Meine Eibenhecke oder Eiben verfärben sich gelb und/oder braun

1) Meine Eibenhecke färbt sich an der Außenseite leicht braun


1a) Dieses Phänomen im Winter

Im Winter können sich Eibenpflanzen leicht bräunlich verfärben (siehe Fotos). Das gilt mit Sicherheit für die für Hecken üblichste Art, der Taxus Baccata. Dies tritt vor allem bei Pflanzen auf, die (zumindest teilweise) im kalten Wind stehen. Das Phänomen tritt auch stärker im ersten Winter nach der Pflanzung auf. Meistens ist die Verfärbung an der Oberseite am stärksten, weil dort der kalte Wind besonders heftig entlangzieht. Sie können und müssen hier nicht handeln (obwohl eine Herbst-Winterdüngung wie Heckenkraft-4 die Pflanzen im Frühling schneller wieder grün werden lässt). Dies ist eine Naturerscheinung und die frische grüne Farbe kommt im Frühling von alleine zurück, sobald die Pflanzen wieder austreiben.

1b) Dieses Phänomen im Sommer

Die Enden der Zweige oder die Spitzen der Zweige, oft zuerst im oberen Bereich der Pflanze, verfärben sich hellbraun. Nebenbei: Soll ich meine Hecke im Sommer düngen?
Dies kann eine leichte Verbrennung sein, wenn es sehr heiß ist. Die Verfärbung kann sich bei längerer Hitze ausbreiten. Das Problem ist, dass die Pflanzen im Vergleich zu dem, was verdunstet, nicht genug Wasser aufnehmen können. Dies ist bei schlechteren Bodenverhältnissen immer viel schlimmer. Bittersalz wird unter diesen Umständen oft gegeben, obwohl dies unter diesen Umständen mehr Probleme als Lösungen verursacht. Die Verbrennung wird in der Regel nämlich nur schlimmer davon.

Wenn die Bodenverhältnisse nicht zú schlecht sind, sorgt Heckenkraft tatsächlich für eine Verbesserung. Wir haben das getestet. Dies liegt daran, dass Heckenkraft die Aufnahmefähigkeit der Pflanzen erhöht durch Zugabe von Humus- und Fulvinsäuren und durch Verbesserung des Bodenlebens und Verbesserung der Bodenstruktur (alle Heckenkraft-Nummern enthalten mit Bodenbakterie-Pro Wurzelstimulierende Bodenbakterien). Wenn sich Ihre Pflanzen bereits verfärbt haben, würde ich erst mit Heckenkraft-Extra beginnen. Wenn Sie die zutreffenden Heckenkraft 1, 2, 3 oder 4 in jeder Jahreszeit geben, ist dieses Phänomen praktisch nicht vorhanden, da das Aufnahmevermögen der Pflanzen dann optimal ist.

Eibe verfärbt im WinterEibe (Eiben-spitzen) verfärbt (verfärben) im Sommer

2) Meine Eibenhecke verfärbt sich von innen aus gelb

Rund um den Stamm bilden sich innen gelbe Nadeln, außen ist davon kaum etwas festzustellen. Das kommt meistens im Frühjahr vor, und am starksten bei Pflanzen die im Jahr zuvor eingepflanzt wurden. Je tiefer die Pflanzen bereits verwurzelt sind, desto weniger stark äußert sich dieses Phänomen.

Was ist los?
Eibe, gelbe Nadeln, von innen heraus

Die Wurzeln sind noch nicht optimal mit dem Boden verwachsen und/oder noch nicht tief genug, während die Pflanze versucht, auszutreiben. Für dieses Austreiben werden Energie, Feuchtigkeit und Nährstoffe benötigt, welche die Pflanze noch nicht optimal aus dem Boden aufnehmen kann. Als Ausgleich werden innen die Nadeln abgeworfen, damit Energie eingespart wird.

Was kann oder muss ich tun?

