Meine Hecke wie Thuja und Eibe Kalk geben oder kalken mit Kalkdünger?

Jaap Metsemakers, Autor dieses ArtikelsBraucht meine Hecke Kalk? Sollte ich meine Hecke kalken mit ein Kalkdünger?

Die Antwort ist einfach, ja, die meisten Heckenpflanzen wie Thuja, Kirschlorbeer und Liguster gedeihen wesentlich besser, wenn man ihnen einmal im Jahr etwas Kalk oder Kalkdünger zusetzt. Und vor allem, wenn Sie unter Ihrer Hecke eine dicke Schicht Baumrinde oder Rindenmulch aufgetragen haben. Aber Kalk ist nicht gleich Kalk, und wann muss man ihn zusetzen?

Warum sollte ich Kalkdünger zusetzen?

Die Hauptzwecke des Zusetzens von Kalk sind: 

1) pH-Stabilisierung des Bodens (d.h. zur Verhinderung der Versauerung des Bodens).
Es ist nicht das Kalzium, das dafür sorgt, dass der pH-Wert im Boden nicht zu niedrig wird. Es ist das an das Kalzium gebundene negativ geladene Anion (z.B. O2² oder CO3²), das dafür zu sorgen hat. Und in diesem Punkt unterscheidet sich die Wirkung der einzelnen Kalksorten sehr. Kalksorten, die nur CaO und fast kein CaCO3 enthalten, bringen viel weniger bei der pH-Neutralisation. Es ist also gut, wenn Kalk auch CaCO3 enthält. Dies ist z.B. bei Muschelkalk der Fall. Hinsichtlich Punkt 3 (siehe unten) bringt nur Muschelkalk jedoch wenig. Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Sie Baumrinde oder Rindenmulch auf den Boden unter den Heckenpflanzen aufgetragen haben.

2) Verbesserung der Bodenstruktur und Stimulierung des Bodenlebens
Bei kalken geht es vor allem um das Ca-Ion. Durch die Bindung von Ca2+ an den Ton-Humus-Komplex (anstatt zu viel Mg2+) sorgt Kalzium für eine luftigere und körnigere Bodenstruktur.
Kalk erhöht auch deutlich die Anzahl der Regenwürmer im Boden. Dies ist wissenschaftlich belegt. Aber ob dies ein indirekter Effekt der Bodenverbesserung ist oder ob etwas anderes dahinter steckt, weiß ich nicht. Wenn Sie es wissen, können Sie es uns in den Kommentaren unten gerne erklären, wir lernen gerne. Wir freuen uns zu lernen.

3) Mit Spurenelementen anreichern
Spurenelemente sind wichtig für alle Arten von Vorgängen in der Pflanze. Eine Reihe von Spurenelementen sind unerlässlich für die Aufnahme anderer essenzieller Nährstoffe.

Wann muss ich Kalk geben oder kalken?

Grundsätzlich bringt man im Herbst oder im Winter Kalk auf die Heckenpflanzen aus. Der Hauptgrund dafür ist, dass eine Reihe der im Kalk vorhandenen Elemente Phosphat bindet und damit das Wachstum der Pflanze hemmen kann. Im Winter spielt das jedoch keine Rolle (oder ist sogar gut), da sich die Pflanzen ohnehin in einer Ruhephase befinden. Wenn man versehentlich in einer anderen Jahreszeit Kalk zugesetzt hat, ist das übrigens nicht weiter schlimm. Es kann eigentlich nicht wirklich schaden, mit Bittersalz ist das schon anders.

Unser Kalkdünger, Heckenkraft 4Unser Kalkdünger; Heckenkraft 4

– Die eine Hälfte unser Kalkdüngers besteht aus Lavakalk aus der Eifel und Muschelkalk aus der Nordsee. Der Lavakalk sorgt für eine sehr große Bandbreite an Mineralien und Spurenelementen. Und der Muschelkalk liefert einen hohen Gehalt an Kalziumkarbonat (vorteilhaft für den pH-Wert). Außerdem geben diese natürlichen Kalksteinarten ihre Mineralien nur langsam ab, sodass der Boden nicht überstrapaziert wird. 

– Die andere Hälfte besteht (im Gegensatz zu fast allen anderen Kalksorten) aus Traubentrester, sodass zusätzlicher Humus auch im Herbst und Winter in den Boden eingebracht wird. Wir halten Humus für äußerst wichtig, da davon gerade in Gartenböden oft zu wenig enthalten ist, insbesondere bei Neubausiedlungen. Darüber hinaus enthält dieser Traubentrester viele Nährstoffe zugunsten des Bodenlebens und enthält der Traubentrester viele gute Bodenbakterien.

Heckenkraft 4 ist ideal für den einmaligen Zusatz von Kalk im Herbst oder Winter. Ganz und gar ideal ist es, wenn man im Frühjahr mit Heckenkraft 1 weitermacht, dessen Wirkung durch den Einsatz von HK4 im Herbst oder Winter deutlich verstärkt wird.

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Jonas B.
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Jonas B.

Ihr meint wohl Traubentrester, nicht Traubenmost?

Jonas B.
Gast
Jonas B.

Ich bin ja auf der Suche danach, ob Thujablätter den Boden ansäuern oder neutral belassen. Kennt jemand eine verlässliche Antwort?

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