch als ein vorsichtiger anreger von geschwächte Pflanzen (dafür ist es eigentlich entwickelt) wobei Verbrennung nicht möglich ist. Das hohe pH-Wert ist eher Zufall aber wirkt trotzdem sehr gut aus auf Rindenmulch. Eine mehr dauerhafte Lösung wäre jeder Herbst eine Menge Heckenkraft-4 auf Ihrem Boden auf zu bringen. Das erhöht der pH (mit Meeresmuschelkalk und Eifelgold-Lavamehl) dauerhaft.
Außerdem dürfen Sie niemals eine mehr als 5 cm dicke Schicht Rindenmulch auftragen. Bei Böden, die schnell unter Staunässe leiden, würde ich sogar komplett aufs Mulchen verzichten.

Fazit:
Bei sehr durchlässigen Böden ist eine dünne Schicht aus gutem Rindenmulch durchaus zu empfehlen. Dann wiegen die positiven Auswirkungen die negativen vielleicht gerade so auf. Allerdings müssen Sie dann (vorzugsweise im Herbst) ein bisschen Gartenkalk ausbringen, damit der Boden nicht versäuert. Auf wenig durchlässigen Boden würde ich niemals Rindenmulch verwenden.

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