Wenn der Boden gesund ist, also ausreichend Humus enthält, durchlässig ist sowie ausreichend Feuchtigkeit enthält und das Bodenleben gesund ist, wird sich dies von selbst beheben. Häufig hilft ein leichter Schnitt und das Entfernen der gelben/braunen Nadeln mit der Hand. Und es wichtigste, jetzt sollte man absolut mehr gießen!, das dürfte locker zwei mal die Woche (kräftig) sein. Lesen Sie hier mehr über dieses Thema.

Heckenkraft verbessert die Aufnahmekapazität aller Pflanzen und ist damit absolut eine gute Gegenmaßnahme gegen dieses Phänomen. Aber ich muss ehrlich sagen, dass das Wässern in dieser Zeit das Wichtigste ist. Fast alle Eibenhecken erhalten in dieser Zeit zu wenig Wasser.

3) Meine Eibenpflanzen verfärben sich ganz braun/trocknen aus

In dem Fall ist eindeutig, dass etwas Schwerwiegendes vorliegt. Außerdem wird es nun etwas schwieriger, die Ursache zu ermitteln. Es sind nämlich eine Vielzahl von Ursachen möglich.

Im ersten 3/4 Jahr nach Einpflanzen

Wenn dies kurz nach dem Einpflanzen auftritt (ersten 3/4 Jahr), liegt es sehr wahrscheinlich am Boden (Durchlässigkeit, unzureichender/ausreichender Humus-anteil, reiches Bodenleben), die Art der Anpflanzung, oder die Versorgung mit Wasser. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Krankheit (Läuse, Pilze, Engerlinge, Dickmaulrüssler) die Ursache ist, ist sehr gering.

Länger als ein Dreivierteljahr nach dem Einpflanzen

Einige Krankheiten, die bei Taxus auftreten, werde ich nachfolgend erläutern. Diese können aber auch immer etwas mit den zuvor genannten Umständen (die Sie finden unter „Im ersten 3/4 Jahr nach Einpflanzen“), wie dem Boden, zu tun haben. Mehr noch, die zugrundeliegende Ursache einer Krankheit ist oft eine bereits geschwächte Pflanze in einem schlechten Boden oder eine falsche Pflanzmethode. Erfahre unten mehr mögliche Ursachen bei ganz austrocknen der Eiben.

       

3a: Dickmaulrüssler und seine Larven (Eibe-Käfer)

Es kann sein, dass die Larven des Dickmaulrüsslers an den Wurzeln knabbern. Um diese, eine Art weiße Maden, zu finden, muss die Pflanze ausgegraben werden. Falls dies die Ursache ist, sind die Larven nach dem Ausgraben der Pflanze meistens schnell zu finden. Ab Mai werden es Käfer. Dann sind auch die Käfer in der Pflanze aktiv und auffindbar. Tagsüber halten sie sich eher versteckt. Wenn man in der Nähe des Stamms etwas die Erde aufkratzt/aufwühlt, kann man sie in der Regel finden. Der 9 bis 11 Millimeter große, mattschwarze Käfer knabbert am Strauch. Die Larven knabbern an den Wurzeln. Letzteres ist für die Pflanze viel schlimmer.

Taxuskäfer oder Dickmaulrüssler Larve der Taxuskäfer oder Dickmaulrüssler

Chemische Bekämpfung
Es ist ein robustes Tierchen und schwer zu bekämpfen, vor allem von Privatpersonen, aber ebenso auch in Baumschulen. Chemische Mittel, die wirksam sind, sind kaum erhältlich/erlaubt, vor allem für Privatpersonen. Außerdem sind es keine Mittel, die Sie gerne in Ihrem Garten einsetzen möchten, sie sind extrem giftig.

Biologische Bekämpfung mit Nematoden
Besser ist es, meiner Meinung nach, mit biologischer Bekämpfung zu arbeiten, vor allem als Privatperson. Konkret meine ich damit Nematoden. Auf die richtige Art und Weise eingesetzt, sind sie die beste und nachhaltigste Methode, den Dickmaulrüssler zu bekämpfen. Die Nematoden benötigen einen feuchten Boden. Die Nematoden werden die Larven des Dickmaulrüsslers von innen befallen und auffressen und sich außerdem sehr schnell fortpflanzen und sich auf die Suche nach neuen Larven machen. Dies ist eine ungefährliche und wirksame Methode (vorausgesetzt, dass die übrigen Umstände, wie Bodenbeschaffenheit usw. in Ordnung sind). Selbstverständlich müssen die Anweisungen auf der Verpackung oder des Experten genau befolgt werden. Nematoden sind auch für Privatpersonen erhältlich.

Dass der Schaden nur vom Dickmaulrüssler (und seinen Larven) verursacht wird, kommt vor. Oft gibt es aber weitere Ursachen, wie ein (unnatürlicher) Boden mit zu wenig Humus, zu wenig Bodenleben, einer schlechten Durchlässigkeit (wodurch der Dickmaulrüssler dann nur noch der berühmte Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt).

Der Dickmaulrüssler ist einerseits schwierig zu bekämpfen, andererseits haben der Dickmaulrüssler (und seine Larven) auch viele natürliche Feinde. Für die Larven sind dies beispielsweise verschiedene Schimmelpilze, Nematoden, Bodenbakterien und Vögel (wie zum Beispiel Hühner!). Der Käfer hat Laufkäfer, Kröten/Frösche und auch Hühner und andere Vögel zum Feind. 

3b: Schildlaus

Die Überschrift dieses Kapitels ‚Mein Taxus wird ganz braun‘ steht mit diesem Untertitel vielleicht nicht an der richtigen Stelle. Die Pflanzen werden, vor allem zu Beginn, noch nicht ganz braun. Man kann eher von leichter Beschädigung und Wachstumsrückstand sprechen, außerdem sehen die Pflanzen einfach nicht frisch und gesund aus. Die Schildlaus fällt durch die weißen, wachsähnlichen Eiersäcke auf, die die Laus im Sommer auf Nadeln oder Zweigen zurücklässt. Den Rest des Jahres ist die Laus fast unsichtbar, weil sie eine braune Farbe hat, extrem flach ist und sich fest an den Ast klammert, auf dem sie lebt. Die Läuse erscheinen als kleine, braune „Plättchen“. Die Läuse saugen Säfte aus den Eibenpflanzen. Der Schaden zeigt sich in hässlichen Flecken auf den Pflanzen und als Wachstumsrückstand. Die Schildlaus bildet nur eine Generation pro Jahr aus, aber jede Laus kann rund 1000 Nachkommen produzieren…

Schildlaus bei Taxus

Chemische Bekämpfung
Ich weiß nicht, was in Deutschland für Privatpersonen erhältlich ist, aber ich nehme an, dass in verschiedenen Fachgeschäften chemische Mittel erhältlich sind, mit denen die Schildlaus bekämpft werden kann. Oft werden sie als „biologisch abbaubar“ bezeichnet, um weniger chemisch zu klingen. Es besteht aber die Gefahr, dass auch die natürlichen Feinde, die die Läuse vielleicht schon entdeckt haben, ebenfalls durch das chemische Mittel getötet werden. Diese Mittel sind letzten Endes Insektizide und diese töten eine Vielzahl von Insekten. Wenn nur eine einzige Schildlaus überlebt, hat sie wieder freie Hand, sich fortzupflanzen da die natürliche Feinde mit dem Gift wahrscheinlich komplett abgetötet werden (Sie waren wahrscheinlich im Voraus nämlich schon mit einer geringeren Anzahl anwesend).

Biologische Bekämpfung
Die Schildlaus hat etliche natürliche Feinde. Für jede Schildlaus gibt es eine Vielzahl an natürlichen Feinden. In Deutschland kann sofort der Marienkäfer Exochomus quadripustulatis genannt werden. Diese Art bleibt so lange an einem Ort, wie dort Schildläuse auftreten, auch wenn dies mehrere Jahre sind. Dieser Marienkäfer geht wirksam gegen die Ausbreitung von Schildläusen vor, vor allem wenn die Schildläuse ebenfalls von Schlupfwespen aus den Familien Coccophagus und Metaphycus befallen werden. Diese Marienkäfer können die Schildlaus effektiv und nachhaltig bekämpfen. Baumschulen (und nicht nur biologische Baumschulen!) verwenden sie ebenfalls.

Natürliche Feinde im Garten bringen

Wir haben sowohl beim Dickmaulrüssler als auch bei der Schildlaus bereits von natürlichen Feinden gesprochen. Sind diese ausreichend vorhanden, ist die Gefahr einer tödlichen Krankheit viel geringer. Dann ist die Anzahl von Schadinsekten und deren natürlicher Feinde nämlich ausgeglichen.

Eibenhecke in meinem Garten. Wenn ich suche finde ich hier bestimmt ein paar Schildläuse wie auch Dickmaulrüssler-Käfer. Da bin ich mich 100 % sicher. Aber meine Hecke geht es immer gut.

Im modernen Garten sind diese natürlichen Feinde häufig jedoch kaum oder überhaupt nicht mehr vorhanden. Da ist sie wieder, die Biodiversität…ich erwähne sie oft in meinen Blogs. Jetzt kann ich mir gut vorstellen, dass Sie in einem modern gestaltetem Garten keine Hühner halten möchten, die alles vollkoten… aber mit dem was unter der Erde geschieht, haben Sie vielleicht keine Probleme. Sie können also dafür sorgen, dass wenigstens unter Erde alles in Ordnung ist und der Boden voller Leben steckt (Würmer, Bodenbakterien und Schimmelpilze). Wir liefern bei unseren Heckenpflanzen standardmäßig einen Cocktail aus guten Bodenbakterien und Schimmeln mit. Das ist kein schlechter Anfang. Außerdem gibt es Pflanzerde, die ebenfalls mit diesen Bodenbakterien und Schimmeln versetzt ist und viel Humus enthält. Diese Pflanzerde ist teuer, aber sehr zu empfehlen. Mischen Sie diese beispielsweise 50/50 mit Ihrer eigenen Gartenerde, wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Garten „ausreichend lebt“. Für die meisten, die auf diesen Blogpost gestoßen sind, wird es für diese Lösungen aber leider schon zu spät sein. In diesem Fall kann Heckenkraft dennoch immer dafür sorgen, dass das Bodenleben wieder gesund wird.

Die Eibe, Taxus baccata, ist sehr robust und geht nicht schnell ein…

Wenn die bereits erwähnten Punkte, wie eine gute Durchlässigkeit und ein aktives Bodenleben vorhanden sind (und damit meinen wir nicht nur die Aktivität der Dickmaulrüsslerlarven ;-)), dann ist die Taxus baccata eine robuste Heckenpflanze, die nicht so leicht kaputtzukriegen ist, Pflanzschnitt gut verträgt und eine schöne dunkelgrüne Farbe hat. Sowohl die Schildlaus als auch der Dickmaulrüssler kriegen eine Eibenhecke nicht so schnell klein. Vor allem dann nicht, wenn die bereits erwähnten sonstigen Bedingungen einigermaßen in Ordnung sind. Besonders die Schildläuse sind meines Erachtens nicht so dramatisch, wie es überall geschrieben wird; in einem Garten (oder Umfeld) mit großer Biodiversität löst sich dies Problem meistens von alleine. Der Dickmaulrüssler ist ein zäheres Problem, aber wie erläutert, gut biologisch zu bekämpfen. Das einzige, was eine Eibe wirklich nicht aushalten kann, ist Wasserstau. Eigentlich hätte das Thema „Wasserstau“ auch absolut dazu gehört hier oben, das bin ich tatsächlich vergessen. Aber darüber muss ich dann mal ein neues Artikel schreiben.

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Katharina Schönborn
Gast

Unsere Eibe ist wohl sehr alt. Als wir das Haus vor 6 Jahren kauften, war sie auch schon ca 15m hoch. Jetzt werden von innen her die Nadeln gelb, braun und falles ab. Wässern nützt nichts. sie steht auch nicht sehr nah an anderen Bäumen.
Was kann man da tun ?
Vielen Dank, Katharina.

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